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Samstag, 18. April 2020

Tag 34 der Quarantäne

Ana, die Nachbarin unserer Nachbarin, hatte schon angefangen, die Tage rückwärts zu zählen. Am 26. sollte die Quarantäne enden. Jetzt verdichten sich die Gerüchte, dass sie bis zum 11. Mai verlängert wird. Morgen soll es offiziell verkündet werden. Und was kommt danach? Weiß man nicht. In Deutschland darf man wenigstens zum Sport und zum Spazierengehen raus, hier nicht.
Jemand hat mir erzählt, dass er erwägt, in den Zweitwohnsitz in unserer Siedlung zu kommen, wo er einen Garten hat und auch einen Heimtrainer. Gerade gestern ist aber verkündet worden, dass die Strafe für den Versuch, einen Zweitwohnsitz zu erreichen, 1500 Euro beträgt, falls man erwischt wird. Ich hatte der in Rede stehenden Person versichert, die Leute in unserer Siedlung würden garantiert nichts verraten, aber nachdem, was mir heute erzählt wurde, bin ich mir nicht mehr sicher: Eine Freundin in unserer Straße hatte ihren hochbetagten Vater, der allein in der Stadt lebte, für die Zeit der Quarantäne zu sich geholt. Einmal am Tag ging er mit seinem Rollator knapp 100 Meter weit spazieren, 100 Meter hin, 100 Meter zurück. Ein Anwohner beobachtete dies und beschimpfte ihn wüst: Verantwortungslose Menschen wie er seien daran schuld, dass wir alle eingesperrt seien. Danach traute er sich nicht mehr hinaus.
Die Karwoche ohne Prozessionen war unspanisch. Im Fernsehen wurden Prozessionen aus vergangenen Jahren übertragen. In der Nacht vom Gründonnerstag auf Karfreitag wurde die berühmteste aller Prozessionen, die Madrugada in Sevilla, von 2018 gezeigt. 
Die Sorge, ob es wohl regnet oder nicht, die die Teilnehmer in Salamanca fast jedes Jahr quält, hatten sie dieses Jahr nicht. 
Der Papst bei seinen Gottesdiensten fast allein im Petersdom. Diese Bilder werden sich einem auch ins Gedächtnis einprägen. 
Naja, wir versuchen, es uns zuhause so gemütlich wie möglich zu machen.
Am Karfreitag kochte ich die typische spanische Karfreitagssuppe: Stockfisch, Kichererbsen, frischer Spinat, Kartoffel und Rosinen. Da ich keinen Stockfisch hatte, verwendete ich Thunfisch aus der Dose, frischen Spinat hatte ich auch nicht, den ersetzte ich durch Tomaten, die Rosinen passten nun aber gar nicht mehr dazu und obwohl ich welche hatte, ersetzte ich sie durch eine rote Paprikaschote. Kichererbsen und Kartoffeln waren aber drin in meiner Potaje de vigilia. Das gekochte Ei obendrauf zur Deko hatte ich bloß vergessen.


Am Ostersonntag gab es einen Salat in Frühlingsfarben als Vorspeise: 


Mein Gatte sagte, ich solle nicht unsere Gesundheit in Gefahr bringen, um Lamm zu kaufen. Also taute ich eine Hirschkeule auf. Sie war wunderbar zart. Ich hatte sie im Le Creuset-Topf im Ofen zubereitet. 


Da wir auch keine Gelegenheit hatten, Ostereier zu kaufen, backte ich nach dem Rezept für fränkische Hausfreunde ein paar Plätzchen: Es ist Buttergebäck mit Marmelade und Marzipan gefüllt und mit Schokoguss verziert.


Ja, das hausgemachte Ostergebäck erklärt so manches: Als ich unser Bankkonto am Computer prüfte, stand da so ziemlich in der Mitte ein Posten 0,00 Euro, der mir noch nie aufgefallen war. Ich schaute genauer hin: Es waren die mit dem Kärtchen getätigten Ausgaben. Da steht nie 0,00. Es ist der 17. des Monats und wir haben noch nichts ausgegeben. Und wir sind sicher nicht die einzigen. Gut für die Wirtschaft ist das nicht.  

Samstag, 11. April 2020

Tag 28 der Quarantäne

Was machen wir den ganzen Tag? Zuerst einmal: Ich bin eh sehr häuslich und arbeite sowieso von zuhause aus, von daher... und dann fehlt ja auch unsere Perle und ich muss selber saubermachen.  Und von den 100 Tonnen Staub, die Tag für Tag aus dem Weltraum auf die Erde rieseln, landet ein guter Teil in unserer Wohnung. Mein Gatte und mein Sohn arbeiten auch von zuhause aus und stellen außerdem mit dem 3-D-Drucker Teile für Gesichtsschutzmasken her. Siehe unten.


An diese Dinge werden die durchsichtigen Plastikschilde "geknöpft", hintenherum kommt ein Gummi. Fertig. Sie haben auch schon komplette Schilde hergestellt, es wurde aber kein Foto davon gemacht. Bisher haben 150 Stück unser Haus verlassen. Die ersten gingen an Krankenhäuser, jetzt gehen sie hauptsächlich an Altenheime und sonstige Einrichtungen, Apotheken usw. Die ersten Plastikschilde wurden von Copyshops gespendet. Es sind die Plastikblätter, die Titelseiten abdecken. Mein Sohn ist Teil eines Netzwerks, das sich um die Herstellung und Verteilung kümmert. Die Schutzschilde werden sehr gelobt. Total positiv.
Durch das Eingesperrtsein wird man ja auch ein kleines bisschen verwirrt. Letzte Woche habe ich Minilebkuchen gebacken, siehe unten. Lebkuchen unterm Flieder statt unterm Weihnachtsbaum, hahaha. Heute will ich aber auch noch etwas Österliches backen.


Dann habe ich noch 'n büschen Deko gemacht, siehe unten. Die Eier sind alle vom Dachboden, ausgeblasen. Die Wirtschaft hat aber durch meine Wiederverwendung von Vorhandenem keinen Schaden erlitten, ich hätte heuer eh nichts neues gekauft.



Dann haben wir auch noch Speisen verkostet, zum Beispiel das Joghurt von Danone mit Cheese Cake-Geschmack, das überraschenderweise ganz leicht nach Chorizo schmeckte und roch. Außerdem haben wir noch eine Ochsenschwanzsuppe getestet, aber die bekommt einen eigenen Eintrag.

Montag, 23. März 2020

Ab heute geöffnet!!!

Wie Ihr wisst, ist unser Anwesen auch als "der spanische Keukenhof " bekannt. Ab heute haben wir wieder geöffnet.


Es ist uns gelungen, den Eintrittspreis bei 20 Euro stabil zu halten und noch eine Tasse Kaffee in den Preis einzuschließen, drinnen oder draußen, nach Wahl und Witterung.


Unseren Investoren können wir versichern, dass unser Umsatz auch im äußerst schwierigen Umfeld des Jahres 2020 um keinen einzigen Euro sinken wird. Diese Resilienz verschafft uns eine Alleinstellung am Markt. Vielleicht sollten wir an die Börse gehen!



Sonntag, 31. März 2019

Der spanische Keukenhof


 Ja, unser Anwesen ist auch als "Der Spanische Keukenhof" bekannt. Eintritt 20 Euro, einschl. Führung. Draußen nur Kännchen.


Exzerpt aus der Führung: Diese Tulpen und Traubenhyazinthen sind vom Aldi. Die Zwiebeln wurden schön geordnet in einem flachen, runden Karton verkauft, den man miteinpflanzen und der dann verrotten sollte. Da es bei uns nicht sooft regnet wie in Deutschland und daher die Gefahr bestand, dass der Karton nicht verrotten würde, habe ich die Zwiebeln genau so geordnet, aber ohne Karton eingepflanzt. Oben seht Ihr das Ergebnis. Meiner Meinung nach ist dieses Produkt, Tulpenzwiebeln im Pflanzkarton vom Aldi, absolut empfehlenswert.

Montag, 25. April 2016

Keukenhof

Blick in den Garten. Diese Tulpen werden allseits bewundert (daher der Titel dieses Eintrags). Auf dem Foto kommen sie irgendwie nicht so zur Geltung.



Wir genießen den Frühling und haben auch schon zweimal gegrillt. Beim ersten Mal war es kalt, beim zweiten Mal nass. Wie Ihr wisst, regnet es in Spanien im Frühling gerne mal, gerne auch mal ein, zwei Wochen am Stück. Wir hatten Freunde eingeladen, die unbedingt grillen wollten. "Na, mit dem Grillen wird es wohl nichts", sagten wir ihnen, angesichts der Wassermassen, die in den Tagen vorher vom Himmel kamen und angesichts der Wettervorhersage. "Doch, doch, das wird schon", entgegneten sie. Am Samstag war es dann tatsächlich so, dass zwischen den Regenschauern manchmal kurz die Sonne herauskam. Dennoch bereitete ich meine leckeren und beliebten Barbacue-Rippchen/Spareribs/Leiterchen im Backofen zu. Das Rezept habe ich Euch schon einmal versprochen, es ist nämlich wirklich richtig gut und es ist ein guter Ersatz, wenn der Grillabend mal ins Wasser fällt. Es passt gut zu allen Grillbeilagen und die Rippchen werden bu-tter-zart. Hiermit verspreche ich es Euch noch einmal. Was wollte ich erzählen? Ach, ja, okay, der Samstag abend. Die Gäste kamen. "Schade, dass es mit dem Grillen nicht klappt", sagten wir. "Nichts da", entgegneten sie, "holt den Grill raus." Es hatte zu diesem Zeitpunkt tatsächlich schon fast eine Stunde nicht mehr geregnet. D. entfachte das Feuer... es begann zu tröpfeln... der Grill war vorbereitet, er legte das Fleisch auf... auf dem Bild unten (siehe Teich) könnt Ihr sehen, wie stark es zu diesem Zeitpunkt schon regnete. Seine Gattin hielt einen Schirm über ihn und den Grill... niemand beachtete meinen Kartoffelsalat, der zum Abkühlen vor dem Küchenfenster stand... glücklicherweise sind die Luft und damit der Regen bei uns sehr sauber, da es keine Industrie und auch keine Staus im Autoverkehr gibt, und niemand erhob Einwände dagegen, den alles andere als trockenen Kartoffelsalat zu verspeisen. 
Als es dann auch noch heftig zu hageln begann, zogen wir den Grill unter das kurze Vordach. Es war dann aber doch alles ziemlich okay. Unten seht Ihr das Grillgut: frische Chorizos, die größeren Fleischstücke sind secreto íberico (hier klicken, da könnt Ihr lesen, was das secreto íberico ist), die hellen verdrehten Stücke sind die beiden Hälften eines Schweinerüssels, den die Freunde mitgebracht hatten. Das war nur die erste Ladung, Ihr wisst ja, wie es ist. Und dann hatten wir ja auch noch die Ripperl, die wie immer sehr gut ankamen. An Salaten gab es den Kartoffelsalat à la pluie, den Schwedensalat nach dem Rezept meiner Mutter und meinen ebenfalls sehr beliebten Guacamolesalat. Dann hatte ich noch Focaccia gebacken, nach dem Rezept meiner Schwägerin. Den Teig hatte ich in meiner neuen Brotbackmaschine gemacht (es ist meine dritte!!! Brotbackmaschine. Meine erste war eine Panasonic, mit der ich super zufrieden war, die zweite war vom Lidl (warum so viel Geld ausgeben?), die dritte ist wieder eine Panasonic (deshalb). Ich werde bei Gelegenheit mehr darüber schreiben. Es gibt echt viel zu erzählen und ich schreibe gerne. Ich muss mich bemühen, öfter zu schreiben. Viele Grüße, liebe(r) Leser! 

Freitag, 11. März 2016

Der Garten im Frühling

Es frühlingt! Und Ihr wisst, wie es ist: Sobald sich der erste Sonnenstrahl durch die Winterwolken windet, beginnt der Hobbygärtner ungeduldig mit den Hufen zu scharren...
 Man freut sich an den Osterglocken...
 Bei den japanischen Zierpflaumen steht eine Explosion bevor...
Der Rasen ist leider in einem fürchterlichen Zustand. Naja, jetzt erfreue ich mich erstmal an den Gänseblümchen. Soll ich dem Rasen noch eine Chance geben oder ihn gleich neu anlegen lassen? Ich glaube, ich habe ihm im letzten Jahr durch übermäßiges Vertikutieren den Rest gegeben. Soll ich ihn jetzt nochmal vertikutieren? Der Rasen ist 19 Jahre alt und hier in Spanien durch Sonne, Trockenheit und Benutzung halt auch arg strapaziert. Letztes Jahr habe ich nachgesät etc., es hat nichts gebracht. Ich könnte mir mal einen Kostenvoranschlag für die Neuanlage holen. Mein Nachbar hat sich letztes Jahr im Vorgarten Rollrasen auslegen lassen, das ist ganz gut geworden. Jetzt habe ich mir erstmal einen Fiskars-Unkrautstecher bestellt. Mal sehen, wie dieses Ding funktioniert. Ich freue mich schon drauf. Bei Amazon was bestellen ist ja immer ein bisschen wie Weihnachten, hahahaha. Nächsten Freitag soll er kommen, der Unkrautstecher. Nächste Woche soll es auch warm werden, ideales Gartenwetter, also.
 Eine Hyazinthe draußen im Garten. Die kommt jedes Jahr brav wieder. Schön, ne?
 Blumen vor dem Küchenfenster. Haben auch den Winter gut überstanden.
In der Orangerie spielen sich derweil Dramen ab. Siehe oben, die Trompetenblume. Ziemlich extremer Lausbefall. Für die nächsten drei, vier Tage ist noch Nachtfrost vorhergesagt, aber dann soll es, wie bereits gesagt, warm werden. Dann muss alles raus. Lange halten diese Pflanzen drinnen nicht mehr aus. Dann werde ich sie draußen mit Seifenwasser abwaschen. Wenn das nicht hilft, muss ich mit Gift ran, ich will meine Lieblinge nicht verlieren. Und zum Abschluss noch ein paar Stiefmütterchen, die mich den ganzen Winter über mit ihren Blüten erfreut haben:

Freitag, 15. Mai 2015

Komisches Wetter in unserem Ort im Westen Spaniens

Normal im Mai sind zwischen 15º und 20º Grad, glaube ich. Vor zwei Tagen plötzlich um die 30º, stark bewölkt und schwül. Man meinte, es würde gleich ein Gewitter kommen. Unangenehmes Wetter, in der Nacht konnte man nicht gut schlafen. Ich schaute im lokalen Wetterbericht, um herauszufinden, wann wohl endlich das Gewitter käme. Es war keins vorhergesagt und es kam auch keins. Dann starker Wind. Die Temperaturen begannen zu fallen und erreichten heute nacht 0º Grad!!!. Die Blumen und Tomatenstöcke im Garten haben jedoch nicht gelitten. Um 11.00 Uhr: 10 º, blauer Himmel, strahlender Sonnenschein. Mein Gatte hat das Haus heute früh in kurzen Ärmeln und ohne Jacke verlassen, wir hatten den Temperatursturz nicht rechtzeitig mitbekommen. Das Ungewöhnliche waren die starke Bewölkung bei hoher Temperatur und der Temperatursturz um 20º bzw. 30º.      

Sonntag, 10. Mai 2015

Update zu Renate Hausrotschwanz!

Renate Hausrotschwanz ist Mama geworden!!!

Die Ränder des Nests sind mittlerweile so hoch, dass man nicht mehr reinschauen kann. Ich blieb in maximaler Entfernung stehen, streckte den Arm aus und hielt die Kamera, ohne irgendetwas zu berühren, über das Nest und drückte ab. Renate hat sich leider nicht an mich gewöhnen können. Unser Verhältnis ist eher schlechter geworden. Ich habe immer versucht, mich ganz vorsichtig vorbeizuschleichen, aber manchmal habe ich ihre Existenz vergessen, riss fröhlich die Türe auf und stürmte in den Garten. Dann erschrak das arme Tier zu Tode, flog hysterisch auf, ich erschrak, weil ich plötzlich Renate vor der Nase hatte... deshalb gelang es mir auch nicht, sie beim Brüten zu fotografieren, obwohl ich das ebenfalls oft versucht habe. Und heute diese Veränderung im Nest: die Babys - oder zumindest ein Teil der Babys - sind geschlüpft. Es gab vier Eier, ich meine zwei Junge zu sehen. Das oben scheint noch gar keine Augen zu haben. Die Nestlingszeit beträgt, laut Wikipedia, im Regelfall 15 bis 17 Tage. Ab dem 11. Lebenstag sind die Hausrotschwänze weitgehend befiedert. Es bleibt spannend. Ob das Vögelchen im anderen Ei auch noch schlüpft? (Bilder von vor zehn Minuten)

Mittwoch, 9. April 2014

Dabbischkeit, verlass misch nitt!


Das erste Gewitter des Jahres! Ich war draußen im Garten (Umstellung von Winter- auf Sommerbetrieb, positiv!)... also gut, ich schreibe das jetzt mal einfach als "Ein Kessel Buntes" und beginne mit dem Garten. Wir haben heuer den Verlust von sechs Geranien zu beklagen. Woran könnte das bloß liegen, nicht wahr? Vielleicht daran, dass ich sie im Herbst nicht rechtzeitig rein geholt habe? Nun, zum Ausgleich habe ich die Übriggebliebenen besonders früh raus, nämlich heute. Gewagt, gewagt, ne? Ja, und während ich draußen war und mich mit der italienischen und der spanischen Terrasse beschäftigte, zog ein Gewitter auf. Ich mag diese Minuten kurz vor einem Gewitter, wenn es ganz windstill ist und rumpelt und pumpelt und zwischendurch ein bisschen blitzt. 
Früher war ich bei Gewitter auch gerne draußen auf der Terrasse oder am Fenster, jetzt habe ich es aber schon zweimal erlebt, dass es sehr laut gedonnert oder sogar in der Umgebung eingeschlagen hat, da bin ich vorsichtiger geworden. Das zweite Mal war letztes Jahr, da war ich mit meinem Gatten auf der italienischen Terrasse und auf einmal tat es einen Schlag... dass wir echt ziemlich erschrocken sind. Muss man sich nicht antun. Mittlerweile hat es außerdem angefangen zu regnen. Wir haben eine neue Regentonne! Regelmäßige Leser wissen, wieso. Preppers rule!
So, und jetzt zum Grund für die Überschrift: Ich habe alle Fotos, die ich im schönen Monat März gemacht habe, verloren. Buhuhuhuhuh. Hauptsächlich handelte es sich um Fotos von Blüten im Garten und so, aber auch die Bilder von den portugiesischen Krokettchen und von der portugiesischen Nachspeise Baba de Camelo waren darunter (die Nachspeise werde ich nochmal machen und fotografieren, die war nämlich ziemlich gut). Falls sich wirklich eine meiner Leserinnen für die Croquetes de Bacalhau e Chouriço, die ich zubereitet hatte und von denen ich schöne Bilder in den verschiedenen Phasen der Herstellung gemacht hatte, die nun im Orkus der ungespeicherten Fotos verschwunden sind, interessieren sollte und ihr das portugiesische Video unten von der Website Saborintenso nicht aussagekräftig genug ist, dann werde ich die Zutaten und die Anleitung übersetzen, sobald ich von einem Kommentar Kenntnis erhalten habe, in welchem dem Wunsch nach deutscher Übersetzung des Rezepts Ausdruck verliehen wurde. Andernfalls gehe ich davon aus, dass es sowieso keine Sau interessiert hätte.
Mich haben diese Bacalhau-Kroketten nicht vollständig überzeugt, weil der Chorizo-Geschmack doch den Bacalhau ein wenig übertönt. Den Portugiesen macht das nichts aus, weil Bacalhau für sie ein Grundnahrungsmittel ist und wenn der Bacalhau gestern und morgen nach Bacalhau geschmeckt hat, dann macht es nichts aus, wenn er heute mal nach Chorizo schmeckt. Vielleicht kann man die Wurst auch einfach weglassen. Die Konsistenz war übrigens perfekt und meiner Familie haben diese Krokettchen sehr gut geschmeckt.
Ja, so und so ähnlich waren die Fotos, die ich versehentlich vernichtet habe. Schade war es um ein paar Bilder von meinen drei erwachsenen Söhnen, die zusammen auf dem Boden saßen und ein Gesellschaftsspiel spielten. Je älter die Kinder werden, desto seltener werden solche Bilder. Tja, nicht wahr? Das waren die einzigen Bilder, um die es schade war. Ach ja, und dann hatte ich noch ein Bild von unserem Loch gemacht, wir hatten nämlich unser eigenes Privatloch, weil in unserer Siedlung ein neues Gas verlegt wird. Fragt nicht, ich habe keine Ahnung, um welches Gas es sich handelt und welches Gas wir bisher hatten, wir haben uns aber dafür angemeldet.   
So, und hier zum Abschluss noch ein Bild von der Paella, die ich gestern gemacht habe und die ziemlich schön geworden ist (sie war auch lecker!). Was gibt es sonst noch Neues bei uns? Neee, eigentlich nichts. Ich muss mich echt mal um die Fotos kümmern und ein paar ausdrucken lassen und die übrigen ordnen.
Ach nein, es gab doch noch etwas, das ich Euch erzählen wollte: Am 19. März war Blog-Geburtstag!!! Ich lege ihn offiziell auf den 18. März fest, denn das kann ich mir leichter merken, weil es der Geburtstag meiner Mutter seligen Angedenkens ist. Der vierte Bloggeburtstag! Wer hätte das gedacht. Tausende strömen auf meine Seite, um den Preis eines bestimmten Sofas eines berühmten französischen Möbelherstellers zu erfahren, tausende hoffen bei mir Info über ein gewisses Kleintier aus der Familie der Wühler zu finden, das hauptsächlich in Kasachstan beheimatet ist. Ich schreibe die Namen des Sofas und des Wühlers nicht hin, um nicht noch mehr einschlägig interessierte Menschen anzulocken. Ich weiß weiterhin nicht, wie Google funktioniert, habe aber auch nicht versucht, mich kundig zu machen. Warum Leute, die "Hausfrau Kleidchen hoch und Höschen runter" eingeben, zu mir geschickt werden, aber niemand, der Info über die Krise in Spanien sucht, über die ich ja auch manchmal was schreibe, weiß ich nicht. Über Feedback meiner Leser würde ich mich riesig freuen, aber ich muss wohl damit leben, dass ich fast keins bekomme. Allen treuen Lesern danke ich herzlich für ihre Besuche und wünsche ihnen alles Gute. 

Sonntag, 23. März 2014

Frühlingsanfang

Ja, der Frühling hat angefangen und auch an unserem Garten geht er nicht spurlos vorbei... 
Hier ein paar Bilder:
                                                               
  SAKURA!!!


Zahllose Bienen umschwirren den Baum und abends duftet er herrlich.
Unser japanischer Kirschbaum hat eine Besonderheit: Er war jahrelang der einzige in unserer Siedlung, der nicht blühte. "Nicht blühte" im Sinne von keine einzige Blüte. Aber das holt er jetzt alles nach. Er blüht wie bekloppt. 
 Hier noch eine Nahaufnahme
Und die Osterglocken stehen in voller Pracht... 
 Letztes Jahr hatten wir über 150 Blüten, dieses Jahr habe ich sie noch nicht gezählt, es dürften aber ungefähr genauso viele sein.
Allgemeiner Blick auf unseren Vorgarten. Die Forsythie links müsste mal von unten heraus verjüngt werden. 
Und auf unseren hinteren Garten. Diese beiden Bäume stehen auf dem Nachbargrundstück, wir dürfen sie aber trotzdem betrachten.

Freitag, 31. Mai 2013

Küchenrenovierung - so sieht's heute früh aus

Bild 1: Blick in die Ballsaalecke.
Bild 2: Details der Ballsaalecke, von links nach rechts und von oben nach unten: Oberschrank, Mikrowelle mit Grill,  Backofen (nein, er ist nicht selbstreinigend). In das Fach darunter kommen zwei Schubkästen. In den einen Schubkasten kommen die Backformen, in den anderen Tischdecken und Servietten. Leute, ich bin heute nacht aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen; in Gedanken räumte ich immer wieder die Küchenfächer ein und aus. Lag aber wohl daran, dass ich spät noch einen starken Kaffee getrunken hatte. 
In der Mitte steht der Kühlschrank. Es ist eine Kühl-Gefrierkombination. Unsere alte Kühl-Gefrierkombination kommt in die Garage (die sich neben der Küche befindet). Für Getränke und so weiter. Der Schrank daneben ist identisch wie der alte, nur eben neu. Ich war mit dem alten sehr zufrieden: Sechs Ausziehfächer, darüber ein Oberschrank. Ich werde Euch die Einzelheiten noch zeigen.
Bild 3: Die Küchenzeile, Oberschränke: In der Mitte sieht man noch die Dunstabzugshaube, da kommt aber eine Klappe davor. Ich weiß, man hat das jetzt, Dunstabzugshauben aus Edelstahl, die man sieht. Ich muss Euch aber sagen ... also, ich habe mir das überlegt... es sieht gut aus, aber... es ist eine ziemlich sinnfreie Sache, die man nur sauberhalten muss. Außerdem verliert man Stauraum und Stauraum ist mir sehr wichtig.
Bild 4: Die Küchenzeile, Unterschränke: Die Spüle wird wie die alte, nämlich ein Spülbecken und daneben eine Abtropffläche. Auch das entspricht nicht der Mode, ich weiß, aber ich finde diese Kombination praktisch. Links wird gespült, rechts tropft das Geschirr ab. Der Küchenverkäufer schenkt einen eingebauten Spülmittelspender dazu. Ich werde ihn Euch zeigen. Unter der Abtropffläche befindet sich die Spülmaschine. Dann folgt ein riesiges Möbel mit knapp 120 cm breiten Schubkästen, oben ein flacher für die Bestecke etc., darunter zwei tiefere für Töpfe und Pfannen. Es folgt ein Ausziehunterschrank mit zwei Fächern. Ich denke mal, dass ich oben die Gewürze und Topflappen rein tun werde und unten Essig, Öl, Kochwein etc. Was soll ich mit meinen scharfen Messern machen? Die hatte ich die ganze Zeit an einem Magnet an der Wand. Man hat nicht mehr soviel Plunder an der Wand, hat mir mein Küchenberater gesagt. Ich hatte auch meinen Pürierstab an der Wand... und einen laubgesägten Notizblockhalter in Katzenform, den mein Gatte als zwölfjähriger mit seiner Mama gebastelt hat. Und eine Pinwand... und über dem Herd so eine Leiste, an der 1000 Sachen hingen (nein, die wurden dort nicht fettig, weil es Sachen waren, die ich dauernd benutzte). Hat man alles nicht mehr, habe ich mir sagen lassen. Naja, dafür habe ich jetzt meinen riesigen Schubkasten, man wird sehen. Okay und an der Wand am Fenster ist noch ein Unterschrank. Ich werde sehen, wie ich das alles einräume. Ich habe jetzt deutlich mehr Stauraum als früher.
Was fehlt noch in der Küche? Die Arbeitsfläche, die Griffe, um die Schranktüren zu öffnen, die Einlegeböden, die Spüle mit Wasserhahn etc., der Herd... es fehlt noch so einiges. Morgen mehr. 
Übrigens, das Wetter hat sich endlich gebessert. Hier seht ihr ein paar Blumen, die auf der italienischen Terrasse blühen. Ich finde sie sehr schön in dem blauen Topf. Ich habe letzten Herbst für ein paar Euro beim Aldi eine 100er-Packung weiße Blumenzwiebeln gekauft und da waren sooo schöne Blumen drin. Bevor diese Dinger blühten, blühten in der Mitte drei Hyazinthen. Zu dem Gebinde gehörten auch wunderschöne weiße Tulpen und allerhand hübsche kleine Blumen. Falls Ihr im Herbst dieses Angebot bei Aldi seht: Ich empfehle Euch den Kauf.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Wetter

Ist es da, wo Ihr seid, auch so kalt? 29. Mai, 18ºº Uhr, Zentralspanien: 10º Grad, eisiger Wind, zwischendurch Nieselregen. Unsere Heizung ist angesprungen. Ja, Leute, das ist der Klimawandel. Ich war heute früh in der Stadt. Weil es so kalt war, hatte ich mir einen warmen Wollpullover übergezogen. Alle anderen waren im Wintermantel unterwegs. Mein Pullover war viel zu wenig gegen diese Kälte. Ich begegnete einer Freundin (Daunenanorak). Sie blinzelte unter dem Pelzbesatz ihrer Kapuze hervor und erinnerte mich daran, dass in zwei Wochen unser Freibad aufmacht.
Wo bleiben denn eigentlich die Klimaleugner? Leugnen die nur bei schönem Wetter klima? Durch das Schmelzen der Polkappen versiegt der Golfstrom und es kommt zu einer neuen Eiszeit. Und diesmal gibt es keine pupsenden Dinosaurier, die wir verantwortlich machen können!

Montag, 25. März 2013

Osterdeko



Ich habe meinen Båmbustøllär wieder schön jahreszeitlich dekoriert. Die Eier sind alle ausgeblasen und können mehrfach verwendet werden (juhuu!). Heuer neu hinzugekommen: Die blau gefärbten Eierschalen. Diese Idee habe ich auf Martha Stewarts Webseite gesehen, nämlich hier. Ich finde, die Schalen sehen echt gut aus, irgendwie natürlich. Bei den kleinen Eiern handelt es sich um Wachteleier. 
Mein Tipp: Wenn Ihr irgendwann im Laufe des Jahres viel Zeit habt und einen Kuchen oder ein Gericht mit vielen Eiern zubereitet, dann blast diese aus und hebt sie im Eierkarton bei den Dekoartikeln auf. Wenn dann vor Ostern Eier gefärbt werden, dann färbt ihr die ausgeblasenen einfach mit. Nach Ostern wieder im Eierkarton aufbewahren. Ja, da muss man erstmal draufkommen (Spässle).


Mittwoch, 13. März 2013

Es frühlingt!

Der Frühling hat dieses Jahr sehr früh Einzug gehalten. Die Geranien, die eigentlich in der Waschküche ihren Winterschlaf halten sollten, sind schon vor Wochen erwacht und verlangen regelmäßig Wasser. Aber als wir heute früh aufstanden ... Schneehee! Hier ein paar morgendliche Impressionen aus unserem Garten:
Blüte am Aprikosenbäumchen

Die Osterglocken blühen schon seit Tagen
Der Hartriegel macht seinem Namen alle Ehre
Wie heißt dieses Ding? Namen vergessen. Ist es eine Winterhyazinthe?
Die Primel aus dem letzten und vorletzten Jahr sind wieder gekommen und blühen ganz toll. Wieso? Weiß nicht. An der Pflege kann's nicht liegen.
Und eine tiefgefrorene Kamelienblüte.

Heute Nacht müssen die Temperaturen um 10 Grad gefallen sein, denn gestern schüttete es noch wie aus Kübeln. Ich war ohne Schirm in der Stadt (ich hatte gedacht, es hätte endlich aufgehört) und kam völlig durchnässt und durchfroren nach Hause. Hoffentlich habe ich mich nicht erkältet. Ich legte mich gleich mit einer schönen warmen Decke und einer Wärmflasche auf die Couch und schaute mir "Der Minister" auf Sat1 an. Der Film hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich nur eine Stelle so richtig zum Lachen fand, nämlich als die Kanzlerin ihren Schrank aufmachte und da hingen lauter gleiche Jacken in verschiedenen Farben, bruhahahaha. Wenn man's recht bedenkt, muss es in ihrem Schrank wohl tatsächlich so aussehen. Überhaupt war die Kanzlerin so dargestellt, wie ich sie mir vorstelle. Das mit dem Guttenberg stelle ich mir auch so ähnlich vor, wie es gezeigt wurde. Es war mehr eine zusammengefasste Wiedergabe seines Aufstiegs und Falls mit künstlerischen Freiheiten, denn satirische Überhöhung ist angesichts dessen, was die Herrschaften selbst abgeliefert haben, wohl kaum noch möglich. Wahnsinn - und ein bisschen erschütternd -, dass solche Leute so hoch kommen. 
Ich hatte den Herrn von und zu Guttenberg eigentlich nie beachtet. Die Bilder aus Afghanistan fand ich in Anbetracht des Leids der Menschen dort zynisch. Ansonsten war mir dieser Mensch völlig wurscht bis zu dem Tag, als ich ihn von der "mühevollsten Kleinarbeit" beim Abfassen seiner Dissertation sprechen hörte. Da war meine Aufmerksamkeit geweckt. Mein Gatte war ebenfalls berufstätig, während er seine Doktorarbeit schrieb, und wurde in dieser Zeit auch zweimal Vater. Ich glaube, das ist nichts Ungewöhnliches, denn das Alter, in dem man Vater oder Mutter wird, und das Alter, in dem man seinen Doktor macht, ist doch mehr oder weniger dasselbe. Für viele Akademiker ist dies sicher eine Zeit der Entbehrungen, in der viele Opfer gebracht werden. Papa oder Mama brütet am Schreibtisch, während künftige BeitragszahlerInnen über den Boden robben oder in der Wiege schlafen. Diese jungen Familien haben Respekt verdient. Sollte sich der Herr Baron tatsächlich erdreistet haben ...? Ich glaube, er hatte wirklich nicht die leiseste Ahnung, was in seiner Dissertation stand. Er wusste nicht, dass es in großen Teilen ein Plagiat war und war entsetzt, als er davon erfuhr. Also, das ist meine Meinung. 
Der Film war jedenfalls gut und wie ich da so mit meiner Wärmflasche auf dem Sofa lag, wurde mir auch wieder warm. Ich denke mal nicht, dass ich mich erkältet habe.