Sonntag, 20. April 2014

Semana Santa - die Karwoche in Salamanca II

So, hier die Bilder von gestern. Die Prozession der Bruderschaft Nuestra Señora de la Soledad, die um Mitternacht begann und wohl um fünf Uhr morgens endete.Wir waren in der Straße Palominos, in der man auch einen schönen Blick auf die Clerecía, die Kirche im Hintergrund, hat.
Wir warten auf die Prozession. Zeit für ein Schwätzchen und den Austausch von Anekdoten. Hier gebe ich eine wieder: Eine der Bruderschaften, nämlich die Hermandad de Nuestro Padre Jesús del Perdón,  lässt alljährlich einen Gefangenen aus der hiesigen Justizvollzugsanstalt begnadigen. Der Freigelassene läuft dann mit dem Capirote genannten spitzen Hut bei der Prozession dieser Bruderschaft mit. Einmal nutzte der frisch begnadigte, ehemalige Strafgefangene das Durcheinander nach der Prozession, um die Brüder zu bestehlen und wurde umgehend wieder festgenommen.   
 Die Vorhut der Prozession.
 Die Bruderschaft "Unsere liebe Frau von der Einsamkeit".
Hier ihr zweiter Paso, der vor wenigen Jahren angeschafft werden musste, weil gar so viele Leute tragen wollten. Die dicken Engelchen werden im Volksmund "Los Tocinillos", "Die Speckbröckelchen" genannt.
 Eine der Musikgruppen. Diese Prozession ist riesig. 
 Eine Gruppe Damen mit Mantillas. Das ist für Salamanca ziemlich untypisch.
 Und dann kam sie endlich, Nuestra Señora de la Soledad.

Und da geht sie hin. Dies ist die beliebteste und am meisten verehrte Darstellung der Muttergottes in Salamanca. Man kann die Figur immer anschauen, wenn sie nicht gerade in den Straßen ihrer Stadt unterwegs ist. Sie steht in der Kathedrale vorn links in einer eigenen Kapelle, wo man ihr auch Kerzen anzünden kann. Die Figur stammt aus dem Jahr 1941. 
Nächtliche Impression aus Salamanca. Der Turm der neuen Kathedrale (ja, man kann ihn besteigen).
Hier seht Ihr La Soledad ein paar Stunden später auf der Plaza Mayor. Wenn sie vor dem Rathaus eintrifft, werden die Lichter abgeschaltet und eine Sängerin singt ein Ave María. Da war es fast vier Uhr morgens. Bedenkt, dass bei dieser Prozession auch etliche Kindergruppen dabei sind! Anschließend gingen wir noch eine heiße Schokolade trinken, dann machten wir uns auf den Weg nach Hause. Die Semana Santa in Salamanca, man kann sie nicht genug empfehlen.

Freitag, 18. April 2014

Semana Santa - die Karwoche in Salamanca

Wie ich Euch schon vor drei Jahren angedeutet habe, nämlich hier, ist die Semana Santa, die Karwoche, in Salamanca weiterhin ein absoluter Geheimtipp. Hier ein paar Bilder von gestern:
Wir waren in der Straße Tentenecio, ziemlich weit oben. Als erstes wurde der gekreuzigte Christus vorbeigetragen. Unten seht Ihr die Träger.
 Dann kam eine Musikkapelle.
Die Stelle, an der wir über eine Stunde warteten, bis die Prozession kam, ist die beste Stelle auf dem ganzen Weg. Es ist beeindruckend, wenn die Prozessionsfigur, von vielen Kerzen beleuchtet, um die Ecke kommt. Vom Dach des Hauses wurden Blütenblätter geworfen, die Musik spielte, nämlich diesen Prozessionsmarsch (hier klicken), der berühmt ist und "La Saeta" heißt. Joan Manuel Serrat hat mit dieser Melodie ein Gedicht von Antonio Machado vertont. 
Die Muttergottes, die Ihr unten seht, wird nur von Frauen getragen. Der Nachteil dieser engen Stelle, an der nur eine Reihe Zuschauer erlaubt ist, war, dass in dem Moment, als die Heilige Jungfrau um die Ecke kam, plötzlich zig Fotografen von irgendwo angeschossen kamen und sich vor die Zuschauer stellten. Fotografen mit professionellen Kameras, denn die Zuschauer mit ihren Handy- oder Klickkameras, die brav an ihrem Platz stehen bleiben, stören ja keinen. Ich frage mich, wo diese Bilder erscheinen werden. Wenn sie dazu dienen, ausländischen Touristen die Schönheit und Würde der Semana Santa in Salamanca nahezubringen, dann wäre das ja wunderbar.  


Eine weitere Musikgruppe:
Dies war die Prozession von El Arrabal. Dieser Stadtteil liegt auf der anderen Seite des Tormes und die Prozession kommt über die römische Brücke in die Stadt herein. 
Heute abend gehen wir wieder zu einer Prozession. Sie beginnt um Mitternacht, wenn Nuestra Señor de la Soledad in einem Blütenregen die Kathedrale verlässt. Das erinnert mich an eine Anekdote, die wir vor ein paar Jahren in der Karwoche erlebten. Wir warteten auf der Plaza de Anaya, direkt vor der Kathedrale, auf den Beginn einer Prozession. Am Himmel war eine große, schwarze Regenwolke aufgezogen und bei Regen dürfen die Pasos, die Prozessionsfiguren, nicht hinaus, damit die teilweise Jahrhunderte alten Figuren nicht nass werden. Man wartete also erst einmal ab. Schließlich schien die Wolke vorüber zu ziehen und die Prozession kam heraus. Kaum war der größte Teil der Teilnehmer und der eine oder andere Paso draußen, als ein heftiger Platzregen einsetzte. Die riesige Prozession kehrte stehenden Fußes um, was an sich schon sehenswert war, die Zuschauer strömten ebenfalls Schutz suchend in die Kathedrale. Es schüttete, was vom Himmel konnte, und die Mitglieder der Bruderschaft und die Zuschauer füllten gemeinsam das riesige Gotteshaus, während es draußen blitzte und donnerte. Nach einer Weile war der Spuk vorbei, das Publikum ging zuerst hinaus, die Prozession begann endlich. War irgendwie gut.

Mittwoch, 9. April 2014

Dabbischkeit, verlass misch nitt!


Das erste Gewitter des Jahres! Ich war draußen im Garten (Umstellung von Winter- auf Sommerbetrieb, positiv!)... also gut, ich schreibe das jetzt mal einfach als "Ein Kessel Buntes" und beginne mit dem Garten. Wir haben heuer den Verlust von sechs Geranien zu beklagen. Woran könnte das bloß liegen, nicht wahr? Vielleicht daran, dass ich sie im Herbst nicht rechtzeitig rein geholt habe? Nun, zum Ausgleich habe ich die Übriggebliebenen besonders früh raus, nämlich heute. Gewagt, gewagt, ne? Ja, und während ich draußen war und mich mit der italienischen und der spanischen Terrasse beschäftigte, zog ein Gewitter auf. Ich mag diese Minuten kurz vor einem Gewitter, wenn es ganz windstill ist und rumpelt und pumpelt und zwischendurch ein bisschen blitzt. 
Früher war ich bei Gewitter auch gerne draußen auf der Terrasse oder am Fenster, jetzt habe ich es aber schon zweimal erlebt, dass es sehr laut gedonnert oder sogar in der Umgebung eingeschlagen hat, da bin ich vorsichtiger geworden. Das zweite Mal war letztes Jahr, da war ich mit meinem Gatten auf der italienischen Terrasse und auf einmal tat es einen Schlag... dass wir echt ziemlich erschrocken sind. Muss man sich nicht antun. Mittlerweile hat es außerdem angefangen zu regnen. Wir haben eine neue Regentonne! Regelmäßige Leser wissen, wieso. Preppers rule!
So, und jetzt zum Grund für die Überschrift: Ich habe alle Fotos, die ich im schönen Monat März gemacht habe, verloren. Buhuhuhuhuh. Hauptsächlich handelte es sich um Fotos von Blüten im Garten und so, aber auch die Bilder von den portugiesischen Krokettchen und von der portugiesischen Nachspeise Baba de Camelo waren darunter (die Nachspeise werde ich nochmal machen und fotografieren, die war nämlich ziemlich gut). Falls sich wirklich eine meiner Leserinnen für die Croquetes de Bacalhau e Chouriço, die ich zubereitet hatte und von denen ich schöne Bilder in den verschiedenen Phasen der Herstellung gemacht hatte, die nun im Orkus der ungespeicherten Fotos verschwunden sind, interessieren sollte und ihr das portugiesische Video unten von der Website Saborintenso nicht aussagekräftig genug ist, dann werde ich die Zutaten und die Anleitung übersetzen, sobald ich von einem Kommentar Kenntnis erhalten habe, in welchem dem Wunsch nach deutscher Übersetzung des Rezepts Ausdruck verliehen wurde. Andernfalls gehe ich davon aus, dass es sowieso keine Sau interessiert hätte.
Mich haben diese Bacalhau-Kroketten nicht vollständig überzeugt, weil der Chorizo-Geschmack doch den Bacalhau ein wenig übertönt. Den Portugiesen macht das nichts aus, weil Bacalhau für sie ein Grundnahrungsmittel ist und wenn der Bacalhau gestern und morgen nach Bacalhau geschmeckt hat, dann macht es nichts aus, wenn er heute mal nach Chorizo schmeckt. Vielleicht kann man die Wurst auch einfach weglassen. Die Konsistenz war übrigens perfekt und meiner Familie haben diese Krokettchen sehr gut geschmeckt.
Ja, so und so ähnlich waren die Fotos, die ich versehentlich vernichtet habe. Schade war es um ein paar Bilder von meinen drei erwachsenen Söhnen, die zusammen auf dem Boden saßen und ein Gesellschaftsspiel spielten. Je älter die Kinder werden, desto seltener werden solche Bilder. Tja, nicht wahr? Das waren die einzigen Bilder, um die es schade war. Ach ja, und dann hatte ich noch ein Bild von unserem Loch gemacht, wir hatten nämlich unser eigenes Privatloch, weil in unserer Siedlung ein neues Gas verlegt wird. Fragt nicht, ich habe keine Ahnung, um welches Gas es sich handelt und welches Gas wir bisher hatten, wir haben uns aber dafür angemeldet.   
So, und hier zum Abschluss noch ein Bild von der Paella, die ich gestern gemacht habe und die ziemlich schön geworden ist (sie war auch lecker!). Was gibt es sonst noch Neues bei uns? Neee, eigentlich nichts. Ich muss mich echt mal um die Fotos kümmern und ein paar ausdrucken lassen und die übrigen ordnen.
Ach nein, es gab doch noch etwas, das ich Euch erzählen wollte: Am 19. März war Blog-Geburtstag!!! Ich lege ihn offiziell auf den 18. März fest, denn das kann ich mir leichter merken, weil es der Geburtstag meiner Mutter seligen Angedenkens ist. Der vierte Bloggeburtstag! Wer hätte das gedacht. Tausende strömen auf meine Seite, um den Preis eines bestimmten Sofas eines berühmten französischen Möbelherstellers zu erfahren, tausende hoffen bei mir Info über ein gewisses Kleintier aus der Familie der Wühler zu finden, das hauptsächlich in Kasachstan beheimatet ist. Ich schreibe die Namen des Sofas und des Wühlers nicht hin, um nicht noch mehr einschlägig interessierte Menschen anzulocken. Ich weiß weiterhin nicht, wie Google funktioniert, habe aber auch nicht versucht, mich kundig zu machen. Warum Leute, die "Hausfrau Kleidchen hoch und Höschen runter" eingeben, zu mir geschickt werden, aber niemand, der Info über die Krise in Spanien sucht, über die ich ja auch manchmal was schreibe, weiß ich nicht. Über Feedback meiner Leser würde ich mich riesig freuen, aber ich muss wohl damit leben, dass ich fast keins bekomme. Allen treuen Lesern danke ich herzlich für ihre Besuche und wünsche ihnen alles Gute. 

Freitag, 4. April 2014

Vorbeiene Krise in Spanien: Die Immobilienpreise

Heute habe ich folgende treffende Zusammenfassung der offiziellen Verlautbarungen zur Immobiliensituation in Spanien gelesen:
2003 - es gibt keine Blase
2004 - es gibt keine Blase
2005 - es gibt keine Blase
2006 - es gibt keine Blase
2007 - es gibt keine Blase
2008 - es gibt keine Blase
2009 - wir haben die Talsohle erreicht
2010 - wir haben die Talsohle erreicht
2011 - wir haben die Talsohle erreicht
2012 - wir haben die Talsohle erreicht
2013 - wir haben die Talsohle erreicht
2014 - wir haben die Talsohle erreicht

Und hier ist eine Graphik, die das Ganze bildlich wiedergibt:
Hahaha, ne? Ich ordne diesen Beitrag aber trotzdem nicht unter "Spaß oder Ernst" ein.
P.S.: Die Graphik habe ich, wie Ihr sicher ahnt, rasch selbst erstellt. Ich weiß nicht, was man im Internet kopieren darf und was nicht. Aber die Graphiken, die man googeln kann, sehen - was die Form betrifft - auch nicht viel anders aus.

Mittwoch, 2. April 2014

Aus meinem Leben

Als ich so dreizehn, vierzehn war, also vor fast vierzig Jahren, als es noch keine Handys gab und auch kein Whats App, ging ich mehrmals die Woche abends zum Schwimmtraining. Im Sommer fuhr ich mit dem Fahrrad, im Winter ging ich zu Fuß und mein Vater holte mich mit dem Auto ab. Es kam aber vor, dass er aus beruflichen Gründen verhindert war und nicht rechtzeitig kommen konnte. Die anderen Mädchen wurden dann abgeholt und ich stand allein auf dem dunklen, verlassenen Hof und wartete noch ein Weilchen, bis ich mich zu Fuß auf den Heimweg machte. Ich war ein ängstliches Mädchen. Auf dem ersten, schwach beleuchteten Wegstück waren links Kleingärten, rechts ein Bahndamm. Dann kamen Büsche, dann ging es über eine kleine Eisenbahnbrücke, über eine vierspurige Straße, dann links ein weitläufiger Park, rechts zuerst eine Seniorenresidenz, dann eine Kirche. Hier war abends niemand unterwegs. Dann ging es ein Stückchen durch ein Wohngebiet, in dem auch kein Mensch auf der Straße war. Auf der anderen Seite des Wohngebiets kam links ein großes Einkaufszentrum, das um diese Uhrzeit längst geschlossen hatte, auf der rechten Seite ein ehemaliges Fabrikgelände. Ja, wie aus einem Horrorbuch. Dann ging es in eine Straße mit vier-, fünfstöckigen Häusern, dazwischen dunkle Hofeinfahrten. Dann über eine lange Eisenbahnbrücke...
Ich war ein ängstliches Mädchen und aus Gründen, die mir nicht bekannt sind, lag bei uns zuhause in der Küche in einem Schrank ein italienisches Springmesser von der Sorte, wo die Klinge vorn rausspringt. Ich begann, dieses Messer nach Einbruch der Dunkelheit mitzuführen. Es gab mir Sicherheit. Ich trug es im Ärmel meiner Winterjacke, direkt über dem Handgelenk. Ich übte die Verwendung wie einen Zaubertrick: Ich ließ das Messer in meine Handfläche gleiten, betätigte mit Daumen und Zeigefinger den Mechanismus, die Klinge sprang heraus. Es funktionierte perfekt. Es war sehr einfach. Meine Mutter wusste davon und meinte, das Messer wäre gefährlich, ich würde einem potenziellen Angreifer eine Waffe liefern, aber ich hatte mir das schon überlegt. Er würde das Messer gar nicht zu Gesicht bekommen. Ich probierte an einem Sauerbraten, den meine Mutter eingelegt hatte. Gar nicht weit ausholen, kurz und mit aller Kraft, in einer Bewegung von unten nach oben. Im Erstfall unterhalb der Rippen.
Dann geschah es eines Tages tatsächlich. Jemand folgte mir. In der Straße mit den hohen Häusern und den dunklen Hofeinfahrten bemerkte ich es. Ich lief abwechselnd schneller und langsamer. Jemand folgte mir. Um nach Hause zu gelangen, musste ich nach rechts abbiegen, über die spärlich beleuchtete, völlig verlassene, lange Bahnbrücke mit den schmalen Bürgersteigen gehen, auf der ich nicht nach den Seiten ausweichen konnte. Die andere Möglichkeit war geradeaus weiterzugehen, an Bahnanlagen entlang, die in völliger Dunkelheit lagen, dann wären nach einer Weile Bahngebäude und der Bahnhof gekommen. Ich überlegte mir, zum Bahnhof zu gehen und dort von einem Münzfernsprecher aus meine Mama anzurufen. Aber da musste ich an den ausgedehnten Bahnanlagen vorbei. Wenn ich nach rechts auf die Brücke abbog, würde mich mein Verfolger eine Weile nicht sehen, bis er selbst die Ecke erreicht hatte und in dieser Zeit könnte ich rennen und hätte einen gewissen Vorsprung und vielleicht würde ich schneller und ausdauernder rennen können oder es wäre ihm einfach zu blöd, mir hinterher zu laufen. Ich ging also normal auf die Straßenecke zu, bog ab und rannte um mein Leben. Ich hatte erst wenige Meter zurückgelegt, als mein Vater mit dem Auto kam. Ich überquerte die Straße und stieg ein.
Zwei Jahre später wurde ein Mädchen aus unserer Straße umgebracht, das im Winter am frühen Abend auf dem Heimweg von einem Kurs war. Dieses Verbrechen wurde niemals aufgeklärt. Jemand hat im Internet ein virtuelles Kerzchen für sie aufgestellt, das ich schon ein paar Mal angezündet habe. Es brennt dann zwei Wochen lang.
Ja, diese Geschichte ist wahr.  

Samstag, 29. März 2014

Gruß aus der Küche: Entrante de Marisco - Meeresfrüchtedip

So, ich habe das Menü aus dem Restaurant letzten Sonntag nachgekocht, bis auf den Arroz de Bogavante, den Reis mit Hummer, weil ich noch keinen gescheiten Hummer gefunden habe. Alles andere wurde gemacht und fotografiert. Beginnen wir heute mit dem Amüs Göll. Okay, ich suche, wie man's richtig schreibt: Beginnen wir heute mit dem Amuse Gueule, dem Meeresfrüchtedip. 
Vor ein paar Jahren war auf der Packung des spanischen Bimbo-Brotes (Pan Bimbo nennt man in Spanien das Sandwich-Brot) ein Rezept für "Entrante de Marisco", das ungefähr so schmeckte wie der Gruß aus der Küche im portugiesischen Restaurant. Ich hatte es mir damals ausgeschnitten und schon öfter gemacht. Rezepte auf Packungen sind normalerweise immer gut und ziemlich unfehlbar, oder? Also, hier ein Blick auf die Zutaten:
2 hartgekochte Eier, 1 Dose Anchovis, 1 kleine Dose Muscheln, abgetropft, 6 Surimi-Stäbchen, 4 Esslöffel Mayonnaise. Alles in eine Schüssel schmeißen und pürieren. Fertig. Praktisch für die Osterzeit: Man bringt zwei hartgekochte Eier unter die Leute. Was macht man mit dieser Creme? Man kann sie als Dip servieren, auf Canapés oder Sandwiches streichen und so weiter. Sehr einfach, gell?
Und so sieht es dann fertig aus, so sah es auch im Restaurant aus:  
 Welches der beiden Fotos gefällt Euch besser?

Dienstag, 25. März 2014

Essen gehen

Wir waren mal wieder essen und zwar in einem portugiesischen Restaurant in unserem Ort in Spanien. Es war uns von Freunden empfohlen worden, wir hatten schon öfter Gutes darüber gehört. Wir hatten reserviert und das war auch nötig, denn die etwa 30 Plätze waren, als wir ankamen, alle entweder besetzt oder reserviert. Die Dekoration entspricht einer etwas gehobenen Dorfwirtschaft: Sauber, weiße Wände mit Balken und alten Schwarzweiß-Fotos aus Portugal. Schlicht und schön.
Die Bedienung war sehr ansprechend: Eine ältere Dame empfing uns und führte uns zu unserem Platz. "Waren Sie schon einmal hier?" fragte sie. "Nein," antworteten wir. Sie erklärte uns nun ganz ausführlich die Speisekarten und welches ihre Spezialitäten seien usw.
Wir waren zu viert und bestellten als Vorspeise Buñuelos de Bacalao (Kabeljaukrokettchen) und als Hauptgericht einen Arroz con Bogavante, einen Reis mit europäischem Hummer, das ist ein Gericht, das hier zurzeit sehr in Mode ist. Wir rechneten nicht damit, Nachspeisen zu bestellen, denn in portugiesischen Restaurants in Portugal sind die Portionen normalerweise riesig. Die Omi (man fühlte sich wirklich, als wäre man bei einer besonders lieben Omi zu Gast) wies uns darauf hin, dass das Reisgericht speziell für uns zubereitet würde (der Laden ist für seinen Reis berühmt) und dass das etwa 25 Minuten dauern würde. Das war uns recht.
Eine junge, schweigsame Bedienung brachte uns einen Gruß aus der Küche in Form von winzigen Glasschüsselchen mit jeweils eineinhalb Teelöffel Creme de Mariscos, Meeresfrüchtencreme, in denen kleine, gewürzte Brotstangen steckten. Das war lecker, nett und witzig. 
Wie Ihr wisst, kommt in Portugal vor dem Essen normalerweise Brot und statt Butter eine Anchoviscreme oder eine Thunfischcreme auf den Tisch. Die Creme ist manchmal in Portiönchen abgepackt, so, wie die deutschen Marmelädchen, nur ein bisschen größer. Hier war sie frisch gemacht. 
Dann kamen die Kabeljaukrokettchen zu 11,95 Euro. Auf der iberischen Halbinsel geht man normalerweise davon aus, dass Vorspeisen zum Teilen sind und nicht jeder Esser eine hat. Es waren also sechs Krokettchen, die um zwei Salatblätter und zwei Tomatenscheiben herum lagen. Gemäß der neuen EU-Verordnung wurden dazu Essig und Öl statt in Flaschen in eingeschweißten Einzelportionen serviert. 
Wenn man sieht, dass da vier Esser sitzen, wie kann man denn da sechs Krokettchen bringen? Kann man da nicht aus Gnade und Barmherzigkeit noch zwei dazu legen??? Oder man berechnet sie. Naja gut, bei einem Preis von zwei Euro pro Krokettchen wären wir da ja schon bei 16 Euro für acht kleine Krokettchen. Wie waren sie im Geschmack? Normal. Es fiel mir allerdings auch schwer, mich auf den Geschmack zu konzentrieren, denn es war etwas peinlich, die Krokettchen aufzuteilen, das hatte so etwas Armseliges, und dann kam noch der Kampf mit den verschweißten Essig- und Öltütchen hinzu.
Dann wurde das Hauptgericht serviert. Wir hatten noch nie zuvor Arroz con Bogavante gegessen und freuten uns darauf. Hummerbesteck wurde gebracht, die Vorfreude stieg. Der Preis des Gerichts für vier Personen: 49,95 Euro. Eine große Schüssel wurde gebracht, in der sich der Reis und ein sehr kleiner, in vier Teile geteilter europäischer Hummer befanden. Der Koch kam aus der Küche und servierte persönlich stolz den Reis und den Bogavante. Das war eine nette Geste. Um es kurz zu machen: Der Hummer war völliger Müll. Er war total zerkocht ... ich weiß gar nicht, wie man den so hinbringen kann. Es war, als hätte er vorher ein, zwei Jahre uneingepackt in der Tiefkühltruhe verbracht, aber das kann ja wohl nicht sein, denn dieses Gericht ist eine der Spezialitäten des Hauses. Auf jeden von uns kamen etwa eineinhalb Kaffeelöffel ausgelaugtes Hummerfleisch. Für unsere 50 Euro hatten wir also praktisch nichts anderes als eine Schüssel voll Reis. Völlig zerkochten, versalzenen Reis. Billigen Langkornreis. 
Der Koch hatte uns erklärt, dass er seinen Reis in einer speziellen Fischbrühe gekocht und mit Cilantro/Koriandergrün gewürzt habe. Cilantro ist ein sehr intensiv schmeckendes Kraut, das so ähnlich aussieht wie Petersilie und das ich sehr gerne mag. Ich konnte dieses Gewürz im Arroz con Bogavante nicht erschmecken. Gar nicht. Auch nicht, als ich wusste, dass es drin war. Im Reis waren winzige, also wirklich winzige, Elemente, die wie Bruchteile von getrocknetem Dill aussahen. Da das Gericht auch nicht nach Dill schmeckte, nehme ich mal an, dass es sich dabei um den Cilantro handelte.
Ihr wisst, dass ich mild und auch salzarm koche, dass ich also leicht schon mal was für "Versalzen" erkläre. Aber dieses Gericht war völlig versalzen. Wir haben sogar einen objektiven Beweis dafür: Am nächsten Vormittag, als der Körper das durch das Salz eingelagerte Wasser anscheinend wieder freigab, mussten mein Sohn und ich pinkeln wie die Weltmeister, bei meinem Gatten trat dieser Effekt gegen Abend ein. Und wieso war der Reis denn zerkocht??? Wir saßen doch am Tisch und warteten darauf. Da hätten sie ihn doch einfach fünf (oder zehn!!!) Minuten eher gebracht. Und wie kann man denn für ein Gericht, bei dem der Reis derartig im Mittelpunkt steht, einen so minderwertigen Reis verwenden??? Das ist am falschen Ende gespart.
Als wir mit dem Arroz con Bogavante fertig waren und sich kein Reiskorn mehr in der Schüssel befand, sagte mein Gatte: "So, und jetzt ein schönes Steak!" Hahahaha.
Den Gefallen haben wir den Wirtsleuten aber nicht getan und bestellten stattdessen noch eine Nachspeise, und zwar Baba de Camelo, Kamelsabber, ein Dessert, das anscheinend in Portugal grad groß in Mode ist. Der Name ist irreführend, es ist lecker. Ich habe schon das Rezept dafür gefunden, ich werde Euch mehr davon erzählen.
Zusammenfassung: Die Bedienung war erstklassig. Dass der Koch aus der Küche kommt, um zu servieren, das war eine gute Idee. Die Krokettchen waren widersinnig, der Reis war schlecht. Der Nachtisch war lecker. Vorspeise und Hauptgericht waren heillos überteuert. Schade. Gesamtpreis: 105 Euro, ungefähr das Doppelte von dem, was ich für angemessen gehalten hätte. Ich werde das komplette Gericht nachkochen, aber ordentlich, und Euch Infos dazu hochladen.

Sonntag, 23. März 2014

Frühlingsanfang

Ja, der Frühling hat angefangen und auch an unserem Garten geht er nicht spurlos vorbei... 
Hier ein paar Bilder:
                                                               
  SAKURA!!!


Zahllose Bienen umschwirren den Baum und abends duftet er herrlich.
Unser japanischer Kirschbaum hat eine Besonderheit: Er war jahrelang der einzige in unserer Siedlung, der nicht blühte. "Nicht blühte" im Sinne von keine einzige Blüte. Aber das holt er jetzt alles nach. Er blüht wie bekloppt. 
 Hier noch eine Nahaufnahme
Und die Osterglocken stehen in voller Pracht... 
 Letztes Jahr hatten wir über 150 Blüten, dieses Jahr habe ich sie noch nicht gezählt, es dürften aber ungefähr genauso viele sein.
Allgemeiner Blick auf unseren Vorgarten. Die Forsythie links müsste mal von unten heraus verjüngt werden. 
Und auf unseren hinteren Garten. Diese beiden Bäume stehen auf dem Nachbargrundstück, wir dürfen sie aber trotzdem betrachten.

Dienstag, 18. März 2014

Der Chinese ist weg

Ja, Leute, der Chinese ist weg. An meine alten Blogeinträge, in denen ich Euch davon erzählte, dass der Chinese kam, werdet Ihr Euch nicht mehr erinnern, und jetzt ist er weg. Ich fasse deshalb kurz zusammen: In unserer etwas abgelegenen Siedlung in Spanien gab es sei eh und je ein Lebensmittelgeschäft, das früher sehr gut lief und seine Besitzerin reich machte. Dann wurde unsere etwas abgelegene Siedlung systematisch von Supermärkten umstellt. Es begann mit einem Leclerc, es folgte ein Día, dann ein Aldi, ein Mercadona, und schließlich ein guter Lidl mit angeschlossenem schönem Fischladen. Die erfolgreiche Gründerin des Supermarktes warf das Handtuch schon kurz nachdem der Leclerc aufgemacht hatte. Anschließend hatte der Laden einen Pächter nach dem anderen. Wenig überraschend machten alle pleite.
Nun gibt es in unserer Siedlung, abgesehen von den Leuten, denen der Supermarkt wurscht ist, zwei Fraktionen: die einen wollen, dass das Lädchen bleibt, weil es so praktisch ist und in Gehweite. Die andere Fraktion hasst die Vermieterin des Lädchens, die ihre Pächter regelmäßig abzockt, und wünscht deshalb ein rasches Scheitern der hoffnungsvollen Geschäftsleute, damit der Laden leer steht und der Besitzerin keine Einnahmen generiert.
Vor zwei Jahren ungefähr kam nun der Chinese, der sein Geschäft in chinesischer Weise führte: an jedem Tag praktisch rund um die Uhr geöffnet. Nee, ich übertreibe ein wenig. Er hatte, glaube ich, von morgens um zehn bis abends um elf geöffnet, an allen Tagen, nur sonntags nachmittags hatte er, glaube ich, geschlossen.
Sein Sortiment hatte natürlich wenig mit dem Sortiment der alten Besitzerin gemeinsam, die frischen Fisch, bestes Fleisch und herrliche Früchte anbot, weil sie genug Kunden hatte, die ihr die Waren jeden Tag abnahmen.
Der Chinese hatte keinen frischen Fisch. Das einzige Fleisch, das er in der Auslage liegen hatte, war Hähnchen, das er vorher bei Lidl geholt hatte. Der geringe Umsatz ermöglichte es auch nicht, reichlich schönes Obst und Gemüse zu bevorraten.
Ich hatte mir echt und ernsthaft vorgenommen, gar nicht erst anzufangen beim ihm einzukaufen, weil ich fürchtete, dass er nett war und dass es mir dann leid tun würde, wenn er, wie vollkommen absehbar, pleite machen würde. Ich ging dann aber doch hoch und er erwies sich als sehr nett und hatte eine sehr nette Familie. Ich war diejenige, die ihm verriet, dass vor ihm schon x andere Leute mit dem Lädchen gescheitert waren, das hatte ihm die Vermieterin nämlich nicht erzählt und sonst auch keiner. Ich war diejenige, die ihn darauf hinwies, dass sein Scheitern unausweichlich war. 
Früher hatte man hoch gehen können, wenn man nicht wusste, was man kochen sollte. Man schaute, was es Leckeres gab und richtete den Speiseplan danach. Zum Chinesen ging ich nur wenn ich frisches Hähnchen für meinen Arroz con Pollo wollte. Dann konnte man sich auf das frische Hähnchen auch nicht mehr verlassen. "Ich habe tiefgefrorene Hamburger," sagte er mir einmal verlegen, aber tiefgefrorene Hamburger sind ein Produkt, das mir nicht in die Küche kommt (Nee, auch nicht im Notfall. So einen Notfall, in dem man tiefgekühlte Hamburger benötigt, gibt es in meiner Welt nicht.) Darauf, dass das Gemüse immer frisch war, konnte man sich auch nicht verlassen, und darauf, dass er einen Krautkopf hatte, wenn man einen wollte, auch nicht.
Ich schämte mich in Grund und Boden, wenn ich in den Laden ging und nichts von dem, was ich wollte, war verfügbar (z.B. eine rote Paprikaschote und eine Zitrone). Also hörte ich auf, bei ihm zu kaufen.
Und dann war er vor drei Wochen von einem Tag auf den anderen verschwunden, der Laden zu. Er hatte den letzten Kunden eine rührselige Geschichte erzählt und seiner Vermieterin, die am nächsten Tag noch ein paar der verderblichen Lebensmittel verkaufte, versprochen, er würde bald wiederkommen. Auf rührselige Geschichten, die mit der Familie zu tun haben, fahren die Spanier total ab. Da wird echt alles geglaubt. Da hat unser Chinese die spanische Mentalität völlig korrekt eingeschätzt. 
"Ich kann heute nicht zur Arbeit kommen. Meine Großtante hat leichtes Fieber und ich muss sie zum Arzt begleiten," ist in Spanien Standard, insbesondere unter Beamten und auf dem Land. Alles andere würde als Grausamkeit gegen einen älteren Menschen empfunden. Das Leben und das letzte Hemd für die Familie zu opfern, das ist das Mindeste, was erwartet wird.
Und da hat unser in Rede stehender Chinese also so eine Geschichte erzählt. Und sie wurde von jedem, mit dem ich gesprochen habe, geglaubt. Ich habe mit etlichen/vielen Leuten gesprochen und ich habe das Gefühl, alle haben ihm die Geschichte geglaubt. Aber bei mir kam meine deutsche Mentalität durch, die deutsche Härte, die in Spanien gar nicht gut ankommt. Ich habe dem Chinesen die Geschichte nicht abgenommen. Ein Chinese schaltet seinen Verstand in wirtschaftlichen Dingen nicht völlig ab, da steht er dem Deutschen näher als dem Spanier, glaube ich zumindest. Der Chinese (Ist Euch übrigens schon mal aufgefallen, wieviel Ausländer investieren müssen, an Zeit, an Freundschaft, bevor sie nicht mehr der Chinese, der Türke oder die Deutsche sind? Bevor sie einen Namen bekommen und ihre Herkunft zweitrangig wird??? Der Chinese hatte einen Namen.), der Chinese also, dessen Namen ich hier nicht herschreiben möchte, weil ich denke, irgendwann mal findet jemand, der mich hier kennt und der deutschen Sprache mächtig ist, zufällig meinen Blog und dann möchte ich nicht wie ein völliger Depp dastehen -, der Chinese also, muss völlig ruiniert sein. Die Miete, die er für den schrottigen Laden zahlte, war abartig hoch. Dazu kommen noch sonstige Kosten und Sozialabgaben ... Ich hatte seiner Vermieterin einmal, als ich sie beim Spazierengehen traf, gesagt, dass die Miete unmöglich hoch sei und dass ich mir nicht erklären könne, wovon ihr Mieter lebt. "Er kann die Miete bezahlen, also ist sie nicht zu hoch," antwortete sie mir. "Und außerdem können chinesische Familien von 300 Euro im Monat leben," sagte sie mir. Leute, ich hätte ihr irgendwie Kontra geben müssen, den Chinesen verteidigen müssen, aber ich bin total auf den Mund gefallen. Mir fällt da keine Antwort ein. Ich sage dann feige: "Naja, so wird's wohl sein."
Und jetzt ist er weg, der Chinese. Sein Lieferwagen steht noch vorm Laden.
Eine Freundin von mir war bei der Vermieterin, um die Schulden, die sie im Laden hatte, zu begleichen. Es ist nämlich so, dass in unserer Siedlung viele Leute wohnen, die Haushälterinnen haben und die Haushälterinnen gehen dann einkaufen, bezahlen aber nicht, und die Herrinnen gehen von Zeit zu Zeit, wenn ihnen der Sinn danach steht, in den Laden und bezahlen. Meine Freundin hat erzählt, sie hätte bei der Vermieterin einen ganzen Packen unbezahlter Schuldscheine gesehen. Die Vermieterin hat ihr gesagt, sie wüsste nicht, was sie machen sollte, wenn bald die Stromrechnung käme, die wäre nämlich sehr hoch und wenn sie sie nicht bezahlen würde, würde der Strom für die Kühlvorrichtungen abgestellt. Sie glaubt die Geschichte des Chinesen und seiner Rückkehr. Ich bin echt die Einzige, die glaubt, dass sich dieser Mann und seine Familie nicht mehr blicken lassen werden. Wir werden sehen.

Donnerstag, 6. März 2014

Lustiger Wortwechsel

Mein Sohn erzählte, dass ein Bekannter von ihm morgen ein Vorstellungsgespräch als Schweinebesamer hat. Daraufhin fiel meinem Gatten einer seiner alten Lieblingswitze wieder ein. Für den Fall, dass Ihr den Witz noch nicht kennt: Ein Mädchen führt einen Stier einen Weg entlang. Ein Mann kommt entgegen und fragt: "Wo gehst du denn hin mit dem Stier?" "Der soll die Kuh besteigen", antwortet das Mädchen. "Kann das nicht dein Vater machen?" empört sich der Mann. "Nein, es muss der Stier sein", entgegnet das Mädchen. Hahahahahahahahahahaha. Gut, ne?

Dienstag, 4. März 2014

Immobilienpreise in Spanien: Die Bodenbildung

Ja, liebe Freunde, ich habe schon ewig nichts mehr über den spanischen Immobilienmarkt geschrieben, Ihr habt Euch vielleicht gewundert. Aber ich sage Euch wieso: Bei uns laufen Irre durch die Straßen und murmeln wirre Zahlen. Das findet Ihr interessant. Bei uns laufen Irre durch die Straßen und murmeln wirre Zahlen. Das findet Ihr interessant. Bei uns laufen Irre durch die Straßen und murmeln wirre Zahlen... Deshalb. Das war eine Kurzbeschreibung des spanischen Immobilienmarktes in den letzten Jahren.
So, also. Wie immer vom Allgemeinen zum Besonderen, Zahlen und Graphik, wie immer, von www.fotocasa.es:
grafica
Ich empfehle Euch diese Website, da könnte Ihr Euch auch die Preise für bestimmte Zeiträume und bestimmte Gegenden anschauen. 
Preisrückgang seit der Spitze im April 2007: 41,3 Prozent. HALLO!!! Habt Ihr das gelesen? 41,3 Prozent. Happig, ne? Derzeitige Fallgeschwindigkeit: um 0!!! Sollte das tatsächlich die Bodenbildung sein? Ich glaub's nicht. Ich glaube, es handelt sich höchstens um einen vorläufigen Boden, denn die jungen Menschen mit ihren reduzierten Löhnen können auch die um 40% reduzierten Preise nicht stemmen. Zumal zu jedem Kaufpreis noch knapp fünfzehn Prozent an Steuern, Gebühren etc. hinzukommen. Es gibt noch mehrere andere Gründe, aus denen ich glaube, dass der endgültige Boden nicht erreicht ist, die alle aufzuzählen würde aber zu weit führen (Immigranten verlassen das Land wieder, Spanier müssen das Land verlassen, um Arbeit zu suchen, umgekehrte Bevölkerungspyramide, massenhaft Einzelkinder, die Wohnungen erben etc., etc.).
So, und nun lasst mich zu den Immobilien kommen, die ich seit drei Jahren gemeinsam mit Euch beobachte (Ihr könnt rechts auf "Immobilien in Spanien" klicken, um die alten Einträge zu lesen). 
Der Grund, warum ich das Thema Immobilien heute aufgegriffen habe, ist, dass am 1. März mal wieder ein Haus wie unseres auf den Markt gekommen ist. Geforderter Preis: 270.000 Euro. Meiner Meinung nach ist das "priced to sell", wie die Amerikaner sagen, also ein für den Käufer interessanter Preis. Ich würde es zu diesem Preis aber auch nicht kaufen, denn, wie gesagt, meiner Meinung nach ist noch deutlich Luft nach unten. Der Rekordpreis, zu dem ein derartiges Haus hätte verkauft werden können und um ein Haar verkauft worden wäre, war 400.000 Euro. Warum ging die Transaktion in die Hose? Die potenziellen Käufer schauten sich das Haus an, einigten sich mit den Verkäufern auf 400.000 Euro und ließen dann vier Wochen nichts mehr von sich hören. Dann kamen sie und wollten den Kauf unter Dach und Fach bringen. Da wollten die Verkäufer aber schon 480.000 Euro. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Die Käufer wendeten sich empört ab und das war's dann auch schon. Das in Rede stehende Haus war zuletzt für 360.000 Euro auf dem Markt, da wollte es aber auch keiner. Die Verkäufer haben es vom Markt genommen, weil es 360.000 Euro wert ist und niemand bereit ist, diesen Preis zu zahlen. Dieses Haus ist aufgrund ausgeführter Verbesserungen wohl 20-30.000 Euro mehr wert als das, das jetzt für 270.000 Euro angeboten wird. Also, dies zum Thema "Häuser wie unseres".
Der Immobilienmakler, mit dem ich im Juni 2012 gesprochen habe, Link hier, im Juni 2012 also, als in der Innenstadt 400 Immobilien mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3500 Euro angeboten wurden, und der behauptete, dass die Preise in der Innenstadt nicht sinken würden, hat seine Pforten geschlossen. Zurzeit werden ebendort 490 Immobilien zu einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2800 Euro angeboten. Einfach zu berechnen, ne? Das ist ein Minus von genau 20% beim Preis und ein Plus von über 20% beim Angebot. In nicht einmal 2 Jahren. Wow.
Und was ist aus unseren beobachteten Immobilien geworden? Kurzfassung: In den letzten drei Jahren wurde keine einzige davon verkauft. An den Reihenhäusern ist kein Schild, keins wurde verkauft. An der Wohnung mit der Festbeleuchtung ist auch kein Schild mehr, sie wurde aber auch nicht verkauft (Preis von 98.000 runter auf 59.000, wollte sie auch keiner, also wieder rauf auf 98.000, dann wurde sie vom Markt genommen). 
Das Haus unserer Bekannten wurde auch nicht verkauft, hat aber noch sein "Se Vende"-Schild, denn sie wollen es wirklich loswerden.  
Leute, ich hab' gerade noch mal gecheckt: Das Haus wie unseres kostet auf einer anderen Webseite nur 250.000!!! Das ist wirklich billig im Vergleich zu den übrigen auf dem Markt befindlichen Objekten. Kauft's, bevor's weg ist! (Spässle) Ich glaube, dieses Haus gehört einer Freundin meiner Nachbarin. Es kann sein, dass ich herausbringe, wie viel dafür gezahlt wurde, falls es irgendwann tatsächlich den Besitzer wechseln sollte. Es ist auf jeden Fall das preisgünstigste Objekt von allen, die in unserem Ort angeboten werden. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, aber Ihr seht ja, da gibt es nicht viel auf dem Laufenden zu halten, obwohl 250.000 wirklich relativ billig ist. Wenn etwas wirklich relativ billig ist, wird es normalerweise schnell gekauft. Ya veremos. 
Ein anderes Haus in unserer Straße, das deutlich größer und moderner und luxuriöser als unseres ist, hat folgenden Preisverlauf hinter sich: Vor vielen Jahren (zehn?) wurde es gebaut und für 600.000 Euro auf den Markt gebracht. Niemand wollte es. Der Verkäufer verzweifelte fast und bot es schließlich vor ein paar Jahren (vier?) für 400.000 Euro "zum Selbstkostenpreis" an. Jetzt steht es wieder für 550.000 Euro im Internet. Interessant, ne? That's Spain for you.

Dienstag, 25. Februar 2014

Kommunionkinder 2014 - Das fand ich interessant

Am Sonntag wurden im Gottesdienst die Kommunionkinder des Jahres 2014 vorgestellt. Die Präsentation stand unter dem Motto "Unser Weg durch das Leben". Die Kinder hatten ein paar Rucksäcke, Schlafsäcke, Wanderschuhe etc. dekorativ angehäuft und sollten nun dem Pfarrer ein paar Fragen beantworten, was alle auch pflichtschuldig taten. Bis auf einen Jungen: "Möchtest du, dass Jesus dich auf deinem Weg durchs Leben begleitet?" fragte der Pfarrer. "Nein", antwortete der Kommunionbub. "Willst du den Weg gehen, den Gott dir aufzeigt?" hakte er nach. "Nein", antwortete das Kind. Überraschtes Schweigen, dann leises Lachen der Gemeinde. Dem Pfarrer blieb offensichtlich die Sprache weg. Er hatte ja auch wirklich mit einem Heimspiel rechnen dürfen. Vielleicht hätte er mal in die Runde fragen sollen: "Gibt es hier noch jemanden, der die Begleitung Jesu nicht wünscht?" 
Selbstverständlich war es richtig, das Kind, die Eltern und die Katecheten nicht weiter zu befragen, aber der Zwischenfall hätte doch interessante Möglichkeiten geboten, die leider ungenutzt blieben.

Sonntag, 9. Februar 2014

Vorbeiene Krise in Spanien - Ich weiß nicht, das ist mir nicht bekannt, ich habe meinem Mann vertraut

Die spanische Königstochter Cristina wird des Steuerbetrugs und der Geldwäsche beschuldigt. Gestern hat sie vor Gericht ausgesagt. Und zwar folgende Worte: "Ich weiß nicht", "Das ist mir nicht bekannt" und "Ich habe meinem Mann vertraut". So antwortete sie auf ein paar hundert Fragen. Auf dem Weg ins Gericht zeigte sie ein strahlendes Lächeln. Sie muss nichts befürchten. Ihr größter Verteidiger ist der Staatsanwalt. Er fragte sie: "Wissen Sie, warum Sie wegen Steuerbetrugs vor Gericht stehen?" "Nein", antwortete sie. "Ich auch nicht", sagte der Staatsanwalt. Hahahaha, oder? Als sie aus dem Gericht kam, strahlte sie noch mehr. Ihr Anwälte lobten sie und sagten, ganz sicher sei es ihr gelungen, das Volk von ihrer Unschuld zu überzeugen.
Ich weiß nicht, wie ihr Grinsen im zornigen Volk angekommen ist. Ich glaube nicht, dass sie als Sündenbock hingestellt wird, sie ist vielmehr ein Symbol. Die Monarchie soll doch ein Symbol für den Staat sein, oder? Und das ist sie ja: Steuerbetrug, Geldwäsche.Volksvermögen in die eigene Tasche stecken.
Und das Symbol antwortet nun symbolisch, es wüsste von nichts und überhaupt. 
Warum entschuldigt sie sich wohl nicht? Warum zahlt sie die unrechtmäßig erworbenen Gelder nicht zurück? Fragen über Fragen. 

Freitag, 7. Februar 2014

Hurra! Die Krise in Spanien ist vorbei!

Ja, Leute, die Krise in Spanien ist vorbei. Endlich! Die größte spanische Bank, die Banco Santander, hat im vergangenen Jahr einen Reingewinn von 4,37 Milliarden Euro erzielt. Ich darf mal rasch aus einem Artikel im manager magazin online zitieren: "Gestützt wurde das Ergebnis [...] vom guten Geschäft mit spanischen Staatsanleihen. Die Banken des Landes profitieren davon, dass sie billig Geld von der Europäischen Zentralbank bekommen, das sie dann in höher verzinste Anleihen ihres Heimatlandes stecken." Hier ist der Link. Die zweitgrößte spanische Bank, BBVA, hat es auch auf 2,22 Milliarden Gewinn gebracht. Wahrscheinlich mit derselben Methode. Als Laie in wirtschaftswissenschaftlichen Sachen fragt man sich, warum die EZB das Geld nicht direkt dem spanischen Staat gibt, warum die Banken Milliarden dafür kassieren, dass sie das Geld weiterreichen. Mit Politikern oder ihren Verwandten und Bekannten in Bankenaufsichtsräten kann das nichts zu tun haben, oder? Naja, iss egal.
Auch von der Beschäftigungsfront gibt es gute Nachrichten: Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen in Spanien um 184.000 gestiegen. Das ist der niedrigste Anstieg in einem Januar seit sieben Jahren. Es geht überall aufwärts. Auch unsere Stromrechnung ist mittlerweile in schwindelerregende Höhen gestiegen. Für die vergangenen zwei Monate haben wir 175 Euro bezahlt. Für Spanien ist das sehr hoch, denn im Jahr 2008 haben wir für zwei Monate noch 70 Euro bezahlt (ich habe mir extra die Mühe gemacht und eine alte Stromrechnung gesucht). Ich habe mit ein paar Bekannten über die Höhe ihrer Stromrechnung gesprochen und sie wussten alle genau was sie bezahlt hatten, alle waren geschockt gewesen, als sie die Rechnung gesehen hatten. Sie haben zwischen 112 Euro (alleinstehende Witwe) und 200 Euro (Vater, Mutter, zwei Kinder) bezahlt. Bitte bedenkt, dass diese Leute seit 2008 deutliche Einkommenseinbußen hingenommen haben, bei deutlicher Erhöhung aller Steuern und Gebühren. 2014 soll der Strom nochmal teurer werden. Die Renten sollen um 0,25 Prozent steigen. Wie gesagt, es geht an allen Fronten doooiiitlich aufwärts. Vielleicht sollten wir uns auch mal ein paar Milliarden für 0,25 Prozent bei der EZB leihen und dann für 4,25 Prozent an den Staat weiterverleihen ... das wär' doch was, oder? Okay, Milliarden sind zu viel, aber bei einer Million wäre das auch schon ein Gewinn von 40.000 Euro pro Jahr...

Montag, 3. Februar 2014

Ich habe echte französische Madeleines gebacken!

Tadaaa! Da sind sie:
Im Supermarkt waren die entsprechenden Silikonbackformen für 5 Euro zu haben, da habe ich zugegriffen. Ich finde diese Madeleines zum Tee sooo elegant, deshalb hatte ich schon lange nach den Förmchen Ausschau gehalten. 
Und dann benötigte ich natürlich noch ein echt französisches Rezept und wie immer, wenn es echt französisch sein soll, begab ich mich zu Aurélies Blog http://www.franzoesischkochen.de/. Kennt Ihr diesen Blog? Ich finde ihn toll. Die Fotos sind wunderschön und Aurélie schreibt so lieb, eine gute Inspiration. Hier ist der Link zu Aurélies Madeleine-Rezept. Ich fasse mal rasch zusammen (mit meinen Änderungen): 3 Eier mit 120 g Zucker und 1 Esslöffel Honig mit der Küchenmaschine schlagen bis hellgelb. 100g Mehl mit 50 g gemahlenen Mandeln, 1 Teelöffel Backpulver und einer Prise Salz mischen und zugeben. 125 g geschmolzene Butter und 2 Esslöffel Rosenwasser oder Orangenblütenwasser, Amaretto, Cointreau oder sonst irgendein Aromawasser oder Likör ebenfalls unterrühren. Man kann auch mit abgeriebener Orangen- oder Zitronenschale würzen. Oder Kokos statt gemahlenen Mandeln? Leute, vielleicht auch mit ganz fein gehacktem kandiertem Ingwer??? Cointreau, Orangenschale und ganz dünner Schokoguss???  Den Teig vor dem Backen 10 Minuten ruhen lassen. Die Silikonform mit etwas Öl auspinseln und ein ganz kleines bisschen Zucker hineinstreuen. Den Teig hineingießen. Achtung, der Teig geht auf, jedes Förmchen nur zu 3/4 füllen. 15 Minuten bei 150º Grad im Umluftherd backen. Mit Ober- und Unterhitze 5 Minuten länger. Ich werde diese Dinger oft backen, ich sehe es kommen. Die Konsistenz ist himmlisch!
Dieses Rezept weist Änderungen im Vergleich zu Aurélies Rezept auf, das Originalrezept könnt Ihr ja oben anklicken. Ich habe aber auch, wie eine Kommentatorin des Rezepts, beobachtet, dass die zweite Ladung, die ja warten musste, während die erste buk, sich leichter verarbeiten ließ und besser wurde. Deshalb empfehle ich die Ruhezeit für den Teig, die es bei Aurélie nicht gibt. Sie empfiehlt auch nicht, die Förmchen einzufetten, aber da meine erste Ladung ein bisschen anhing, kam ich von selbst darauf. Yeah, gell? Ansonsten ist das Rezept wunderbar und geht super schnell. 

Montag, 27. Januar 2014

Preppers - Bereit für den Wasserausfall


So sieht es im Moment (14.00 Uhr) aus. Meint Ihr, das wird heute noch was mit der Wiederherstellung der Wasserversorgung? Ich konnte das Foto ungestört machen, die Arbeiter waren wohl gerade in der Mittagspause.
Wir haben mal wieder einen Wasserausfall in unserer Siedlung in Spanien. Ich muss Euch sagen, ich bin es langsam leid. Gerade habe ich wieder einen Eimer Wasser aus unserem Springbrunnen die Treppe hoch getragen, um die Toilette nachzuspülen.  
Was ist diesmal passiert? Der private Wachdienst, der hier nachts seine Runden dreht, bemerkte, dass Wasser die Straße herunterlief und benachrichtigte den privaten Wasserversorger, der dann gleich und ohne jede Vorwarnung den Hahn zudrehte. Dadurch hatten wir keine Gelegenheit, unsere Badewannen zu füllen und standen morgens ohne Waaassserrr!!! da. Ich hatte, wie ich Euch erzählt hatte, beim vorvorherigen Wasserausfall viele Kanister gekauft UND DAS WAR EINE SEHR GUTE IDEE, als ich dann aber die Garage aufräumte, dachte ich: "Ba, die nehmen so viel Platz weg, ich schmeiß' sie fort bzw. ich führe sie zurück in den Wertstoffkreislauf." Was ich dann auch tat. Gott sei Dank hat es in den letzten Tagen und Wochen viel geregnet und unser Springbrunnen ist voll. Wir sind zu viert im Haus. Bei meiner Freundin sind sie zu acht.
Mein Gatte hatte seine Schwester und ihre Familie zum Mittagessen eingeladen. Der Wasserversorger versicherte, dass wir zum Nachmittag wieder Wasser haben würden, also verschob er die Einladung auf den Abend. Aber nachdem wir die Baustelle persönlich inspiziert haben (siehe Bild oben), besteht unserer Meinung nach kaum Hoffnung auf Wiederherstellung der Wasserversorgung am heutigen Tag und er hat sie mittlerweile ganz ausgeladen.
Leute, Preppers sind keine totalen Knallköpfe. Ich werde wieder Kanister kaufen und ich werde sie nicht wegschmeißen, auch wenn sie Platz wegnehmen!!! Ich hatte mir auch vorgenommen, eine große Regentonne zu kaufen, das habe ich auch nicht gemacht. Hier hatte ich schon einmal verschiedene Tipps für mich selber zusammen gefasst, an manche hatte ich mich gehalten, an andere nicht. 
Es werden hier übrigens gerade Gasleitungen verlegt und auch deshalb ist es ja ziemlich logisch, dass die Wasserversorgung immer mal wieder unterbrochen ist, weil die Gasleute Wasserleitungen beschädigen. Oder ist das nicht logisch? Kann es sein, dass es auch anders ginge? Da ich selbst es nicht besser machen könnte, muss ich wohl schweigen. Mein Gatte meint, solange der Gasanbieter nicht fertig ist mit Rohre verlegen, sollten wir unsere Maßnahmen für Wasserausfälle aufrecht erhalten, also Wasser lagern, Plastikteller bevorraten, feuchte Läppchen zum Hände reinigen bereit halten, etc. So, das war mal wieder ein Blogeintrag zum Dampfablassen. Neulich hatten wir übrigens auch einen Gasausfall, da fiel die Heizung aus. Gott sei Dank haben wir jedoch unseren Kaminofen und Holzvorräte etc., sodass uns das so ziemlich egal war. Preppers rule!
P.S.: Wie ging es weiter? Das Loch, das Ihr oben seht, war an der falschen Stelle. Ein neues Loch wurde gegraben, das war auch falsch. Dann wurde eine Verbindung von Loch B zu Loch A gegraben und die richtige Stelle gefunden. "Und wie soll das jetzt weitergehen?" fragte S. die Handwerker. S. ist ein Anwohner unserer Straße, der früher viel zu sagen hatte und wohl immer noch Autorität verströmt, obwohl er im Ruhestand ist. "Wir arbeiten bis zum Einbruch der Dunkelheit, dann gehen wir und kommen morgen wieder," antworteten die Handwerker. "Ihr holt Scheinwerfer und arbeitet weiter bis ihr fertig seid," ordnete S. an. Die Arbeiter gehorchten. Sie gingen Scheinwerfer holen und irgendwann am späten Abend hatten wir wieder Wasser. Juhuu!
Und noch etwas allgemeines, preppermäßiges: Wieviel Wasser sollte man bevorraten? Nach meiner Erfahrung 15 Liter Brauchwasser pro Person und Tag, zum Klospülen und so. Also für drei Tage und vier Personen 180 Liter. Dabei kann es sich um Regenwasser, Brunnenwasser oder Springbrunnenwasser etc. handeln. Dann noch 5 Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Für 2 Tage wären das 40 Liter, zum Trinken, fürs Kochen und für die Katzenwäsche. Wäsche wird keine gewaschen, Geschirr wird auch keins dreckig gemacht (Pappteller benutzen!), solange die Wasserversorgung nicht wiederhergestellt ist.

Sonntag, 26. Januar 2014

Dschungelcamp - die zweite und letzte, versprochen

Also, für mich ist Larissa jetzt schon die Dschungelkönigin der Herzen. Wer hätte das gedacht. Sie ist eine großartige Schauspielerin; zur Halbzeit von Ich bin ein Star - Holt mich hier raus hat sie uns schon fast die gesamte Skala menschlicher Emotionen gezeigt. Toll! Sie ist humorvoll und amüsant. Nie hat sie gegen andere gehetzt und anderen offensichtlich Böses gewünscht, zumindest hat es uns RTL nicht gezeigt. Egal wie die Staffel ausgeht, ich könnte mir vorstellen, dass sie tatsächlich eine Zukunft im Schauspielbereich hat.
Dass Herr Julian Stöckel gehen musste, hat mich überrascht. Ich fand den unterhaltsam, zumindest sehr viel unterhaltsamer als die arme Tanja Schumann, eine Komikerin, die ungefähr so witzig ist wie ein Kieselstein - oder irgendein anderer Stein beliebiger Größe.
Das Eigentor, das sich der Wendler geschossen hat, als er das Camp freiwillig verließ, das war ... hmhm, ich muss grinsen, wenn ich daran denke. Und RTL hat es ja wunderbar ausgeschlachtet, um ihn noch ein bisschen weiter zu erniedrigen, indem man zeigte, wie er darum bettelte, zurückkehren zu dürfen.
Melanie Müller hat uns gestern ihren schönen Körper gezeigt. Ich finde sie gut. Die Reklame ist sicher gut für ihren Online-Sexshop. Ich sehe ihre Zukunft eher im geschäftlichen Bereich als im Showbusiness.
Gabby finde ich ziemlich schlimm. Eine erwachsene Frau, die sich ihren Lebensunterhalt mit Schnütchenziehen und nach Kindchenschema verdient. Neee.
Herr Glatzeder gibt den großen alten Mimen, der etwas Faustisches an sich hat. Das ist spaßig. Man hat das Gefühl, dass er sich schon so gut im Dschungelcamp eingelebt hat, dass man ihn ewig dort lassen könnte, dass es ihm egal wäre, ewig dort zu bleiben. 
Jochen macht einen netten, gutwilligen Eindruck. Man kann nur hoffen, dass er beruflich wieder Fuß fasst.
Wen gibt's noch? Ach ja, Mola. Oh weh! Oh weh! Was der wohl denkt, wenn er heraus kommt und sieht, wie er dargestellt wurde? Nämlich als Charakterschweinchen. Mein Mitzuschauer meinte, RTL hätte das nur so geschnitten, dass er so schlecht dasteht, aber ich denke, wenn er nicht so unfair gewesen wäre, dann hätte man ihn auch nicht so präsentieren können, oder? Wenigstens Teile des Materials muss er ja geliefert haben, oder?
Und dann ist da noch Marco. Er lächelt lieb. Ansonsten ist er wohl nur Füllmaterial wie Frau Schumann und Frau Drews. Aber solche Leute gewinnen am Ende ja manchmal. 
Daniel Hartwich macht seine Sache schlechter als Sonja Zietlow. Man merkt mehr, wenn ein Witz nicht so zündet. Trotzdem gebe ich dem Dschungelcamp weiter 5 von 5 Punkten und werde jetzt nichts mehr dazu schreiben. Tschüssli!

Sonntag, 19. Januar 2014

Dschungelcamp

Ich weiß, ich weiß, meine regelmäßigen Leser interessiert das Dschungelcamp nicht, aber ich möchte trotzdem nach den Sendungen 1 und 2 meine Meinung dazu loswerden. Mein Gatte meinte, ich solle vorher lesen, was die Bild-Zeitung schreibt, aber ich möchte lieber unbeeinflusst loslegen. Also: Ich schaue das Dschungelcamp gerne und ich freute mich auf die neue Staffel. Den äußersten Anfang der ersten Sendung habe ich leider verpasst, ich weiß also nicht, ob man kurz Dirk Bach gedachte oder nicht, ich hoffe mal schon. Daran, wie gut der neue Herr seine Sache macht und daran, dass man Dirk Bach nicht vermisst, erkannt man, dass die eigentlich wichtigen Personen die Gag-Schreiber sind und dass man nur jemanden braucht, der den Text natürlich vorträgt. Sonja Zietlow macht dies großartig, bei Jimmy Hartwig ist es ein bisschen wie auswendig gelernt, aber ich finde ihn gut genug. 
Die Kandidaten: Ich hatte da so meine Befürchtungen, weil ich von den Stars fast keinen kannte. Mola Adebisi kannte ich aus der Zeit als meine Kinder klein waren, vom Disney-Channel - ich wurde aber darauf hingewiesen, dass der gar nicht beim Disney-Channel war, sondern bei einem Musiksender. Dann kannte ich noch Frau Schumann, weil ich ihr Bild in der Fernsehzeitung gesehen habe. Sie gehört zu diesem ganzen Comedy-Wahn, den ich beschissen und teilweise sogar abstoßend finde (Pocher, Barth, etc.). Vom Wendler wusste ich, dass es ihn gibt. Alle anderen kannte ich überhaupt nicht. 
Den Machern der Sendung gelang es jedoch, uns die Kandidaten mit wenigen Pinselstrichen bekannt zu machen und uns für sie zu interessieren. Der Start mit Topmodel Larissa war furios. Wie soll die denn ein Topmodel sein? Ihre Schultern sind zu breit, ihr Busen ist so hässlich, dass Mola sie praktisch anflehte, einen BH zu tragen, ihre Hüften schreien nach einem straffen Mieder. Sie ist auch kein Handmodel, ihre Hände waren nämlich schon im Bild. Dass diese Frau in ihrer Heimat ein Topmodel ist, versuchte Mola damit zu erklären, dass Österreich nur so wenige Einwohner hat. Hahahahahahaha. Dann gibt es noch die Frage: Ist sie so dumm oder tut sie nur so? Leute, Larissa hat an der Lee-Strasberg-Schauspielschule in New York studiert, wo auch Robert de Niro studiert hat. Ich denke mal, die Antwort ist klar. 
Die Kandidatin Melanie Müller tut mir ein bisschen leid. Wenn sie hübsch hergerichtet ist, ist sie so ein "geiles Schnittchen". Sie hätte vorher zum Friseur gehen und sich einen guten Haarschnitt und eine leichte Dauerwelle verpassen lassen sollen und als Privatbesitz hätte sie einen Lippenstift und einen Eyeliner mitnehmen sollen. Sie war da wohl schlecht beraten und kommt jetzt wie eine Turnlehrerin aus der DDR 'rüber.
Julian Stöckel spielt die Rolle des tuntigen Schwulen. Ich finde ihn angenehm und freue mich darauf, mehr von ihm zu sehen. Wobei das "mehr" nicht körperlich gemeint ist. Wie oft müssen wir uns wohl noch die Geschlechtsteile des Herrn Glatzeder anschauen? Sehr oft, wahrscheinlich. Wenn wir zuhause vor unseren Fernsehern zusammenzucken, weil wir schon wieder mit Dingen konfrontiert werden, die wir lieber nicht sehen wollen, dann ist das auch Aufmerksamkeit und RTL sehr recht. Ansonsten spielt Herr Glatzeder die Alte-Herren-Rolle, die es, glaube ich, in jeder Staffel gibt.
Mola Adebisi macht bisher einen guten Eindruck, die besten Witze kamen von ihm. Mehr fällt mir zu ihm im Moment nicht ein. Gabby ist da, um hübsch auszusehen und das tut sie auch. Frau Drews sieht aus, als würde sie eher auf einen Tennisplatz oder in seine Umgebung gehören. Warum die da ist, weiß ich nicht. Frau Schumann sieht irgendwie traurig aus. Warum die im Dschungelcamp ist, weiß ich, weil ich es gegoogelt habe: Sie hat das Geld, das sie in ihrer Glanzzeit verdient hat, bei Immobilienspekulationen im Osten verloren. 
Der Österreicher, der so psychopathisch grinst, ist mir irgendwie unheimlich. Ich denke aber mal, sie haben ihn nach Waffen abgesucht, bevor sie ihn ins Camp gelassen haben, hahaha. Zu Herrn Bendel fällt mir auch nichts ein. Er macht einen netten Eindruck und ist einfach nur so da. Wer fehlt noch? Ah ja, der Wendler. Wendler versucht, den Macho zu geben, es gelingt ihm aber irgendwie nicht. Ich denke, die Leute, die die Sendung zurechtschneiden, lassen ihn nicht, haha. Und die Ekelprüfungen, naja, das haben wir alles schon oft genug gesehen. Die ersten beiden Sendungen haben mir gut gefallen und ich freue mich auf die heutige Folge des Dschungelcamps, deshalb meine Bewertung: 5 von 5 Punkten.

Dienstag, 14. Januar 2014

Nachlese

Diese Weihnachtsdeko hatte ich vergessen Euch zu zeigen: eine mit Christbaumkugeln locker gefüllte Laterne. Das war heuer sehr angesagt und ich finde, es sieht auch ziemlich gut aus. War mal was Neues.  
Man hatte auch Lichterketten, einfach locker in eine Laterne gestopft, das hat mir auch gut gefallen, es ging aber bei uns nicht, weil das Kabel der Lichterkette nicht unter der Tür durchpasste und wir draußen keine Steckdose haben. Wäre vielleicht eine Idee für nächstes Jahr, für den Wintergarten, dort ist eine Steckdose. Leute, ich muss Euch sagen, während ich am 7. Januar meine Weihnachtsdeko wegräumte, machte ich mir schon Gedanken, wie ich im nächsten, also diesem, Jahr alles weihnachtlich gestalten würde. Wisst Ihr übrigens, dass es diesen Winter hier noch kein einziges Mal richtig geschneit hat? Wir hatte letzte Woche sogar ein paar frühlingshafte Tage. Erstaunlich, wie das immer gleich die Stimmung hebt. Es hat diesen Winter bisher viel geregnet und es war auch schon kalt, aber wenn es so richtig kalt war (bis minus sechs Grad), gab es keine Niederschläge und wenn es Niederschläge gab, war es nicht richtig kalt. Ich denke mal, wir werden noch ein paar schöne Schneetage bekommen, bevor der Winter zu Ende geht.

Montag, 6. Januar 2014

Am Tag der Heiligen Drei Könige in Spanien

Hallöli, liebe Leser. Ich hoffe, Ihr habt das neue Jahr gut begonnen. 
2014!!! Wie die Zeit vergeht ... sie rast vorbei. Wollen wir sie so gut wie möglich genießen, nicht wahr?
Gestern waren wir auf dem für Spanien typischen Umzug der Heiligen Drei Könige. Tausende von Kindern und Erwachsenen säumten die Straßen, auf denen Musikgruppen, Tänzer und Artisten vorbeizogen. Von Prunkwagen und den drei Wagen mit den Königen wurden Bonbons in die Menschenmengen geworfen. Der schwarze König war ein echter, sehr sympathischer Schwarzer aus dem Senegal, dessen kleiner Sohn ebenfalls enthusiastisch Bonbons in die Menge warf. Die beiden sahen in ihren orientalischen Verkleidungen ganz toll aus. Interessant fand ich auch die Sponsoren, deren Namen auf den Autos standen, die die Prunkwagen zogen: Eine Zahnklinik, eine Augenklinik, ein Sexshop, das Kaufhaus El Corte Inglés, ein Einkaufszentrum und ein Schildermaler. In Spanien bringen eigentlich die Heiligen Drei Könige den Kindern die Geschenke; in den letzten Jahren ändert sich diese Sitte aber langsam und Papá Noel oder Santa Claus verwöhnen die Kleinen schon an Weihnachten. Grund: Morgen sind die Weihnachtsferien zu Ende und die Schule fängt wieder an. Die Kinder haben nur einen Tag, um mit ihren Geschenken zu spielen. Wenn schon am 25. Dezember beschert wird, haben sie viel mehr Zeit dazu. Am 6. Januar gibt es dann noch eine Kleinigkeit. So ändern sich die Zeiten und Sitten.
Wir hatten heute den typischen spanischen Roscón de Reyes zum Frühstück. Siehe unten.
Wie Ihr seht, hatte er beim Transport etwas gelitten, haha. Er enthält eine kleine Königsfigur und eine Bohne. Wer die Königsfigur findet, darf die Krone aufsetzen, wer die Bohne findet, muss den Roscón bezahlen. Es oblag mir, den Kranz anzuschneiden und kaum hatte ich das Messer angesetzt ... stieß ich auf etwas Festes. Den König. Also war ich heute Königin für einen Tag. Naja, eigentlich bin ich jeden Tag Königin, so gut werde ich von meinen Lieben behandelt. Die Bohne wurde bis jetzt noch nicht gefunden.
Für den Blog habe ich mir vorgenommen, als nächstes eine Bilanz der Küchenrenovierung zu ziehen, mit der ich zufrieden bin. Man gelangt aber doch zu gewissen Erkenntnissen, die ich mit Euch teilen möchte.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

So haben wir das Weihnachtsfest verbracht

So, liebe Leser. Heute möchte ich Euch erzählen, wie wir das Weihnachtsfest verbracht haben. Wir haben das Glück, alle drei Kinder bei uns zu haben. Das ist das größte Geschenk und die größte vorstellbare Freude (GVF). Der Tag des Heiligen Abends begann zeitig. Nicht, weil bei meiner Nachbarin schon um acht die Handwerker zugange waren, die den Umbau ihres Bades noch zu Ende bringen wollten. Sie mussten nur noch Handtuchhalter anbringen. Um wie viele Handtuchhalter es sich handelte, weiß ich nicht, der Schlagbohrer war etwa eineinhalb Stunden lang ununterbrochen im Einsatz. Wir waren da aber schon wach, weil wir bereits um halb acht den Anruf einer Freundin entgegen genommen hatten. Naja, gut, gell? (Die Handwerker sind anscheinend am Morgen des 24. doch nicht fertig geworden, ich höre sie nämlich schon wieder klopfen (heute, am 26., ist in Spanien kein Feiertag)). WIR waren am 23. bereits mit allen Vorbereitungen fertig und ließen den Heiligen Abend ruhig angehen. 
Am Nachmittag schauten wir uns den Film "Schöne Bescherung" an und tranken dazu Eggnog. Ein paar Mal sind Leute auf meinem Blog gelandet, die eingegeben haben "Was isst man zum Eggnog?". Die Antwort lautet: Plätzchen. So, wo war ich? Nach dem Film begannen wir mit unserer Weihnachtsfeier. Als erstes gab es Abendessen, traditionell deutsch Kartoffelsalat und Würstchen. Unten seht Ihr unseren Tisch. 

 Haha, die Jugend! Immer zu Scherzen aufgelegt!

Dann las mein Gatte die Weihnachtsgeschichte vor, anschließend sangen wir viele deutsche und spanische Weihnachtslieder. Früher haben wir in meiner Familie immer unserer Verstorbenen gedacht. Das machen wir nicht mehr. Wir haben dazu 365 Tage im Jahr Zeit. Und es ist ja auch nicht so, dass wir die Geburt unseres Herren übermäßig ausgelassen feiern würden und zwischendurch an unsere Sterblichkeit erinnert werden müssten. Nach den vielen Weihnachtsliedern gab es die Geschenke. Ich glaube, alle waren mit den Gaben, die sie erhalten haben, zufrieden. 
Wir hatten übrigens am 24. und 25. einen schweren Sturm. Ihr ahnt es schon, es war eine explosive Zyklogenese. Warum Ihr das in Deutschland immer noch nicht habt und Euch mit "sehr schlechtem Wetter" und "schweren Stürmen" begnügen müsst ... ich weiß es nicht. Naja, vielleicht ab 2014? Am 24. war immer mal wieder der Strom weg oder schwankte in der Leitung. Da wir Kerzen und unseren Kamin anhatten, war das nicht so schlimm.  
Unsere Nachbarin gegenüber hat bzw. hatte einen von diesen fassadenkletternden Weihnachtsmännern an ihrem Balkon hängen. Im Sturm sah der total geil aus: der eine Arm war abgerissen, er hing am anderen Arm, mit letzter Kraft, flog waagrecht im Wind, im Schneeregen. Ich hätte ein Bild machen sollen. Heute früh lag das Ding im Garten ihrer Nachbarn. Wir haben jedoch alle keine ernsthaften Sturmschäden zu beklagen. 
Unter meinen Geschenken befanden sich zwei Gesellschaftsspiele und wir verbrachten den Rest des Abends mit spielen. Um 12.00 Uhr ging es in die Mitternachtsmette, die aufgrund der explosiven Zyklogenese nicht sehr gut besucht war. Nach der Kirche servierte der Pfarrer typisch spanisch heiße Schokolade und Biskuits, dann ging es nach Hause und ins Bett.
Der 1. Weihnachtsfeiertag. Den Vormittag verbrachte ich in der Küche, dabei hörte ich Weihnachtsmusik. Hier könnt Ihr das Ergebnis meiner Bemühungen sehen: 
Die Tischdeko
Der 1. Gang: typisch spanisch, Friseesalat mit Granatapfelkernen
Der 2. Gang: Kraftbrühe mit Leberklösschen, Markklösschen und Pfannkuchenstreifchen
Der Hauptgang: Gefüllter Truthahn
Und so sah er dann in Gesellschaft von Klößen, Rotkraut und Soße auf dem Teller aus
Die Nachspeise: Mousse au Chocolat
Alles war lecker und gelungen.
Am Nachmittag saß die Jugend vorm Kamin, machte ein Puzzle (1000 Teile-Puzzle, gestern angefangen und fertig gemacht) und aß Plätzchen.

Heute früh begutachtete ich als erstes die Sturmschäden (minimal, ein Blumenkasten, den ich mit kleinen Blumenzwiebeln bepflanzt hatte, wurde durch den Garten geweht und die Zwiebeln kreuz und quer verteilt; überall liegen Berge von Blättern, ein Blumenstock im Plastiktopf ist umgefallen, den musste ich aber nur einfach wieder hinstellen), dann frühstückten wir gemütlich (¡Chocolate con churros!), jetzt macht jeder seinen Kram. So, das war unser Weihnachtsfest 2013. Ich hoffe, bei Euch war es genauso schön!