Dienstag, 25. Februar 2014

Kommunionkinder 2014 - Das fand ich interessant

Am Sonntag wurden im Gottesdienst die Kommunionkinder des Jahres 2014 vorgestellt. Die Präsentation stand unter dem Motto "Unser Weg durch das Leben". Die Kinder hatten ein paar Rucksäcke, Schlafsäcke, Wanderschuhe etc. dekorativ angehäuft und sollten nun dem Pfarrer ein paar Fragen beantworten, was alle auch pflichtschuldig taten. Bis auf einen Jungen: "Möchtest du, dass Jesus dich auf deinem Weg durchs Leben begleitet?" fragte der Pfarrer. "Nein", antwortete der Kommunionbub. "Willst du den Weg gehen, den Gott dir aufzeigt?" hakte er nach. "Nein", antwortete das Kind. Überraschtes Schweigen, dann leises Lachen der Gemeinde. Dem Pfarrer blieb offensichtlich die Sprache weg. Er hatte ja auch wirklich mit einem Heimspiel rechnen dürfen. Vielleicht hätte er mal in die Runde fragen sollen: "Gibt es hier noch jemanden, der die Begleitung Jesu nicht wünscht?" 
Selbstverständlich war es richtig, das Kind, die Eltern und die Katecheten nicht weiter zu befragen, aber der Zwischenfall hätte doch interessante Möglichkeiten geboten, die leider ungenutzt blieben.

Sonntag, 9. Februar 2014

Vorbeiene Krise in Spanien - Ich weiß nicht, das ist mir nicht bekannt, ich habe meinem Mann vertraut

Die spanische Königstochter Cristina wird des Steuerbetrugs und der Geldwäsche beschuldigt. Gestern hat sie vor Gericht ausgesagt. Und zwar folgende Worte: "Ich weiß nicht", "Das ist mir nicht bekannt" und "Ich habe meinem Mann vertraut". So antwortete sie auf ein paar hundert Fragen. Auf dem Weg ins Gericht zeigte sie ein strahlendes Lächeln. Sie muss nichts befürchten. Ihr größter Verteidiger ist der Staatsanwalt. Er fragte sie: "Wissen Sie, warum Sie wegen Steuerbetrugs vor Gericht stehen?" "Nein", antwortete sie. "Ich auch nicht", sagte der Staatsanwalt. Hahahaha, oder? Als sie aus dem Gericht kam, strahlte sie noch mehr. Ihr Anwälte lobten sie und sagten, ganz sicher sei es ihr gelungen, das Volk von ihrer Unschuld zu überzeugen.
Ich weiß nicht, wie ihr Grinsen im zornigen Volk angekommen ist. Ich glaube nicht, dass sie als Sündenbock hingestellt wird, sie ist vielmehr ein Symbol. Die Monarchie soll doch ein Symbol für den Staat sein, oder? Und das ist sie ja: Steuerbetrug, Geldwäsche.Volksvermögen in die eigene Tasche stecken.
Und das Symbol antwortet nun symbolisch, es wüsste von nichts und überhaupt. 
Warum entschuldigt sie sich wohl nicht? Warum zahlt sie die unrechtmäßig erworbenen Gelder nicht zurück? Fragen über Fragen. 

Freitag, 7. Februar 2014

Hurra! Die Krise in Spanien ist vorbei!

Ja, Leute, die Krise in Spanien ist vorbei. Endlich! Die größte spanische Bank, die Banco Santander, hat im vergangenen Jahr einen Reingewinn von 4,37 Milliarden Euro erzielt. Ich darf mal rasch aus einem Artikel im manager magazin online zitieren: "Gestützt wurde das Ergebnis [...] vom guten Geschäft mit spanischen Staatsanleihen. Die Banken des Landes profitieren davon, dass sie billig Geld von der Europäischen Zentralbank bekommen, das sie dann in höher verzinste Anleihen ihres Heimatlandes stecken." Hier ist der Link. Die zweitgrößte spanische Bank, BBVA, hat es auch auf 2,22 Milliarden Gewinn gebracht. Wahrscheinlich mit derselben Methode. Als Laie in wirtschaftswissenschaftlichen Sachen fragt man sich, warum die EZB das Geld nicht direkt dem spanischen Staat gibt, warum die Banken Milliarden dafür kassieren, dass sie das Geld weiterreichen. Mit Politikern oder ihren Verwandten und Bekannten in Bankenaufsichtsräten kann das nichts zu tun haben, oder? Naja, iss egal.
Auch von der Beschäftigungsfront gibt es gute Nachrichten: Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen in Spanien um 184.000 gestiegen. Das ist der niedrigste Anstieg in einem Januar seit sieben Jahren. Es geht überall aufwärts. Auch unsere Stromrechnung ist mittlerweile in schwindelerregende Höhen gestiegen. Für die vergangenen zwei Monate haben wir 175 Euro bezahlt. Für Spanien ist das sehr hoch, denn im Jahr 2008 haben wir für zwei Monate noch 70 Euro bezahlt (ich habe mir extra die Mühe gemacht und eine alte Stromrechnung gesucht). Ich habe mit ein paar Bekannten über die Höhe ihrer Stromrechnung gesprochen und sie wussten alle genau was sie bezahlt hatten, alle waren geschockt gewesen, als sie die Rechnung gesehen hatten. Sie haben zwischen 112 Euro (alleinstehende Witwe) und 200 Euro (Vater, Mutter, zwei Kinder) bezahlt. Bitte bedenkt, dass diese Leute seit 2008 deutliche Einkommenseinbußen hingenommen haben, bei deutlicher Erhöhung aller Steuern und Gebühren. 2014 soll der Strom nochmal teurer werden. Die Renten sollen um 0,25 Prozent steigen. Wie gesagt, es geht an allen Fronten doooiiitlich aufwärts. Vielleicht sollten wir uns auch mal ein paar Milliarden für 0,25 Prozent bei der EZB leihen und dann für 4,25 Prozent an den Staat weiterverleihen ... das wär' doch was, oder? Okay, Milliarden sind zu viel, aber bei einer Million wäre das auch schon ein Gewinn von 40.000 Euro pro Jahr...

Montag, 3. Februar 2014

Ich habe echte französische Madeleines gebacken!

Tadaaa! Da sind sie:
Im Supermarkt waren die entsprechenden Silikonbackformen für 5 Euro zu haben, da habe ich zugegriffen. Ich finde diese Madeleines zum Tee sooo elegant, deshalb hatte ich schon lange nach den Förmchen Ausschau gehalten. 
Und dann benötigte ich natürlich noch ein echt französisches Rezept und wie immer, wenn es echt französisch sein soll, begab ich mich zu Aurélies Blog http://www.franzoesischkochen.de/. Kennt Ihr diesen Blog? Ich finde ihn toll. Die Fotos sind wunderschön und Aurélie schreibt so lieb, eine gute Inspiration. Hier ist der Link zu Aurélies Madeleine-Rezept. Ich fasse mal rasch zusammen (mit meinen Änderungen): 3 Eier mit 120 g Zucker und 1 Esslöffel Honig mit der Küchenmaschine schlagen bis hellgelb. 100g Mehl mit 50 g gemahlenen Mandeln, 1 Teelöffel Backpulver und einer Prise Salz mischen und zugeben. 125 g geschmolzene Butter und 2 Esslöffel Rosenwasser oder Orangenblütenwasser, Amaretto, Cointreau oder sonst irgendein Aromawasser oder Likör ebenfalls unterrühren. Man kann auch mit abgeriebener Orangen- oder Zitronenschale würzen. Oder Kokos statt gemahlenen Mandeln? Leute, vielleicht auch mit ganz fein gehacktem kandiertem Ingwer??? Cointreau, Orangenschale und ganz dünner Schokoguss???  Den Teig vor dem Backen 10 Minuten ruhen lassen. Die Silikonform mit etwas Öl auspinseln und ein ganz kleines bisschen Zucker hineinstreuen. Den Teig hineingießen. Achtung, der Teig geht auf, jedes Förmchen nur zu 3/4 füllen. 15 Minuten bei 150º Grad im Umluftherd backen. Mit Ober- und Unterhitze 5 Minuten länger. Ich werde diese Dinger oft backen, ich sehe es kommen. Die Konsistenz ist himmlisch!
Dieses Rezept weist Änderungen im Vergleich zu Aurélies Rezept auf, das Originalrezept könnt Ihr ja oben anklicken. Ich habe aber auch, wie eine Kommentatorin des Rezepts, beobachtet, dass die zweite Ladung, die ja warten musste, während die erste buk, sich leichter verarbeiten ließ und besser wurde. Deshalb empfehle ich die Ruhezeit für den Teig, die es bei Aurélie nicht gibt. Sie empfiehlt auch nicht, die Förmchen einzufetten, aber da meine erste Ladung ein bisschen anhing, kam ich von selbst darauf. Yeah, gell? Ansonsten ist das Rezept wunderbar und geht super schnell. 

Montag, 27. Januar 2014

Preppers - Bereit für den Wasserausfall


So sieht es im Moment (14.00 Uhr) aus. Meint Ihr, das wird heute noch was mit der Wiederherstellung der Wasserversorgung? Ich konnte das Foto ungestört machen, die Arbeiter waren wohl gerade in der Mittagspause.
Wir haben mal wieder einen Wasserausfall in unserer Siedlung in Spanien. Ich muss Euch sagen, ich bin es langsam leid. Gerade habe ich wieder einen Eimer Wasser aus unserem Springbrunnen die Treppe hoch getragen, um die Toilette nachzuspülen.  
Was ist diesmal passiert? Der private Wachdienst, der hier nachts seine Runden dreht, bemerkte, dass Wasser die Straße herunterlief und benachrichtigte den privaten Wasserversorger, der dann gleich und ohne jede Vorwarnung den Hahn zudrehte. Dadurch hatten wir keine Gelegenheit, unsere Badewannen zu füllen und standen morgens ohne Waaassserrr!!! da. Ich hatte, wie ich Euch erzählt hatte, beim vorvorherigen Wasserausfall viele Kanister gekauft UND DAS WAR EINE SEHR GUTE IDEE, als ich dann aber die Garage aufräumte, dachte ich: "Ba, die nehmen so viel Platz weg, ich schmeiß' sie fort bzw. ich führe sie zurück in den Wertstoffkreislauf." Was ich dann auch tat. Gott sei Dank hat es in den letzten Tagen und Wochen viel geregnet und unser Springbrunnen ist voll. Wir sind zu viert im Haus. Bei meiner Freundin sind sie zu acht.
Mein Gatte hatte seine Schwester und ihre Familie zum Mittagessen eingeladen. Der Wasserversorger versicherte, dass wir zum Nachmittag wieder Wasser haben würden, also verschob er die Einladung auf den Abend. Aber nachdem wir die Baustelle persönlich inspiziert haben (siehe Bild oben), besteht unserer Meinung nach kaum Hoffnung auf Wiederherstellung der Wasserversorgung am heutigen Tag und er hat sie mittlerweile ganz ausgeladen.
Leute, Preppers sind keine totalen Knallköpfe. Ich werde wieder Kanister kaufen und ich werde sie nicht wegschmeißen, auch wenn sie Platz wegnehmen!!! Ich hatte mir auch vorgenommen, eine große Regentonne zu kaufen, das habe ich auch nicht gemacht. Hier hatte ich schon einmal verschiedene Tipps für mich selber zusammen gefasst, an manche hatte ich mich gehalten, an andere nicht. 
Es werden hier übrigens gerade Gasleitungen verlegt und auch deshalb ist es ja ziemlich logisch, dass die Wasserversorgung immer mal wieder unterbrochen ist, weil die Gasleute Wasserleitungen beschädigen. Oder ist das nicht logisch? Kann es sein, dass es auch anders ginge? Da ich selbst es nicht besser machen könnte, muss ich wohl schweigen. Mein Gatte meint, solange der Gasanbieter nicht fertig ist mit Rohre verlegen, sollten wir unsere Maßnahmen für Wasserausfälle aufrecht erhalten, also Wasser lagern, Plastikteller bevorraten, feuchte Läppchen zum Hände reinigen bereit halten, etc. So, das war mal wieder ein Blogeintrag zum Dampfablassen. Neulich hatten wir übrigens auch einen Gasausfall, da fiel die Heizung aus. Gott sei Dank haben wir jedoch unseren Kaminofen und Holzvorräte etc., sodass uns das so ziemlich egal war. Preppers rule!
P.S.: Wie ging es weiter? Das Loch, das Ihr oben seht, war an der falschen Stelle. Ein neues Loch wurde gegraben, das war auch falsch. Dann wurde eine Verbindung von Loch B zu Loch A gegraben und die richtige Stelle gefunden. "Und wie soll das jetzt weitergehen?" fragte S. die Handwerker. S. ist ein Anwohner unserer Straße, der früher viel zu sagen hatte und wohl immer noch Autorität verströmt, obwohl er im Ruhestand ist. "Wir arbeiten bis zum Einbruch der Dunkelheit, dann gehen wir und kommen morgen wieder," antworteten die Handwerker. "Ihr holt Scheinwerfer und arbeitet weiter bis ihr fertig seid," ordnete S. an. Die Arbeiter gehorchten. Sie gingen Scheinwerfer holen und irgendwann am späten Abend hatten wir wieder Wasser. Juhuu!
Und noch etwas allgemeines, preppermäßiges: Wieviel Wasser sollte man bevorraten? Nach meiner Erfahrung 15 Liter Brauchwasser pro Person und Tag, zum Klospülen und so. Also für drei Tage und vier Personen 180 Liter. Dabei kann es sich um Regenwasser, Brunnenwasser oder Springbrunnenwasser etc. handeln. Dann noch 5 Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Für 2 Tage wären das 40 Liter, zum Trinken, fürs Kochen und für die Katzenwäsche. Wäsche wird keine gewaschen, Geschirr wird auch keins dreckig gemacht (Pappteller benutzen!), solange die Wasserversorgung nicht wiederhergestellt ist.

Sonntag, 26. Januar 2014

Dschungelcamp - die zweite und letzte, versprochen

Also, für mich ist Larissa jetzt schon die Dschungelkönigin der Herzen. Wer hätte das gedacht. Sie ist eine großartige Schauspielerin; zur Halbzeit von Ich bin ein Star - Holt mich hier raus hat sie uns schon fast die gesamte Skala menschlicher Emotionen gezeigt. Toll! Sie ist humorvoll und amüsant. Nie hat sie gegen andere gehetzt und anderen offensichtlich Böses gewünscht, zumindest hat es uns RTL nicht gezeigt. Egal wie die Staffel ausgeht, ich könnte mir vorstellen, dass sie tatsächlich eine Zukunft im Schauspielbereich hat.
Dass Herr Julian Stöckel gehen musste, hat mich überrascht. Ich fand den unterhaltsam, zumindest sehr viel unterhaltsamer als die arme Tanja Schumann, eine Komikerin, die ungefähr so witzig ist wie ein Kieselstein - oder irgendein anderer Stein beliebiger Größe.
Das Eigentor, das sich der Wendler geschossen hat, als er das Camp freiwillig verließ, das war ... hmhm, ich muss grinsen, wenn ich daran denke. Und RTL hat es ja wunderbar ausgeschlachtet, um ihn noch ein bisschen weiter zu erniedrigen, indem man zeigte, wie er darum bettelte, zurückkehren zu dürfen.
Melanie Müller hat uns gestern ihren schönen Körper gezeigt. Ich finde sie gut. Die Reklame ist sicher gut für ihren Online-Sexshop. Ich sehe ihre Zukunft eher im geschäftlichen Bereich als im Showbusiness.
Gabby finde ich ziemlich schlimm. Eine erwachsene Frau, die sich ihren Lebensunterhalt mit Schnütchenziehen und nach Kindchenschema verdient. Neee.
Herr Glatzeder gibt den großen alten Mimen, der etwas Faustisches an sich hat. Das ist spaßig. Man hat das Gefühl, dass er sich schon so gut im Dschungelcamp eingelebt hat, dass man ihn ewig dort lassen könnte, dass es ihm egal wäre, ewig dort zu bleiben. 
Jochen macht einen netten, gutwilligen Eindruck. Man kann nur hoffen, dass er beruflich wieder Fuß fasst.
Wen gibt's noch? Ach ja, Mola. Oh weh! Oh weh! Was der wohl denkt, wenn er heraus kommt und sieht, wie er dargestellt wurde? Nämlich als Charakterschweinchen. Mein Mitzuschauer meinte, RTL hätte das nur so geschnitten, dass er so schlecht dasteht, aber ich denke, wenn er nicht so unfair gewesen wäre, dann hätte man ihn auch nicht so präsentieren können, oder? Wenigstens Teile des Materials muss er ja geliefert haben, oder?
Und dann ist da noch Marco. Er lächelt lieb. Ansonsten ist er wohl nur Füllmaterial wie Frau Schumann und Frau Drews. Aber solche Leute gewinnen am Ende ja manchmal. 
Daniel Hartwich macht seine Sache schlechter als Sonja Zietlow. Man merkt mehr, wenn ein Witz nicht so zündet. Trotzdem gebe ich dem Dschungelcamp weiter 5 von 5 Punkten und werde jetzt nichts mehr dazu schreiben. Tschüssli!

Sonntag, 19. Januar 2014

Dschungelcamp

Ich weiß, ich weiß, meine regelmäßigen Leser interessiert das Dschungelcamp nicht, aber ich möchte trotzdem nach den Sendungen 1 und 2 meine Meinung dazu loswerden. Mein Gatte meinte, ich solle vorher lesen, was die Bild-Zeitung schreibt, aber ich möchte lieber unbeeinflusst loslegen. Also: Ich schaue das Dschungelcamp gerne und ich freute mich auf die neue Staffel. Den äußersten Anfang der ersten Sendung habe ich leider verpasst, ich weiß also nicht, ob man kurz Dirk Bach gedachte oder nicht, ich hoffe mal schon. Daran, wie gut der neue Herr seine Sache macht und daran, dass man Dirk Bach nicht vermisst, erkannt man, dass die eigentlich wichtigen Personen die Gag-Schreiber sind und dass man nur jemanden braucht, der den Text natürlich vorträgt. Sonja Zietlow macht dies großartig, bei Jimmy Hartwig ist es ein bisschen wie auswendig gelernt, aber ich finde ihn gut genug. 
Die Kandidaten: Ich hatte da so meine Befürchtungen, weil ich von den Stars fast keinen kannte. Mola Adebisi kannte ich aus der Zeit als meine Kinder klein waren, vom Disney-Channel - ich wurde aber darauf hingewiesen, dass der gar nicht beim Disney-Channel war, sondern bei einem Musiksender. Dann kannte ich noch Frau Schumann, weil ich ihr Bild in der Fernsehzeitung gesehen habe. Sie gehört zu diesem ganzen Comedy-Wahn, den ich beschissen und teilweise sogar abstoßend finde (Pocher, Barth, etc.). Vom Wendler wusste ich, dass es ihn gibt. Alle anderen kannte ich überhaupt nicht. 
Den Machern der Sendung gelang es jedoch, uns die Kandidaten mit wenigen Pinselstrichen bekannt zu machen und uns für sie zu interessieren. Der Start mit Topmodel Larissa war furios. Wie soll die denn ein Topmodel sein? Ihre Schultern sind zu breit, ihr Busen ist so hässlich, dass Mola sie praktisch anflehte, einen BH zu tragen, ihre Hüften schreien nach einem straffen Mieder. Sie ist auch kein Handmodel, ihre Hände waren nämlich schon im Bild. Dass diese Frau in ihrer Heimat ein Topmodel ist, versuchte Mola damit zu erklären, dass Österreich nur so wenige Einwohner hat. Hahahahahahaha. Dann gibt es noch die Frage: Ist sie so dumm oder tut sie nur so? Leute, Larissa hat an der Lee-Strasberg-Schauspielschule in New York studiert, wo auch Robert de Niro studiert hat. Ich denke mal, die Antwort ist klar. 
Die Kandidatin Melanie Müller tut mir ein bisschen leid. Wenn sie hübsch hergerichtet ist, ist sie so ein "geiles Schnittchen". Sie hätte vorher zum Friseur gehen und sich einen guten Haarschnitt und eine leichte Dauerwelle verpassen lassen sollen und als Privatbesitz hätte sie einen Lippenstift und einen Eyeliner mitnehmen sollen. Sie war da wohl schlecht beraten und kommt jetzt wie eine Turnlehrerin aus der DDR 'rüber.
Julian Stöckel spielt die Rolle des tuntigen Schwulen. Ich finde ihn angenehm und freue mich darauf, mehr von ihm zu sehen. Wobei das "mehr" nicht körperlich gemeint ist. Wie oft müssen wir uns wohl noch die Geschlechtsteile des Herrn Glatzeder anschauen? Sehr oft, wahrscheinlich. Wenn wir zuhause vor unseren Fernsehern zusammenzucken, weil wir schon wieder mit Dingen konfrontiert werden, die wir lieber nicht sehen wollen, dann ist das auch Aufmerksamkeit und RTL sehr recht. Ansonsten spielt Herr Glatzeder die Alte-Herren-Rolle, die es, glaube ich, in jeder Staffel gibt.
Mola Adebisi macht bisher einen guten Eindruck, die besten Witze kamen von ihm. Mehr fällt mir zu ihm im Moment nicht ein. Gabby ist da, um hübsch auszusehen und das tut sie auch. Frau Drews sieht aus, als würde sie eher auf einen Tennisplatz oder in seine Umgebung gehören. Warum die da ist, weiß ich nicht. Frau Schumann sieht irgendwie traurig aus. Warum die im Dschungelcamp ist, weiß ich, weil ich es gegoogelt habe: Sie hat das Geld, das sie in ihrer Glanzzeit verdient hat, bei Immobilienspekulationen im Osten verloren. 
Der Österreicher, der so psychopathisch grinst, ist mir irgendwie unheimlich. Ich denke aber mal, sie haben ihn nach Waffen abgesucht, bevor sie ihn ins Camp gelassen haben, hahaha. Zu Herrn Bendel fällt mir auch nichts ein. Er macht einen netten Eindruck und ist einfach nur so da. Wer fehlt noch? Ah ja, der Wendler. Wendler versucht, den Macho zu geben, es gelingt ihm aber irgendwie nicht. Ich denke, die Leute, die die Sendung zurechtschneiden, lassen ihn nicht, haha. Und die Ekelprüfungen, naja, das haben wir alles schon oft genug gesehen. Die ersten beiden Sendungen haben mir gut gefallen und ich freue mich auf die heutige Folge des Dschungelcamps, deshalb meine Bewertung: 5 von 5 Punkten.

Dienstag, 14. Januar 2014

Nachlese

Diese Weihnachtsdeko hatte ich vergessen Euch zu zeigen: eine mit Christbaumkugeln locker gefüllte Laterne. Das war heuer sehr angesagt und ich finde, es sieht auch ziemlich gut aus. War mal was Neues.  
Man hatte auch Lichterketten, einfach locker in eine Laterne gestopft, das hat mir auch gut gefallen, es ging aber bei uns nicht, weil das Kabel der Lichterkette nicht unter der Tür durchpasste und wir draußen keine Steckdose haben. Wäre vielleicht eine Idee für nächstes Jahr, für den Wintergarten, dort ist eine Steckdose. Leute, ich muss Euch sagen, während ich am 7. Januar meine Weihnachtsdeko wegräumte, machte ich mir schon Gedanken, wie ich im nächsten, also diesem, Jahr alles weihnachtlich gestalten würde. Wisst Ihr übrigens, dass es diesen Winter hier noch kein einziges Mal richtig geschneit hat? Wir hatte letzte Woche sogar ein paar frühlingshafte Tage. Erstaunlich, wie das immer gleich die Stimmung hebt. Es hat diesen Winter bisher viel geregnet und es war auch schon kalt, aber wenn es so richtig kalt war (bis minus sechs Grad), gab es keine Niederschläge und wenn es Niederschläge gab, war es nicht richtig kalt. Ich denke mal, wir werden noch ein paar schöne Schneetage bekommen, bevor der Winter zu Ende geht.

Montag, 6. Januar 2014

Am Tag der Heiligen Drei Könige in Spanien

Hallöli, liebe Leser. Ich hoffe, Ihr habt das neue Jahr gut begonnen. 
2014!!! Wie die Zeit vergeht ... sie rast vorbei. Wollen wir sie so gut wie möglich genießen, nicht wahr?
Gestern waren wir auf dem für Spanien typischen Umzug der Heiligen Drei Könige. Tausende von Kindern und Erwachsenen säumten die Straßen, auf denen Musikgruppen, Tänzer und Artisten vorbeizogen. Von Prunkwagen und den drei Wagen mit den Königen wurden Bonbons in die Menschenmengen geworfen. Der schwarze König war ein echter, sehr sympathischer Schwarzer aus dem Senegal, dessen kleiner Sohn ebenfalls enthusiastisch Bonbons in die Menge warf. Die beiden sahen in ihren orientalischen Verkleidungen ganz toll aus. Interessant fand ich auch die Sponsoren, deren Namen auf den Autos standen, die die Prunkwagen zogen: Eine Zahnklinik, eine Augenklinik, ein Sexshop, das Kaufhaus El Corte Inglés, ein Einkaufszentrum und ein Schildermaler. In Spanien bringen eigentlich die Heiligen Drei Könige den Kindern die Geschenke; in den letzten Jahren ändert sich diese Sitte aber langsam und Papá Noel oder Santa Claus verwöhnen die Kleinen schon an Weihnachten. Grund: Morgen sind die Weihnachtsferien zu Ende und die Schule fängt wieder an. Die Kinder haben nur einen Tag, um mit ihren Geschenken zu spielen. Wenn schon am 25. Dezember beschert wird, haben sie viel mehr Zeit dazu. Am 6. Januar gibt es dann noch eine Kleinigkeit. So ändern sich die Zeiten und Sitten.
Wir hatten heute den typischen spanischen Roscón de Reyes zum Frühstück. Siehe unten.
Wie Ihr seht, hatte er beim Transport etwas gelitten, haha. Er enthält eine kleine Königsfigur und eine Bohne. Wer die Königsfigur findet, darf die Krone aufsetzen, wer die Bohne findet, muss den Roscón bezahlen. Es oblag mir, den Kranz anzuschneiden und kaum hatte ich das Messer angesetzt ... stieß ich auf etwas Festes. Den König. Also war ich heute Königin für einen Tag. Naja, eigentlich bin ich jeden Tag Königin, so gut werde ich von meinen Lieben behandelt. Die Bohne wurde bis jetzt noch nicht gefunden.
Für den Blog habe ich mir vorgenommen, als nächstes eine Bilanz der Küchenrenovierung zu ziehen, mit der ich zufrieden bin. Man gelangt aber doch zu gewissen Erkenntnissen, die ich mit Euch teilen möchte.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

So haben wir das Weihnachtsfest verbracht

So, liebe Leser. Heute möchte ich Euch erzählen, wie wir das Weihnachtsfest verbracht haben. Wir haben das Glück, alle drei Kinder bei uns zu haben. Das ist das größte Geschenk und die größte vorstellbare Freude (GVF). Der Tag des Heiligen Abends begann zeitig. Nicht, weil bei meiner Nachbarin schon um acht die Handwerker zugange waren, die den Umbau ihres Bades noch zu Ende bringen wollten. Sie mussten nur noch Handtuchhalter anbringen. Um wie viele Handtuchhalter es sich handelte, weiß ich nicht, der Schlagbohrer war etwa eineinhalb Stunden lang ununterbrochen im Einsatz. Wir waren da aber schon wach, weil wir bereits um halb acht den Anruf einer Freundin entgegen genommen hatten. Naja, gut, gell? (Die Handwerker sind anscheinend am Morgen des 24. doch nicht fertig geworden, ich höre sie nämlich schon wieder klopfen (heute, am 26., ist in Spanien kein Feiertag)). WIR waren am 23. bereits mit allen Vorbereitungen fertig und ließen den Heiligen Abend ruhig angehen. 
Am Nachmittag schauten wir uns den Film "Schöne Bescherung" an und tranken dazu Eggnog. Ein paar Mal sind Leute auf meinem Blog gelandet, die eingegeben haben "Was isst man zum Eggnog?". Die Antwort lautet: Plätzchen. So, wo war ich? Nach dem Film begannen wir mit unserer Weihnachtsfeier. Als erstes gab es Abendessen, traditionell deutsch Kartoffelsalat und Würstchen. Unten seht Ihr unseren Tisch. 

 Haha, die Jugend! Immer zu Scherzen aufgelegt!

Dann las mein Gatte die Weihnachtsgeschichte vor, anschließend sangen wir viele deutsche und spanische Weihnachtslieder. Früher haben wir in meiner Familie immer unserer Verstorbenen gedacht. Das machen wir nicht mehr. Wir haben dazu 365 Tage im Jahr Zeit. Und es ist ja auch nicht so, dass wir die Geburt unseres Herren übermäßig ausgelassen feiern würden und zwischendurch an unsere Sterblichkeit erinnert werden müssten. Nach den vielen Weihnachtsliedern gab es die Geschenke. Ich glaube, alle waren mit den Gaben, die sie erhalten haben, zufrieden. 
Wir hatten übrigens am 24. und 25. einen schweren Sturm. Ihr ahnt es schon, es war eine explosive Zyklogenese. Warum Ihr das in Deutschland immer noch nicht habt und Euch mit "sehr schlechtem Wetter" und "schweren Stürmen" begnügen müsst ... ich weiß es nicht. Naja, vielleicht ab 2014? Am 24. war immer mal wieder der Strom weg oder schwankte in der Leitung. Da wir Kerzen und unseren Kamin anhatten, war das nicht so schlimm.  
Unsere Nachbarin gegenüber hat bzw. hatte einen von diesen fassadenkletternden Weihnachtsmännern an ihrem Balkon hängen. Im Sturm sah der total geil aus: der eine Arm war abgerissen, er hing am anderen Arm, mit letzter Kraft, flog waagrecht im Wind, im Schneeregen. Ich hätte ein Bild machen sollen. Heute früh lag das Ding im Garten ihrer Nachbarn. Wir haben jedoch alle keine ernsthaften Sturmschäden zu beklagen. 
Unter meinen Geschenken befanden sich zwei Gesellschaftsspiele und wir verbrachten den Rest des Abends mit spielen. Um 12.00 Uhr ging es in die Mitternachtsmette, die aufgrund der explosiven Zyklogenese nicht sehr gut besucht war. Nach der Kirche servierte der Pfarrer typisch spanisch heiße Schokolade und Biskuits, dann ging es nach Hause und ins Bett.
Der 1. Weihnachtsfeiertag. Den Vormittag verbrachte ich in der Küche, dabei hörte ich Weihnachtsmusik. Hier könnt Ihr das Ergebnis meiner Bemühungen sehen: 
Die Tischdeko
Der 1. Gang: typisch spanisch, Friseesalat mit Granatapfelkernen
Der 2. Gang: Kraftbrühe mit Leberklösschen, Markklösschen und Pfannkuchenstreifchen
Der Hauptgang: Gefüllter Truthahn
Und so sah er dann in Gesellschaft von Klößen, Rotkraut und Soße auf dem Teller aus
Die Nachspeise: Mousse au Chocolat
Alles war lecker und gelungen.
Am Nachmittag saß die Jugend vorm Kamin, machte ein Puzzle (1000 Teile-Puzzle, gestern angefangen und fertig gemacht) und aß Plätzchen.

Heute früh begutachtete ich als erstes die Sturmschäden (minimal, ein Blumenkasten, den ich mit kleinen Blumenzwiebeln bepflanzt hatte, wurde durch den Garten geweht und die Zwiebeln kreuz und quer verteilt; überall liegen Berge von Blättern, ein Blumenstock im Plastiktopf ist umgefallen, den musste ich aber nur einfach wieder hinstellen), dann frühstückten wir gemütlich (¡Chocolate con churros!), jetzt macht jeder seinen Kram. So, das war unser Weihnachtsfest 2013. Ich hoffe, bei Euch war es genauso schön!

Montag, 23. Dezember 2013

Frohe Weihnachten!


Liebe Leser,
ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest
und ein gnadenreiches Jahr 2014.
Vielen Dank für Eure zahlreichen Besuche!

Dienstag, 17. Dezember 2013

Spanische Weihnachtslotterie

Leute, es ist mal wieder soweit! Zeit für die spanische Weihnachtslotterie. Höchste Zeit! Wer mit uns zusammen im Boot sitzt, hat diese Nummer:
Vorderseite
Rückseite
Unter dem Weihnachtsmann steht übersetzt: Möge das Glück mit Dir sein! Sieht lustig aus, ne? Wir können pro Los (Décimo) maximal 400.000 Euro gewinnen. Ab diesem Jahr werden darauf Steuern erhoben. Wäre das nicht toll, wenn wir uns über die Besteuerung dieses Betrages Gedanken machen müssten? Das würde nämlich bedeuten, dass wir den Gordo gewonnen haben, hehehe. Hier könnt Ihr Euch auf Youtube die Reklame der Weihnachtslotterie anschauen, die natürlich, wie so vieles in Spanien, Polemik und Spott ausgelöst hat. Mir gefällt sie gut. Die Ästhetik ist schön, die Dramatik passt zum Ereignis, das Lied ist ein gnadenloser Ohrwurm.

Bei der blonden Sängerin, die in den 25 Jahren, seit ich sie kenne, keinen Tag gealtert ist, handelt es sich um Marta Sánchez. Der junge Mann ist David Bustamante, der ältere Herr ist der unvergleichliche Raphael, die Operndiva die große Montserrat Caballé (80 Jahre alt!), die brünette Dame Niña Pastori. Und wem das Lied bekannt vorkommt ... "Always on My Mind" von Elvis Presley. ¡Que la suerte nos acompañe! Die Ziehung findet am 22. Dezember statt und wird sich über den ganzen Vormittag hinziehen. Sie wird live im Fernsehen übertragen. Wer mehr über die spanische Weihnachtslotterie wissen möchte, hier der Link zur ausführlichen deutschen Wikipediaseite zum Thema.
P.S.: Leider hat unser gemeinsames Los nichts gewonnen, aber wie jeder weiß, der halbwegs mit den Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung vertraut ist, steigen dadurch unsere Chancen für's nächste Jahr ungemein.

Freitag, 6. Dezember 2013

Unser bewährtes Rezept für Schokocrossies und ein bisschen Weihnachtsdeko

So, hier sind die Schokocrossies. Ich habe nicht nur das Rezept gefunden, ich habe sie auch gemacht (99 Stück, und wenn ich nicht hin und wieder gecheckt hätte, ob die Masse in Ordnung ist, wären es bestimmt 100 geworden, haha).
 Und so sehen sie von nahem aus: Löööcker!
Rasch das Rezept: Ich benötige 1/2 Packung Palmin (das sind 125 g), 250 g Puderzucker, 1 Portion Nescafé (das ist ein leicht gehäufter Kaffeelöffel voll Instantkaffeepulver), 2 Tafeln Vollmilchschokolade (ich nahm 200 g Zartbitter-Backschokolade), 20 g Kakao (ein gehäufter Esslöffel voll). Alles im Wasserbad flüssig werden lassen (ich machte es ganz vorsichtig direkt auf der Herdplatte, da muss man aber echt ganz vorsichtig sein, dass es nur schmilzt und nicht zu heiß wird), vom Herd nehmen und Cornflakes nach belieben unterheben (ich beliebte 200 g Cornflakes unterzuheben. Man muss ziemlich lange rühren, damit alle Cornflakes gleichmäßig mit Schokomasse überzogen sind), mit dem Kaffeelöffel Häufchen in Pralinenförmchen mit einem Durchmesser von 25 mm geben. Das Zeug schaut nun aus, als würde es nie im Leben trocknen und die fast freischwebenden Cornflakes würden nie kleben bleiben, ich kann Euch aber trösten, diese Bedenken sind unbegründet. Alles trocknet und bleibt schön zusammen. Von allen Schokocrossies-Rezepten, die Ihr finden könnt, ist dies natürlich das beste. L. bereitet diese Weihnachtsspezialität schon seit vielen Jahren zu und alle Esser sind begeistert.
Dann hatte ich noch meine Masse für die Schoko-Orangenplätzchen vorbereitet, die sind mittlerweile aber auch gebacken (kein Foto gemacht). 
 So, und hier kommt das schwarz lackierte, fertig dekorierte Drahtgestell. Gefällt es Euch?
Und unten drunter steht eine Gruppe Weihnachtsmänner, ins Gespräch vertieft. Weihnachtsmänner in Gruppen sind eine Weihnachtsdeko, die ich sehr mag. 
So, das war's für heute. Morgen wollen wir den Baum aufstellen. In Spanien war heute, Freitag, Feiertag (Verfassungstag), am Montag ist auch Feiertag (Unbefleckte Empfängnis, da müsst Ihr daran denken, allen Conchis, Conchas und Conchitas usw., die Ihr gegebenenfalls kennt, zum Namenstag zu gratulieren.)

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Leute, es wirkt!!!


Heute ist es wieder passiert, ich habe wieder einen Zettel verlegt. Aber von Anfang an: Ich habe mit den Weihnachtsvorbereitungen begonnen. Zum Beispiel habe ich das Drahtgestell auf dem Foto, das sich seit ewigen Zeiten in meinem Besitz befindet und nur einmal benutzt wurde, lackiert. Die Jugend (D., P. und K.) war geschlossen gegen das Lackieren und fand es schön, wie es ist, aber ich war der Ansicht, dass es schwarz besser zu unserer Einrichtung passen würde. Es steht über dem schwarzen Ofen, neben dem schwarzen Fernseher ... da ist gar kein helles Metall in der Nähe. (Auf Bild 2 könnt Ihr bei genauem Hinsehen auch unser neues Fernsehmöbel sehen, Kirschbaum massiv! Dazu werde ich Euch womöglich auch bald mal was erzählen.) Ich setzte mich also schwungvoll über den Willen der Mehrheit hinweg und lackierte das Ding mit schwarzem Auspufflack, den mir der Ofenbauer gegeben hatte, für den Fall, dass ich mal Macken am Ofen ausbessern müsste. 
Gestern legte ich meinen Metallchristbaum draußen auf ein paar Blätter Zeitung und sprühte ihn dünn ein. Heute wollte ich noch eine dünne Schicht aufbringen, aber das war nicht nötig. Ich korrigierte nur ein paar Stellen, wo die Farbe ungleichmäßig war. Das war heute Vormittag. Ich ließ das Ding noch ein paar Stunden draußen trocknen, heute war aber den ganzen Tag über sehr starker Nebel, also holte ich es heute nachmittag herein und stellte es gleich an seinen Platz. Ich hatte Angst, dass das vielleicht doch noch nicht perfekt getrocknete Schwarz auf den Kaminsims abfärben würde und legte deshalb ein Stück Papier unter.
So, hier seht Ihr das Vorher-Bild.

 Hier seht Ihr die ganze Ecke. Hättet Ihr Euch auch für's Schwarzlackieren entschieden?
Hier seht Ihr das Deko-Element in Schwarz. Mein Gatte, der überhaupt kein Interesse an Weihnachtsdeko hat, äußerte, dass der neue Look viel eleganter wäre und ihm gut gefiele. Da habe ich mich gefreut. Die Jugend hat's noch nicht gesehen. Jetzt muss es natürlich noch geschmückt werden.
Ja, und dann wollte ich heute abend noch die Schokocrossies machen. Wie Ihr wisst, bin ich in Spanien, wo es kein Palmin gibt, aber ich habe mir aus Deutschland Palmin mitbringen lassen. L., von der das Schokocrossies-Rezept stammt, war so freundlich, es für mich abzuschreiben und mit einem Gummi direkt auf der Palmin-Packung zu befestigen. So lag also das Palmin mit dem draufgeschnallten Rezept seit geraumer Zeit im Kühlschrank (nee, ist nicht abgelaufen). Heute holte ich es heraus, um zu schauen, was ich einkaufen musste (Cornflakes). So, dann ich hatte nun also alles beisammen und wollte anfangen. Leute, das Rezept war weg. Es war fort, weg, verschwunden. Vollkommen verschwunden. Ich suchte die Küche ab, mehrmals. Die Taschen der Jacke, die ich angehabt hatte, als ich einkaufen ging, in der Waschküche war ich gewesen, auf der Toilette, ich suchte in meinem Geldbeutel, in meiner Handtasche, räumte zweimal den Mülleimer aus, erinnerte mich, dass ich Papier in den Kamin gestopft hatte ... cero. Ich suchte eine halbe Stunde lang erfolglos. L. konnte ich nicht anrufen, weil sie heute Abend nicht zuhause ist. Da ich das Rezept kurz vorher angeschaut hatte, wusste ich so ungefähr, was benötigt wird, aber ich wollte es eben genau wissen. Ich gab die Daten, die ich kannte, bei kochbar.de und bei Chefkoch.de ein, aber ich fand unser altes, beliebtes, erprobtes Familienrezept genau so nicht.
Nun wollte ich es aber wirklich wissen. Ich hatte zweimal den Mülleimer und einmal den Kamin ausgeräumt!!! Mir fiel ein, wie ich damals einen für meinen Sohn wichtigen Zettel gesucht hatte und was da passiert war. Ihr könnt hier klicken, wenn Ihr die Story lesen wollt. Mir war damals das Lied "Religious Man" aus dem Film Nacho Libre eingefallen und gleich darauf hatte ich den Zettel gefunden. Sollte es noch einmal funktionieren??? Ich hörte mir das Lied auf Youtube an und ging noch einmal auf die Suche. Ich meinte mich zu erinnern, dass der Zettel in dem Moment, als ich das Altpapier in den Kamin steckte, da gewesen war und dass ich gedacht hatte: "Ich muss aufpassen, dass ich das wichtige Rezept nicht mit reinstecke, hahaha". Ich kniete mich also vor meinen Kamin ... auf dem Couchtisch, unter dem Couchtisch, lag es nicht. Auf dem Kaminsims auch nicht. Auf dem Kaminsims auch nicht?????? Der Zettel, der so praktisch zur Hand gewesen war, als ich mein frisch lackiertes Deko-Element aufstellen wollte, war das Rezept. Hier ein Link zum Lied direkt, es ist nämlich wirklich super. (Klicken) Meine Suchhymne!!! So dankbar dafür!!! Hier seht Ihr, wie das Rezept unter dem Fuß des Metallchristbaums herausschaute.
P.S.: Wenn Ihr jetzt denkt: "Oh, das ist Alzheimer" ... neee (will ich mal hoffen). Der Unterschied zwischen chaotischer Vergesslichkeit und Alzheimer ist, dass man sich bei Alzheimer gar nicht mehr daran erinnert, dass man etwas verlegt hat. Also: "Ich habe einen Zettel verlegt." = Chaot. "Was für ein Zettel?" = Alzheimer. Dies hat mir ein Arzt stark vereinfachend mal so erklärt.

Dienstag, 3. Dezember 2013

3. Dezember

Dieses Zitat von Bill Gates hat mir gut gefallen: 

"I will always choose a lazy person to do a difficult job ... because he will find an easy way to do it." 

Meine Übersetzung:

"Für schwierige Aufgaben nehme ich immer faule Leute ... die finden raus, wie es auch einfach geht."

Montag, 2. Dezember 2013

2. Dezember - Ich beginne mit der Adventsdeko


Mit einem Bild meiner ersten Adventsdeko wünsche ich Euch eine friedvolle und besinnliche Adventszeit.

Ich wollte mal wieder ein bisschen altmodische Advents- bzw. Weihnachtsdeko haben, so wie früher, ein paar Tannenzweiglein, ein paar Kugeln, ein paar Strohsterne und eine Bienenwachskerze. Leute, das hat was. Es vermittelt Ruhe und Besinnlichkeit. 
Adventskranz ist derselbe wie letztes Jahr. Ich habe die ganzen Zutaten zusammen in einer Kiste und der Aufbau ist eine Sache von Minuten. Und dies, obwohl ich Tannenzweige hatte, aus denen ich einen Kranz hätte flechten können, aber ich traue mir das nicht zu. Da wäre ich Stunden beschäftigt gewesen und hätte hinterher nur ein missglücktes Oval vorweisen können. Ist mir zu riskant. Wollt Ihr wissen, woher ich die Tannenzweige hatte?
Von meiner Nachbarin, die gerade ihrem kugelförmigen Tannenbaum seinen Winterschnitt verpasst hatte. Schaut Euch das Bild unten an, es geht, auch eine Tanne kann kugelförmig sein.
Seht Ihr den Frost am Boden? Es ist ganz schön kalt draußen (ich habe das Bild gerade eben gemacht).
Eigentlich war dies eine ganz gewöhnliche Tanne, aber A. fand sie zu hoch, also schnitt sie ihr die Spitze ab. Für meinen Geschmack sah das supertraurig aus: die Tanne gedemütigt, verstümmelt, entwürdigt. Schlimm. 
Um den Rasen besser mähen zu können, schnitt sie dann untenherum noch ein paar Äste ab ... und irgendwann sah das Ding fast kugelförmig aus. Da gab sie ihm den Rest und machte es ganz kugelförmig. Diese Form hat der Baum nun schon ein paar Jahre. Ich weiß nicht, ob das die einzige kugelförmige Tanne überhaupt ist.

Sonntag, 1. Dezember 2013

1. Dezember

Ich berichte. Die spanischen Lebensmittelbanken (Tafeln) haben am Freitag und Samstag in den Supermärkten des Landes eine riesige Aktion durchgezogen (La Gran Recogida). Warum über ein Ereignis, das Millionen von Menschen (alle, die am Freitag und Samstag einkaufen waren) mit eigenen Augen gesehen haben, in der Presse nicht berichtet wird, ist mir schleierhaft. Nur im Radio habe ich etwas gehört: Ein Honigproduzent hat den Bürgermeister des Dorfes in Honig aufgewogen und den Honig gespendet (84 Kilo). Darüber wurde berichtet.
Die Aktion der Lebensmittelbanken verlief wie folgt: Die Kunden, die den Supermarkt betraten, erhielten eine Liste mit Nahrungsmitteln, die zwecks Weitergabe an Bedürftige benötigt werden, und wurden darum gebeten, zusätzlich zu ihren eigenen Einkäufen für die Bedürftigen einzukaufen. Mein Sohn hatte sich als Freiwilliger gemeldet und verteilte solche Einkaufslisten. Kunden, die Interesse zeigten, bekamen zusätzlich eine Plastiktüte mit dem Logo der Lebensmittelbank (von der umweltfreundlichen Sorte, die sich schon auf dem Weg zum Parkplatz auflöst). Hinter der Kasse konnten sie ihre Spende abgeben. 
Als mein Sohn zum Mittagessen nach Hause kam, erzählte er, dass die Aktion ein überwältigender Erfolg sei und dass die Helfer ziemlich erschöpft seien. Ich fragte ihn, ob ich irgendwie behilflich sein könnte. Lange Rede, kurzer Sinn: eine Viertelstunde später saß ich hinter dem Tisch, wo die Spenden in Empfang genommen wurden. Leute, es war eine überwältigende Erfahrung. Die Bereitschaft der Menschen, Notleidenden zu helfen ... mir fehlen die Worte, um dieses Ausmaß an Solidarität zu beschreiben. Kleine Kinder, die ein Kilo Linsen brachten "für die, die weniger haben, als ich", sooo süß und rührend. "Heute bringe ich noch was, bald werde ich selber Nahrungsmittel holen müssen," sagte ein Mann. Wie vielfältig die Spender waren. Ein Ehepaar kam mit einem ganzen Wagen voll Sachen und nahm ein paar Kleinigkeiten heraus. Wir dachen natürlich, die Kleinigkeiten seien die Spenden, aber sie ließen den ganzen Wagen zurück! Einschließlich Euro für die Rückgabe. Ein vornehmer Herr, der aussah wie ein Landadeliger und vielleicht auch einer war, sowas gibt es hier nämlich, näherte sich dem Tisch: "Was soll ich kaufen? Ich kaufe, was ihr mir sagt." Nach einer Weile kam er zurück und brachte unter vielem anderem sogar Folgemilch mit, er hatte sich im Gang mit der Säuglingsnahrung von einer Mutter beraten lassen. Säuglingsprodukte wurden hauptsächlich von jungen Familien gebracht, denn das ist eine Wissenschaft, die man als Laie nicht durchschaut. Die Mengen, die die Kunden bei uns abgaben, waren wirklich unglaublich. Viele arbeiteten die Einkaufsliste ab und brachten dann die Sachen in der Banco de Alimentos-Tüte. Die vielen jungen Männer, die mitmachten! "Nehmt ihr auch Geld?" fragte einer, "Ich habe keine Ahnung und keine Zeit", legte 20 Euro hin und verschwand. Einmal näherte sich ein ganzer Familienclan und legte eine bescheidene Spende vor uns. "Wir haben zusammengelegt. Meine Mutter hat auch was gegeben", sagte die eine der Frauen. Und ich betrachtete den Inhalt ihres Einkaufswagens und der war auch so bescheiden ... Gourmet-Leberwurst gab jemand ab. Ein ganz kleiner Junge wurde von seinen Eltern vorgeschickt und sollte eine Packung Reis abgeben. Er wehrte sich laut schreiend und presste die Packung an sich. "Du musst mit den Kindern teilen, die Hunger haben!" sagte seine Mutter. "Nohohooo", schrie er. Es war unmöglich, wahrscheinlich wäre die Packung zerrissen, wenn man versucht hätte, sie ihm zu entwinden. "Wir kommen wieder", sagte die Mutter. Nach einer ziemlich langen Weile kam der kleine Herr zurück und stellte ganz stolz die Packung vor uns hin. Wir bedankten uns ausführlich im Namen der hungernden Kinder und er marschierte wieder zu seinen Eltern. Süüüß!
Ich saß von 16 bis 22 Uhr (solange hat der Supermarkt geöffnet) am Tisch und führte über die abgegebenen Nahrungsmittel buch. An zwei Tagen waren in diesem einen Supermarkt über fünf Tonnen Nahrungsmittel abgegeben worden. Über 5000 Kilo. Das ist eine riesige Menge. Und die Aktion fand anscheinend in praktisch allen Supermärkten in Spanien statt. Die vielen, vielen Freiwilligen, die mitmachten. Wo wir waren, waren viele Leute aus der Kirchengemeinde, anderswo, habe ich gehört, waren es Feuerwehrleute. Ein Studentenwohnheim hatte 150 Studenten "in die Schlacht" geschickt. Wahnsinn. Es war ein überwältigendes Erlebnis. Der Supermarkt hat übrigens dieselbe Menge drauf gelegt. 
So, wer nur Positives lesen will, der hört hier auf zu lesen.
Der ältere Herr, der die Freiwilligen in dem Supermarkt, wo mein Sohn und ich waren, koordinierte, sagte einmal zwischendurch: "Wenn die Leute nicht soviel spenden würden, hätte es schon längst einen Aufstand gegeben. Die Leute ohne jedes Einkommen zu lassen, das geht einfach nicht." Dienen also die Lebensmittelbanken dazu, die unhaltbaren Zustände in Spanien zu zementieren?
In Spanien gibt es mehr als 600.000 Haushalte ohne Einkommen. Na, die bekommen doch sicher Hartz IV oder das spanische Äquivalent, werdet Ihr jetzt denken, aber da liegt Ihr falsch. Ohne Einkommen bedeutet ohne Einkommen. Keine Mietbeihilfe, keine Arbeitslosenunterstützung, nichts. Sie leben von der Rente der Großeltern oder von einem bisschen Schwarzgeld, das die Mutter durch Putzen verdient, wobei angesichts des Überangebots an Putzwilligen die Bezahlung dafür auch nicht gerade durch die Decke geht und die Regierung angeordnet hat, dass in Privathaushalten tätige Putzkräfte angemeldet werden müssen, auch wenn sie nur zwei Stunden in der Woche kommen.
So. Die spanische Demokratie ist zu einer Kleptokratie verkommen und es wäre gut, wenn sich daran etwas ändern würde. Wo soll diese Veränderung aber herkommen? Auf politischem Weg ist dies nicht möglich, denn sobald eine neue Partei aufkäme, würden die alten, die abwechselnd am Futtertrog hocken, schreien: "Populisten! Rechts- bzw. Linksextreme! Populisten, die wollen unsere Demokratie zerstören." Damit die alten Parteien dies schreien können, benötigen sie eine willige Presse, nicht wahr? Und wie soll die Presse denn nicht willig sein, wenn z.B. die Grupo Prisa, der die größte spanische Zeitung El País und der meistgehörte Radiosender Cadena Ser gehören, ebenso wie Canal +, der Verlag Santillana usw., usw., wenn diese Gruppe also 3 Milliarden Schulden bei den Banken hat, die auch noch ihre größten Anzeigenkunden sind??? Wie soll denn eine Presse frei sein, wenn der Meinungsmacher Nummer eins den Banken praktisch gehört? Und die Banken Interesse daran haben, dass die korrupte "Elite", die sich in ihrer Hand befindet, an der Macht bleibt? Und angesichts dieser Zustände sollen es die Lebensmittelbanken/Tafeln sein, die die Machtverhältnisse zementieren? 
Übrigens wird in Spanien gerade ein neues Gesetz zum Schutz der Sicherheit der Bürger verabschiedet (ja, so heißt es in deutscher Übersetzung), mit dem verschiedene Arten von Demonstrationen und des Protests mit hohen Strafen belegt werden. Nein, ich halte Euch nicht zum besten. Letzteres ist traurig, aber wahr. 

Montag, 18. November 2013

Das perfekte Dinner - der perfekte Nachtisch für Kinder

Letzte Woche habe ich mir jeden Tag um 19.00 Uhr auf Vox "Das perfekte Dinner - Wer ist der Profi?" reingezogen. Am Freitag kochte der richtige Profi Tom bzw. Ludwig und er kochte richtig leckere Sachen. Die Vorspeise waren Thunfischvariationen, mhmhmh, wo ich so gerne Thunfisch esse. Die Hauptspeise war Tomis Surf and Turf. Die Nachspeise war ein bunter Teller, unter anderem mit Mascarponeeis mit Peta Zetas. Und Letzteres habe ich heute nachgemacht. Natürlich nicht mit flüssigem Stickstoff wie der Herr Profikoch, sondern mit meiner Eismaschine. Wenn man flüssigen Stickstoff im Internet bestellt, kommt man wahrscheinlich auf irgendeine Bombenbastlerliste und darf nie mehr fliegen. 
Das Eis ist ganz einfach zu machen. Ich bereitete gleich mal die doppelte Menge zu, die ergibt sechs kleine Portionen. Originalmengen: 150 g Mascarpone, 100 ml Sahne, 1 Eigelb, 10 ml Rum (das ist ein 3/4 Esslöffel voll), 30 g Zucker. Alles mit dem Pürierstab mixen, in die Eismaschine geben, warten, bis fertig. Einfacher geht's nimmer, oder? Vor dem Servieren das Peta Zetas-Zeug drüber streuen, das auf der Zunge explodiert. Suuupi, sage ich Euch. Für kleinere Kinder kann man vielleicht den Rum durch einen Fruchtsirup oder Erdbeermarmelade ersetzen. Wer keine Eismaschine hat, kann seine kleinen Gäste ja auch mit gekauftem Eis mit Peta Zetas erfreuen. Leute, das als Nachspeise und als Hauptgericht die spektakulären Würstchen-Spaghetti, 
Anleitung siehe hier, da werden Eure kleinen Gäste begeistert sein.
Toll und für mich nachmachbar waren auch die Limonentartes. Die habe ich noch nicht gemacht, sie stehen aber definitiv auf meiner Liste. Ich schreib' das Rezept mal rasch hier hin: 20 g Butter, 50 g Vollkornbutterkeks, 10 g Zucker, 5 g Mehl, 2 Limonen, 100 ml gezuckerte Kondensmilch, 2 Eigelb, Sahne und Zucker für die Deko. Ist wieder so eine Puppenküchenmenge (für 5 Minitartes, ich würde aber wieder die doppelte Menge machen, also 10 Minitartes, in meiner Muffinform ist ja Platz), aber er serviert dies, das Eis mit Peta Zetas und noch viel mehr ja, wie gesagt, gleichzeitig. So. Wie geht's? Ich schreib's einfach mal aus dem Internet ab: Für den Boden die Butter zerlaufen lassen und die Kekse in der Moulinette zerkleinern. Dann Zucker, Mehl und Butter zugeben und alles fein kuttern (kuttern? Noch nie gehört. Aber wir können uns ja vorstellen, was gemeint ist.) Diese bröselige Masse in 5 kleine Silikonformen verteilen (er hatte da so Spezialformen, in meinem Fall wäre das eben die Muffinform) und mit Hilfe eines Löffels fest an Boden und Rand drücken.
Für die Füllung die Limonen waschen und trocken reiben [...]. Schale abreiben [...], Limonen halbieren und auspressen. Wir benötigen 40 ml Saft. Limonensaft und Limonenschale mit der süßen Kondensmilch und den Eigelben verrühren. Die Masse in Tarteformen geben und im Ofen bei 100º Umluft ca. 8 - 10 Minuten backen. Die Masse sollte nicht bräunen, sondern lediglich stocken. Die Tartes komplett auskühlen lassen und aus den Formen nehmen, dann mit geschlagener Sahne garnieren. 
Okay, ne? Werde ich bei Gelegenheit, so Gott will, mal nachmachen. 
Sehr lecker sah auch der Mangostrudel vom Dessert vom Vortag aus, das von Bernd, dem Rechtsanwalt, serviert wurde. Meiner Meinung nach ebenfalls sehr leicht nachzumachen. Entscheidend ist hier, dass man an eine gescheite Mango kommt. Wie schwer das ist, wurde auch in der Sendung angesprochen. Man benötigt also (und ich schreibe ab): 1 Mango, 50 g Zucker, Vanillezucker, 1 Päckchen Strudelteig (das war so wie Filo), 100 g Butter, 1 Eigelb. Eine Mango grob würfeln. Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen. Die Mangowürfel zugeben und kurz Flüssigkeit ziehen lassen. Mit Vanillezucker würzen. Eine Strudelplatte mit flüssiger Butter bestreichen (da hat er einen Backpinsel benutzt). Eine Zweite darauf legen. Darauf die Mangowürfel. Einrollen und mit Butter und Eigelb bestreichen. Im Ofen bei 180º goldbraun backen. Sah sehr löcker aus.  

Donnerstag, 14. November 2013

So, jetzt herbstet es aber massiv

Ein paar herbstliche Impressionen aus unserem Garten, vor wenigen Minuten aufgenommen. Hier ein Bild von links nach rechts (aus dem Wohnzimmerfenster).
Nicht umsonst spricht man vom güldenen Herbst.
 Unten ein Bild von unserem Garten von rechts nach links (von der Terrasse). 
Nicht umsonst spricht man vom bunten Herbst.
Hier kommen noch die allerletzten Träubchen. Köstlich! Supersüß!
Heute nacht soll es zum ersten Mal richtig Frost geben. To-do-Liste für heute: Träubchen für den Nachtisch abmachen, letzte Tomaten reinholen,  Zitronenbäumchen und andere schutzbedürftige Pflanzen reinholen, Trompetenblume an einen geschützten Platz stellen, letzte Gartenmöbel rein...

Dienstag, 5. November 2013

Spanische Spezialitäten zu Allerheiligen

Huesos de Santo
Auf dem Bild oben seht Ihr Huesos de Santo, zu deutsch Heiligenknochen. Sie sollen aussehen wie Knochen mit Knochenmark in ihrem Innern, bestehen aber aus einem Mantel aus Marzipan und einer Füllung aus Yemas, ebenfalls einer spanischen Spezialität, die aus Eigelb vermischt mit Puderzucker besteht. Seit ein paar Jahren werden aber auch noch Varianten angeboten, z.B. die Geschmacksrichtungen Kiwi, Orange oder Schokolade. Diese "Knöchelchen" erhalten dann noch einen Zuckerguss. Eine extrem süße Angelegenheit. Ein, höchstens zwei dieser Zuckerli zu einem starken Kaffee genügen. Man präsentiert sie aufgeschichtet.

Buñuelos

Auf diesem Bild seht Ihr Buñuelos, sprich: Bunjuelos. Ein sehr lockerer Teig wird in Fett ausgebacken und mit Sahne oder Vanillecreme gefüllt. Diese Buñuelos sind lecker. Eigentlich sind dies Buñuelos de viento, Windbuñuelos, denn es gibt noch eine andere, festere Form der Buñuelos, die nicht typisch ist für die Zeit um Allerheiligen: Diese gewöhnlichen Buñuelos sind in Fett ausgebackene, feste Teigringe, mit etwas Zucker bestäubt, ohne Füllung. Sie schmecken mir überhaupt nicht, gelegentlich ist man aber gezwungen, ein solches Buñuelo zu verkosten, da manche spanische Hausfrauen (die eigentlich kaum backen) doch Buñuelos herstellen und ihren Freunden anbieten. Von den gewöhnlichen Buñuelos rate ich ab (hab' jetzt kein Bild, es ist mir schon lange keins mehr über den Weg gelaufen).
Aaah, nur Positives geschrieben, oder? Das ist mein Ziel. Wer nur Positives lesen will, liest nicht mehr weiter (das mit den gewöhnlichen Buñuelos ist eine gastronomische Beurteilung, also auch, wenngleich negativ, etwas Positives). Ich will eigentlich auch nichts dazu sagen, dass die spanische Erasmus-Förderung in diesen Tagen schon wieder gekürzt worden ist. Der Bildungsminister hat sich im Radio dafür entschuldigt, dass diese Kürzung den Leuten, die sich bereits als Erasmus-Studenten im Ausland befinden und die mit diesem Geld gerechnet hatten, gegebenenfalls Unannehmlichkeiten bereitet. 
Das Wort "Rechtssicherheit" gibt es selbstverständlich auch auf spanisch. Es heißt "seguridad jurídica". Bloß das, was das Wort besagt, das gibt es nicht. (Nee, ich hab' dieses Jahr kein Kind als Erasmus-Student im Ausland.)    
Nachtrag vom 6. 11.: Die Erasmus-Kürzung hat der spanische Bildungsminister gestern gleich wieder zurückgenommen. Neulich haben sie schon mal was zurückgenommen, und zwar Folgendes: Es war eine neue Super-Aufsichtsbehörde geschaffen worden, nämlich die Unabhängige Nationale Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC). Eine der Führungspositionen ging an die Nichte des Wirtschaftsministers und die hohe Stelle im Wirtschaftsministerium, die durch den Wechsel der Nichte des Wirtschaftsministers frei wurde, ging an die Tochter des Landwirtschaftsministers. Das haben sie dann auch wieder rückgängig gemacht. Weiß nicht, wieso. Hier ein Link zu einem Artikel in El País über die Ernennung hier klicken. Darin wird beklagt, dass es den ganzen Freunden und Verwandten schwer sein wird, unabhängig von der Regierung zu sein. Soll ich was daraus zitieren? Ja, ne?  
Guindos: "Lo he visto por la prensa. El Gobierno no interviene absolutamente para nada".
Guindos (Wirtschaftsminister und Onkel): "Ich habe es aus der Zeitung erfahren. Die Regierung hat damit absolut nichts zu tun." Aha, ne? Lustig.

Freitag, 1. November 2013

Lustige Halloween-Deko, ideal für kleine Räume!

Diese Idee stammt von Kris: Eine Mandarine als Kürbis geschminkt, hahaha. Nicht jeder hat Kürbisse, nicht jeder hat Platz für Kürbisse. Diese kleine Bastelei ist kostenlos und zudem witzig, z.B. eine Halloween-Mandarine als Deko auf dem Schreibtisch oder mehrere auf dem Bücherregal verteilt in kleinen Wohnungen. Eine echt gute Alternative zu Kürbis.
Eine Anleitung ist sicher nicht nötig. Die Farbe des Filzstifts, den ich benutzt habe, ist nicht durch die Schale gedrungen. Falls sie doch durchgedrungen wäre, hätte ich die beschmutzen Schnitzen eben entsorgt.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Rezept für die Eismaschine: Feigensorbet

Von unserer Nachbarin in Spanien haben wir mehr reife Feigen bekommen als wir essen können/wollen. Deshalb habe ich mal das Rezept für das Sorbet mit frischen und getrockneten Feigen und Feigenschnaps aus dem Heft, das meiner neuen Krups-Eismaschine beiliegt, ausprobiert. 

Es geht wie folgt (ich gebe es mal ein bisschen frei wieder): Man benötigt 500 g frische Feigen, die man mit 300 ml Wasser, 100 g Zucker und 1 Tl Honig aufkocht und 5 Minuten köcheln lässt. Diese Mischung wird püriert, dann sieht man zu, dass sie abkühlt, z.B. indem man sie im Herbst ein paar Stunden vor's Fenster stellt oder für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank, wie es im Rezept heißt. So, fertig. Nun kommt das Püree in die Eismaschine und dieselbe wird wie gewohnt eingeschaltet. 
Im Rezept heißt es nun, man soll 100 g getrocknete Feigen in 5 cl Feigenschnaps quellen lassen, dann in kleine Stücke schneiden und das Sorbet damit verzieren. Ich hatte keine getrockneten Feigen, sondern nur getrocknete Datteln, also habe ich die genommen. Ich hatte auch keinen Feigenschnaps (die Rezeptschreiber müssen glauben, wir Hobbyköche hätten unendlich vielfältige Spirituosenvorräte zuhause, echt), also nahm ich Portwein. Ich schnitt meine Datteln klein, legte sie in ein Schälchen, übergoss sie mit Portwein und gönnte ihnen eine Minute bei Vollgas in der Mikrowelle, so quellen sie schneller und besser. 
Im zweiten Teil des Rezepts, also ab der Geschichte mit den getrockneten Feigen, geht es eh nur um Deko. Man könnte stattdessen auch ein bisschen Schokoladensauce nehmen oder so.
Oben seht Ihr das Ergebnis: die Sorbetkugel mit etwas Datteldeko.
Bewertung: Mir hat das Feigensorbet sehr gut geschmeckt und es ist eine gute Form der Verwertung reifer Feigen, die ja nicht lange haltbar sind. Bei sehr reifen Feigen würde ich eventuell weniger Zucker nehmen. Die Konsistenz ist perfekt ... ich kann nichts Schlechtes dazu sagen. Meine Familie fand das Sorbet okay, aber nicht überwältigend. Ich würde also nicht extra Feigen kaufen, um dieses Sorbet zuzubereiten. Aber wer Feigen hat ... adelante.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Ein Kessel Buntes

Aus meinem neuen Rezeptbuch "Eis & Sorbets" aus dem GU-Verlag (siehe hier) habe ich schon ein paar Sachen gemacht, z.B. die Geeiste Schokobanane, ein Klassiker im neuen Gewand. Das Goldrandgeschirr, in dem ich servierte, ist ein Erbstück von meiner Urgroßmutter!!!
Unten seht Ihr das Gurken-Joghurt-Eis mit Sesamsaat. Es war überraschend lecker. Ich reichte es als Vorspeise, als meine Schwägerin mit ihrer Familie zu Besuch war. Unsere Gäste waren begeistert!
Das Hauptgericht war Arroz con Pollo, Reis mit Hähnchen, ein einfaches spanisches Gericht, das jedem schmeckt. Davon habe ich kein Bild gemacht. Unten seht Ihr den Nachtisch, einen Flan aus dem Schnellkochtopf, mein Rezept hier.
So, was gibt's noch?
Ihr wollt sicher wissen, wie das Putzen mit der Flylady weitergegangen ist: Geht so. Ich habe weiter die Spüle sauber gehalten und versucht, jeden Tag irgendwo 15 Minuten aufzuräumen/zu entrümpeln, aber ich muss Euch sagen, die Methode passt irgendwie nicht zu mir. Der Babystep für Tag 7 lautet z.B.: "Tonight ... I want you to pick out what clothes you are going to wear tomorrow. You can lay them on a chair, on a shelf, or hook in the bathroom or on a hanger on your door knob." Leute, solche Tipps bringen mir nichts. Ich bin doch nicht völlig bekloppt. Ich habe echt üüüberhaupt keine Schwierigkeiten damit, mich morgens anzuziehen. Ich meine, ein Babberle auf dem Badspiegel, das daran erinnert, sich anzuziehen (siehe Baby Step 4), abends alles bereit legen ... also echt, hey. 
Für manche Leute ist es sicher sinnvoll, abends die Kleider zurechtzulegen und ich denke, die machen das dann auch, aber bei mir ist das nicht so kompliziert. Ich beginne normalerweise damit, dass ich eine Unterhose aus dem Schubkasten nehme und diese anziehe, es folgt ein BH, je nach Wetterlage ein Unterhemd oder nicht, dann folgen Socken oder Strümpfe. Ahnt Ihr, wie es weitergeht? Ihr dürft diese Methode selbstverständlich kopieren, wenn sie Euch sinnvoll erscheint. Schreibt sie Euch auf ein Babberle und klebt es an Euren Schrank (Spässle). 
Was ich z.B. recht sinnvoll finde, ist, bestimmte Ketten oder Schals, die zu bestimmten Oberteilen passen, gleich mit auf den Bügel zu hängen (ja, da bin ich von alleine drauf gekommen). Ich will die Flylady noch nicht komplett in die Tonne treten, aber ich halte mich dieser Tage nicht an ihre Tipps. Ich werde bei Gelegenheit aber weitermachen. 

Samstag, 19. Oktober 2013

Krise in Spanien: Brotes Verdes, oder?

Ach, Leute. Ich weiß, dieses Thema interessiert Euch nicht und Google schickt niemanden, der Krise in Spanien als Suchwort eingibt, meines Weges. Aber, wie ich Euch schon mehrfach gesagt habe, ich will's einfach festhalten. So, also. Gestern stand ich wieder mit ein paar Nachbarn auf der Straße und wir diskutierten: Gibt es Brotes Verdes (sprich Brottes Werdes, zu deutsch grüne Triebe oder grüne Knospen)? Das oft bemühte Licht am Ende des Tunnels, das in Spanien von offizieller Seite in eben dieser botanischen Form überall gesehen wird? 
Naja, zu diskutieren gab es nicht viel. Wir standen da also draußen auf der Straße (Wetter war noch gut, morgen soll's regnen), totale Einigkeit, es gibt keine Brotes Verdes. Aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft und nur aus den letzten Wochen: B., die Handelsvertreterin, hat ihren Arbeitsplatz verloren. J. und A. sind derselben Massenentlassung zum Opfer gefallen, C. hat sein Haus verkaufen müssen und ist in Miete gezogen, J.s Lohn wurde von 800 auf 500 Euro gekürzt. Alle in unserer Nachbarschaft. ¿Brotes Verdes? Hahaha. S., die Aushilfslehrerin, hatte gehofft, zum Schuljahresbeginn gerufen zu werden, wurde sie aber nicht. Okay, eine positive Sache: Eine Forderung, die als uneinbringlich gegolten hatte, wurde doch zu 2/3 beglichen. Schön, oder?
Wie ich Euch bereits erklärt habe und auch meinen Nachbarn sagte, habe ich noch eine Zweitmeinung, siehe hier, Zweitmeinung der Hausfrau, die ich vorbrachte. Meine Nachbarn waren überrascht, wie ein Mensch, den sie doch als halbwegs vernünftig einschätzten (danke!), zumindest teilweise an die Brotes Verdes glauben konnte. "Das glaubst du doch nicht wirklich", sagten sie und meinten, ich würde den abogado del diablo, den Anwalt des Teufels, spielen. Ich habe aber handfeste Beweise dafür, dass ich mir wirklich diese Zweitmeinung, nämlich den Glauben an die Brotes Verdes, leiste. 
Die Spanier, von ganz links bis ganz rechts, glauben den Politikern gar nichts mehr. Die konservative Regierung von Mariano Rajoy hat jedes ihrer Wahlversprechen gebrochen. Man müsste wirklich suchen, ob vor der Wahl irgendwo irgendwas versprochen wurde, was gehalten wurde. Man hatte geglaubt, dass nach Zapatero nichts Schlimmeres kommen könnte, Links und Rechts haben das geglaubt. Aber es kam schlimmer. Es ist wie im Mittelalter: eine mächtige Kaste blutet ihr Volk aus. Dazu habe ich mal diesen interessanten Artikel gelesen (auf spanisch): Élites extractivas. Oh, ich sehe gerade es gibt ihn auch auf englisch: nämlich hier. Falls es irgendjemand interessiert. 
In Spanien wird kaum einer wegen Korruption bestraft, höchstens die Richter, die versuchen, dagegen vorzugehen. Hahaha, oder? Viele Spanier meinen, solange es kein funktionierendes Rechtssystem gibt (gibt es in Spanien nicht) und Korruption und Vetternwirtschaft in der bisherigen Form weiterbestehen, kann es nicht aufwärts gehen. Nun, ich kann beweisen, dass ich auch einer zweiten Meinung bin: Getreu dem amerikanischen Satz Put your money where your mouth is habe ich vor ein paar Wochen spanische Aktien gekauft (Telefonica und Banco Santander). Und die sind stark gestiegen. 
Im Grunde meines Herzens glaube ich aber, dass es für das gewöhnliche Volk weiter abwärts gehen wird und dass das von den wirklich Mächtigen gewünscht ist. Brotes Verdes an der Börse vorläufig ja, für unsere Bekannten B., J., A., C., J. und S. nicht. Mehr fällt mir dazu jetzt nicht ein.