Montag, 18. November 2013

Das perfekte Dinner - der perfekte Nachtisch für Kinder

Letzte Woche habe ich mir jeden Tag um 19.00 Uhr auf Vox "Das perfekte Dinner - Wer ist der Profi?" reingezogen. Am Freitag kochte der richtige Profi Tom bzw. Ludwig und er kochte richtig leckere Sachen. Die Vorspeise waren Thunfischvariationen, mhmhmh, wo ich so gerne Thunfisch esse. Die Hauptspeise war Tomis Surf and Turf. Die Nachspeise war ein bunter Teller, unter anderem mit Mascarponeeis mit Peta Zetas. Und Letzteres habe ich heute nachgemacht. Natürlich nicht mit flüssigem Stickstoff wie der Herr Profikoch, sondern mit meiner Eismaschine. Wenn man flüssigen Stickstoff im Internet bestellt, kommt man wahrscheinlich auf irgendeine Bombenbastlerliste und darf nie mehr fliegen. 
Das Eis ist ganz einfach zu machen. Ich bereitete gleich mal die doppelte Menge zu, die ergibt sechs kleine Portionen. Originalmengen: 150 g Mascarpone, 100 ml Sahne, 1 Eigelb, 10 ml Rum (das ist ein 3/4 Esslöffel voll), 30 g Zucker. Alles mit dem Pürierstab mixen, in die Eismaschine geben, warten, bis fertig. Einfacher geht's nimmer, oder? Vor dem Servieren das Peta Zetas-Zeug drüber streuen, das auf der Zunge explodiert. Suuupi, sage ich Euch. Für kleinere Kinder kann man vielleicht den Rum durch einen Fruchtsirup oder Erdbeermarmelade ersetzen. Wer keine Eismaschine hat, kann seine kleinen Gäste ja auch mit gekauftem Eis mit Peta Zetas erfreuen. Leute, das als Nachspeise und als Hauptgericht die spektakulären Würstchen-Spaghetti, 
Anleitung siehe hier, da werden Eure kleinen Gäste begeistert sein.
Toll und für mich nachmachbar waren auch die Limonentartes. Die habe ich noch nicht gemacht, sie stehen aber definitiv auf meiner Liste. Ich schreib' das Rezept mal rasch hier hin: 20 g Butter, 50 g Vollkornbutterkeks, 10 g Zucker, 5 g Mehl, 2 Limonen, 100 ml gezuckerte Kondensmilch, 2 Eigelb, Sahne und Zucker für die Deko. Ist wieder so eine Puppenküchenmenge (für 5 Minitartes, ich würde aber wieder die doppelte Menge machen, also 10 Minitartes, in meiner Muffinform ist ja Platz), aber er serviert dies, das Eis mit Peta Zetas und noch viel mehr ja, wie gesagt, gleichzeitig. So. Wie geht's? Ich schreib's einfach mal aus dem Internet ab: Für den Boden die Butter zerlaufen lassen und die Kekse in der Moulinette zerkleinern. Dann Zucker, Mehl und Butter zugeben und alles fein kuttern (kuttern? Noch nie gehört. Aber wir können uns ja vorstellen, was gemeint ist.) Diese bröselige Masse in 5 kleine Silikonformen verteilen (er hatte da so Spezialformen, in meinem Fall wäre das eben die Muffinform) und mit Hilfe eines Löffels fest an Boden und Rand drücken.
Für die Füllung die Limonen waschen und trocken reiben [...]. Schale abreiben [...], Limonen halbieren und auspressen. Wir benötigen 40 ml Saft. Limonensaft und Limonenschale mit der süßen Kondensmilch und den Eigelben verrühren. Die Masse in Tarteformen geben und im Ofen bei 100º Umluft ca. 8 - 10 Minuten backen. Die Masse sollte nicht bräunen, sondern lediglich stocken. Die Tartes komplett auskühlen lassen und aus den Formen nehmen, dann mit geschlagener Sahne garnieren. 
Okay, ne? Werde ich bei Gelegenheit, so Gott will, mal nachmachen. 
Sehr lecker sah auch der Mangostrudel vom Dessert vom Vortag aus, das von Bernd, dem Rechtsanwalt, serviert wurde. Meiner Meinung nach ebenfalls sehr leicht nachzumachen. Entscheidend ist hier, dass man an eine gescheite Mango kommt. Wie schwer das ist, wurde auch in der Sendung angesprochen. Man benötigt also (und ich schreibe ab): 1 Mango, 50 g Zucker, Vanillezucker, 1 Päckchen Strudelteig (das war so wie Filo), 100 g Butter, 1 Eigelb. Eine Mango grob würfeln. Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen. Die Mangowürfel zugeben und kurz Flüssigkeit ziehen lassen. Mit Vanillezucker würzen. Eine Strudelplatte mit flüssiger Butter bestreichen (da hat er einen Backpinsel benutzt). Eine Zweite darauf legen. Darauf die Mangowürfel. Einrollen und mit Butter und Eigelb bestreichen. Im Ofen bei 180º goldbraun backen. Sah sehr löcker aus.  

Donnerstag, 14. November 2013

So, jetzt herbstet es aber massiv

Ein paar herbstliche Impressionen aus unserem Garten, vor wenigen Minuten aufgenommen. Hier ein Bild von links nach rechts (aus dem Wohnzimmerfenster).
Nicht umsonst spricht man vom güldenen Herbst.
 Unten ein Bild von unserem Garten von rechts nach links (von der Terrasse). 
Nicht umsonst spricht man vom bunten Herbst.
Hier kommen noch die allerletzten Träubchen. Köstlich! Supersüß!
Heute nacht soll es zum ersten Mal richtig Frost geben. To-do-Liste für heute: Träubchen für den Nachtisch abmachen, letzte Tomaten reinholen,  Zitronenbäumchen und andere schutzbedürftige Pflanzen reinholen, Trompetenblume an einen geschützten Platz stellen, letzte Gartenmöbel rein...

Dienstag, 5. November 2013

Spanische Spezialitäten zu Allerheiligen

Huesos de Santo
Auf dem Bild oben seht Ihr Huesos de Santo, zu deutsch Heiligenknochen. Sie sollen aussehen wie Knochen mit Knochenmark in ihrem Innern, bestehen aber aus einem Mantel aus Marzipan und einer Füllung aus Yemas, ebenfalls einer spanischen Spezialität, die aus Eigelb vermischt mit Puderzucker besteht. Seit ein paar Jahren werden aber auch noch Varianten angeboten, z.B. die Geschmacksrichtungen Kiwi, Orange oder Schokolade. Diese "Knöchelchen" erhalten dann noch einen Zuckerguss. Eine extrem süße Angelegenheit. Ein, höchstens zwei dieser Zuckerli zu einem starken Kaffee genügen. Man präsentiert sie aufgeschichtet.

Buñuelos

Auf diesem Bild seht Ihr Buñuelos, sprich: Bunjuelos. Ein sehr lockerer Teig wird in Fett ausgebacken und mit Sahne oder Vanillecreme gefüllt. Diese Buñuelos sind lecker. Eigentlich sind dies Buñuelos de viento, Windbuñuelos, denn es gibt noch eine andere, festere Form der Buñuelos, die nicht typisch ist für die Zeit um Allerheiligen: Diese gewöhnlichen Buñuelos sind in Fett ausgebackene, feste Teigringe, mit etwas Zucker bestäubt, ohne Füllung. Sie schmecken mir überhaupt nicht, gelegentlich ist man aber gezwungen, ein solches Buñuelo zu verkosten, da manche spanische Hausfrauen (die eigentlich kaum backen) doch Buñuelos herstellen und ihren Freunden anbieten. Von den gewöhnlichen Buñuelos rate ich ab (hab' jetzt kein Bild, es ist mir schon lange keins mehr über den Weg gelaufen).
Aaah, nur Positives geschrieben, oder? Das ist mein Ziel. Wer nur Positives lesen will, liest nicht mehr weiter (das mit den gewöhnlichen Buñuelos ist eine gastronomische Beurteilung, also auch, wenngleich negativ, etwas Positives). Ich will eigentlich auch nichts dazu sagen, dass die spanische Erasmus-Förderung in diesen Tagen schon wieder gekürzt worden ist. Der Bildungsminister hat sich im Radio dafür entschuldigt, dass diese Kürzung den Leuten, die sich bereits als Erasmus-Studenten im Ausland befinden und die mit diesem Geld gerechnet hatten, gegebenenfalls Unannehmlichkeiten bereitet. 
Das Wort "Rechtssicherheit" gibt es selbstverständlich auch auf spanisch. Es heißt "seguridad jurídica". Bloß das, was das Wort besagt, das gibt es nicht. (Nee, ich hab' dieses Jahr kein Kind als Erasmus-Student im Ausland.)    
Nachtrag vom 6. 11.: Die Erasmus-Kürzung hat der spanische Bildungsminister gestern gleich wieder zurückgenommen. Neulich haben sie schon mal was zurückgenommen, und zwar Folgendes: Es war eine neue Super-Aufsichtsbehörde geschaffen worden, nämlich die Unabhängige Nationale Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC). Eine der Führungspositionen ging an die Nichte des Wirtschaftsministers und die hohe Stelle im Wirtschaftsministerium, die durch den Wechsel der Nichte des Wirtschaftsministers frei wurde, ging an die Tochter des Landwirtschaftsministers. Das haben sie dann auch wieder rückgängig gemacht. Weiß nicht, wieso. Hier ein Link zu einem Artikel in El País über die Ernennung hier klicken. Darin wird beklagt, dass es den ganzen Freunden und Verwandten schwer sein wird, unabhängig von der Regierung zu sein. Soll ich was daraus zitieren? Ja, ne?  
Guindos: "Lo he visto por la prensa. El Gobierno no interviene absolutamente para nada".
Guindos (Wirtschaftsminister und Onkel): "Ich habe es aus der Zeitung erfahren. Die Regierung hat damit absolut nichts zu tun." Aha, ne? Lustig.

Freitag, 1. November 2013

Lustige Halloween-Deko, ideal für kleine Räume!

Diese Idee stammt von Kris: Eine Mandarine als Kürbis geschminkt, hahaha. Nicht jeder hat Kürbisse, nicht jeder hat Platz für Kürbisse. Diese kleine Bastelei ist kostenlos und zudem witzig, z.B. eine Halloween-Mandarine als Deko auf dem Schreibtisch oder mehrere auf dem Bücherregal verteilt in kleinen Wohnungen. Eine echt gute Alternative zu Kürbis.
Eine Anleitung ist sicher nicht nötig. Die Farbe des Filzstifts, den ich benutzt habe, ist nicht durch die Schale gedrungen. Falls sie doch durchgedrungen wäre, hätte ich die beschmutzen Schnitzen eben entsorgt.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Rezept für die Eismaschine: Feigensorbet

Von unserer Nachbarin in Spanien haben wir mehr reife Feigen bekommen als wir essen können/wollen. Deshalb habe ich mal das Rezept für das Sorbet mit frischen und getrockneten Feigen und Feigenschnaps aus dem Heft, das meiner neuen Krups-Eismaschine beiliegt, ausprobiert. 

Es geht wie folgt (ich gebe es mal ein bisschen frei wieder): Man benötigt 500 g frische Feigen, die man mit 300 ml Wasser, 100 g Zucker und 1 Tl Honig aufkocht und 5 Minuten köcheln lässt. Diese Mischung wird püriert, dann sieht man zu, dass sie abkühlt, z.B. indem man sie im Herbst ein paar Stunden vor's Fenster stellt oder für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank, wie es im Rezept heißt. So, fertig. Nun kommt das Püree in die Eismaschine und dieselbe wird wie gewohnt eingeschaltet. 
Im Rezept heißt es nun, man soll 100 g getrocknete Feigen in 5 cl Feigenschnaps quellen lassen, dann in kleine Stücke schneiden und das Sorbet damit verzieren. Ich hatte keine getrockneten Feigen, sondern nur getrocknete Datteln, also habe ich die genommen. Ich hatte auch keinen Feigenschnaps (die Rezeptschreiber müssen glauben, wir Hobbyköche hätten unendlich vielfältige Spirituosenvorräte zuhause, echt), also nahm ich Portwein. Ich schnitt meine Datteln klein, legte sie in ein Schälchen, übergoss sie mit Portwein und gönnte ihnen eine Minute bei Vollgas in der Mikrowelle, so quellen sie schneller und besser. 
Im zweiten Teil des Rezepts, also ab der Geschichte mit den getrockneten Feigen, geht es eh nur um Deko. Man könnte stattdessen auch ein bisschen Schokoladensauce nehmen oder so.
Oben seht Ihr das Ergebnis: die Sorbetkugel mit etwas Datteldeko.
Bewertung: Mir hat das Feigensorbet sehr gut geschmeckt und es ist eine gute Form der Verwertung reifer Feigen, die ja nicht lange haltbar sind. Bei sehr reifen Feigen würde ich eventuell weniger Zucker nehmen. Die Konsistenz ist perfekt ... ich kann nichts Schlechtes dazu sagen. Meine Familie fand das Sorbet okay, aber nicht überwältigend. Ich würde also nicht extra Feigen kaufen, um dieses Sorbet zuzubereiten. Aber wer Feigen hat ... adelante.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Ein Kessel Buntes

Aus meinem neuen Rezeptbuch "Eis & Sorbets" aus dem GU-Verlag (siehe hier) habe ich schon ein paar Sachen gemacht, z.B. die Geeiste Schokobanane, ein Klassiker im neuen Gewand. Das Goldrandgeschirr, in dem ich servierte, ist ein Erbstück von meiner Urgroßmutter!!!
Unten seht Ihr das Gurken-Joghurt-Eis mit Sesamsaat. Es war überraschend lecker. Ich reichte es als Vorspeise, als meine Schwägerin mit ihrer Familie zu Besuch war. Unsere Gäste waren begeistert!
Das Hauptgericht war Arroz con Pollo, Reis mit Hähnchen, ein einfaches spanisches Gericht, das jedem schmeckt. Davon habe ich kein Bild gemacht. Unten seht Ihr den Nachtisch, einen Flan aus dem Schnellkochtopf, mein Rezept hier.
So, was gibt's noch?
Ihr wollt sicher wissen, wie das Putzen mit der Flylady weitergegangen ist: Geht so. Ich habe weiter die Spüle sauber gehalten und versucht, jeden Tag irgendwo 15 Minuten aufzuräumen/zu entrümpeln, aber ich muss Euch sagen, die Methode passt irgendwie nicht zu mir. Der Babystep für Tag 7 lautet z.B.: "Tonight ... I want you to pick out what clothes you are going to wear tomorrow. You can lay them on a chair, on a shelf, or hook in the bathroom or on a hanger on your door knob." Leute, solche Tipps bringen mir nichts. Ich bin doch nicht völlig bekloppt. Ich habe echt üüüberhaupt keine Schwierigkeiten damit, mich morgens anzuziehen. Ich meine, ein Babberle auf dem Badspiegel, das daran erinnert, sich anzuziehen (siehe Baby Step 4), abends alles bereit legen ... also echt, hey. 
Für manche Leute ist es sicher sinnvoll, abends die Kleider zurechtzulegen und ich denke, die machen das dann auch, aber bei mir ist das nicht so kompliziert. Ich beginne normalerweise damit, dass ich eine Unterhose aus dem Schubkasten nehme und diese anziehe, es folgt ein BH, je nach Wetterlage ein Unterhemd oder nicht, dann folgen Socken oder Strümpfe. Ahnt Ihr, wie es weitergeht? Ihr dürft diese Methode selbstverständlich kopieren, wenn sie Euch sinnvoll erscheint. Schreibt sie Euch auf ein Babberle und klebt es an Euren Schrank (Spässle). 
Was ich z.B. recht sinnvoll finde, ist, bestimmte Ketten oder Schals, die zu bestimmten Oberteilen passen, gleich mit auf den Bügel zu hängen (ja, da bin ich von alleine drauf gekommen). Ich will die Flylady noch nicht komplett in die Tonne treten, aber ich halte mich dieser Tage nicht an ihre Tipps. Ich werde bei Gelegenheit aber weitermachen. 

Samstag, 19. Oktober 2013

Krise in Spanien: Brotes Verdes, oder?

Ach, Leute. Ich weiß, dieses Thema interessiert Euch nicht und Google schickt niemanden, der Krise in Spanien als Suchwort eingibt, meines Weges. Aber, wie ich Euch schon mehrfach gesagt habe, ich will's einfach festhalten. So, also. Gestern stand ich wieder mit ein paar Nachbarn auf der Straße und wir diskutierten: Gibt es Brotes Verdes (sprich Brottes Werdes, zu deutsch grüne Triebe oder grüne Knospen)? Das oft bemühte Licht am Ende des Tunnels, das in Spanien von offizieller Seite in eben dieser botanischen Form überall gesehen wird? 
Naja, zu diskutieren gab es nicht viel. Wir standen da also draußen auf der Straße (Wetter war noch gut, morgen soll's regnen), totale Einigkeit, es gibt keine Brotes Verdes. Aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft und nur aus den letzten Wochen: B., die Handelsvertreterin, hat ihren Arbeitsplatz verloren. J. und A. sind derselben Massenentlassung zum Opfer gefallen, C. hat sein Haus verkaufen müssen und ist in Miete gezogen, J.s Lohn wurde von 800 auf 500 Euro gekürzt. Alle in unserer Nachbarschaft. ¿Brotes Verdes? Hahaha. S., die Aushilfslehrerin, hatte gehofft, zum Schuljahresbeginn gerufen zu werden, wurde sie aber nicht. Okay, eine positive Sache: Eine Forderung, die als uneinbringlich gegolten hatte, wurde doch zu 2/3 beglichen. Schön, oder?
Wie ich Euch bereits erklärt habe und auch meinen Nachbarn sagte, habe ich noch eine Zweitmeinung, siehe hier, Zweitmeinung der Hausfrau, die ich vorbrachte. Meine Nachbarn waren überrascht, wie ein Mensch, den sie doch als halbwegs vernünftig einschätzten (danke!), zumindest teilweise an die Brotes Verdes glauben konnte. "Das glaubst du doch nicht wirklich", sagten sie und meinten, ich würde den abogado del diablo, den Anwalt des Teufels, spielen. Ich habe aber handfeste Beweise dafür, dass ich mir wirklich diese Zweitmeinung, nämlich den Glauben an die Brotes Verdes, leiste. 
Die Spanier, von ganz links bis ganz rechts, glauben den Politikern gar nichts mehr. Die konservative Regierung von Mariano Rajoy hat jedes ihrer Wahlversprechen gebrochen. Man müsste wirklich suchen, ob vor der Wahl irgendwo irgendwas versprochen wurde, was gehalten wurde. Man hatte geglaubt, dass nach Zapatero nichts Schlimmeres kommen könnte, Links und Rechts haben das geglaubt. Aber es kam schlimmer. Es ist wie im Mittelalter: eine mächtige Kaste blutet ihr Volk aus. Dazu habe ich mal diesen interessanten Artikel gelesen (auf spanisch): Élites extractivas. Oh, ich sehe gerade es gibt ihn auch auf englisch: nämlich hier. Falls es irgendjemand interessiert. 
In Spanien wird kaum einer wegen Korruption bestraft, höchstens die Richter, die versuchen, dagegen vorzugehen. Hahaha, oder? Viele Spanier meinen, solange es kein funktionierendes Rechtssystem gibt (gibt es in Spanien nicht) und Korruption und Vetternwirtschaft in der bisherigen Form weiterbestehen, kann es nicht aufwärts gehen. Nun, ich kann beweisen, dass ich auch einer zweiten Meinung bin: Getreu dem amerikanischen Satz Put your money where your mouth is habe ich vor ein paar Wochen spanische Aktien gekauft (Telefonica und Banco Santander). Und die sind stark gestiegen. 
Im Grunde meines Herzens glaube ich aber, dass es für das gewöhnliche Volk weiter abwärts gehen wird und dass das von den wirklich Mächtigen gewünscht ist. Brotes Verdes an der Börse vorläufig ja, für unsere Bekannten B., J., A., C., J. und S. nicht. Mehr fällt mir dazu jetzt nicht ein. 

Freitag, 11. Oktober 2013

Albtraum Kita

Kennt Ihr das, dass man aus einem Albtraum erwacht und den letzten Gedanken aus dem Albtraum noch weiterdenkt, also noch nicht ganz gerafft hat, was Traum und was Wirklichkeit ist? Mir ist das neulich passiert: Ich erwachte aufgeregt. Ich musste die Entscheidung treffen: Sollten wir lieber nach Süd- oder lieber nach Nordamerika auswandern? Diese Entscheidung musste sehr schnell getroffen werden. Europa machte die Schotten dicht, so hatte es geheißen. 
In meinem Traum war es endlich geglückt, ganz Europa zu vereinen, zu einem Land, so wie die USA. Es gab Kita- oder Krippenplätze für alle Kinder und alle Väter und alle Mütter arbeiteten.
Meine drei Kinder, die in Wirklichkeit ja erwachsen sind, waren klein. Der Gedanke, mich von ihnen trennen und sie in eine Kita geben zu müssen, sie den ganzen Tag der staatlichen Obhut anvertrauen zu müssen, war für mich unerträglich.
Die Grenzen wurden gerade zugemacht, man konnte aber noch raus aus Europa. Es waren die letzten Tage der Reisefreiheit. Die offizielle Sprachregelung war, wie oben schon gesagt, "die Schotten werden dicht gemacht". Entweder unsere kleinen Kinder müssten tagsüber in eine Kita oder wir müssten alles zurücklassen und fliehen. Ohne zu zögern entschlossen wir uns für die Flucht. Nach Nord- oder Südamerika. Und in diesem Moment war ich aufgewacht.
In der Wirklichkeit war es bei meinen Kindern so gewesen: Mein ältester Sohn war gut zwei, als er begann, den Wunsch zu verspüren, mit anderen Kindern zu spielen. Ich ging mit ihm spazieren und auf Spielplätzen sah er andere Kinder und freute sich. Ich kam mit Eltern ins Gespräch, er fand ein paar Freunde und ich auch. "Kinder, Kinder", rief er zu jener Zeit oft. Das bedeutete, ich solle mit ihm auf die Straße gehen und nach Kindern suchen, mit denen er spielen konnte. Von anderen Eltern erfuhren wir von einem privaten Kindergarten, der eine Gruppe mit Kindern ab zweieinhalb hatte. Dort meldete ich ihn an. An den ersten Tagen war er begeistert: "Kinder, Kinder", vier Stunden lang. Spielsachen, ein Garten, in dem sie toben konnten. In der zweiten Woche begriff er langsam, dass er da nun jeden Tag hin musste, das fand er dann doch nicht so toll und er weinte, als ich ihn dort ließ. Ich ließ mein Kind gegen seinen Willen im Kindergarten. Ich hörte ihn hinter der Türe weinen. Ich setzte mich draußen auf die Treppenstufen und weinte auch. Ab der dritten Woche ging er dann wieder sehr gern hin. Mit drei wechselte er in den normalen Kindergarten.
Mein zweiter Sohn hatte nicht so sehr den Wunsch nach "Kinder, Kinder" und kam mit drei in den Kindergarten. Dort war er der Liebling der Kindergärtnerin und ging gern hin. Mein dritter Sohn war eine ruhige Natur. Ihn störte das Geschrei der anderen Kindergartenkinder. Er hatte dieselbe Kindergärtnerin wie der zweite, aber er war nicht ihr Liebling. In jenem Jahr war ein schwarzes Kind ihr Liebling. Mein Sohn wechselte dann den Kindergarten, weil wir umzogen. Im neuen Kindergarten war es besser, die Kindergärtnerin hatte gar keinen Lieblinge. 
Wenn ich's mir jetzt so recht überlege: Ich habe das ganze Konzept der Krippen und Kitas nicht verstanden, stimmt's? Es geht gar nicht darum, dass Kinder ab einem bestimmten Alter die Gesellschaft anderer Kinder wünschen. Es geht gar nicht um das Wohl der Kinder. Es sind Kinderverwahranstalten. Das verursacht mir eine Gänsehaut. Und anscheinend auch Albträume. 

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Erfolg und ... Misserfolg

Zuerst natürlich der Erfolg: Es ist mir gelungen, eine Hybride aus Tanne und Rebstock zu züchten. Schaut Euch die Fotos an: Eine Tanne, an der Trauben wachsen. Schöne Trauben. Ich will jetzt nicht gleich das Wort "Nobelpreis" in den Mund nehmen, aber toll ist es schon, oder?

Es erinnert mich an das Gedicht "Dunkel war's der Mond schien helle", von dem ich folgende Version kenne:

Dunkel war's, der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur, 
als ein Wagen blitzeschnelle
langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute, 
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschossner Hase
auf der Sandbank Schlittschuh lief.

Und auf einer grünen Bank,
die blau angestrichen war,
saß ein blondgelockter Jüngling
mit kohlrabenschwarzem Haar.

Neben ihm 'ne alte Schachtel,
zählte wohl kaum 16 Jahr',
und sie aß ein Butterbrot, 
das mit Schmalz bestrichen war.

Und auf einem Apfelbaume,
der sehr süße Birnen trug,
hing des Frühlings letzte Pflaume
und an Nüssen noch genug.

Und der Misserfolg? Ihr ahnt es schon: Bei der Flylady. Die Spüle war gestern sauber und ist heute sauber, aber ich habe gestern vergessen, meine 15 Minuten aufzuräumen/zu entrümpeln. Während der "Tagesthemen" fiel es mir ein, da war es schon zu spät. Heute habe ich es auch nicht gemacht. Naja. Morgen ist Tag 5. Die Aufgabe besteht im selben wie bisher, zuzüglich soll man aufschreiben, was einem die negativen Stimmen im Kopf sagen. Die haben mir heute nichts gesagt. Man soll sich selbst nette Sachen sagen und die Flylady teilt uns mit: "You deserve happiness!" Zu deutsch: "Du hast es verdient, glücklich zu sein." Oh, oh, oh. Das ist eine ziemlich gewagte Aussage. Meiner Meinung nach ist das philosophisches Glatteis. Zu diesem Thema habe ich einmal mit jemandem ein interessantes Gespräch geführt ... nein, so war es gar nicht. Jemand hat mir etwas hoch interessantes gesagt, das mir viel zu denken gegeben hat, so war es. Wenn ich den Blog, so Gott will, noch lange weiterführe, werde ich Euch sicher einmal von diesem Erlebnis erzählen. Bis dahin: Let's keep putzing and entrümpeling!

Montag, 7. Oktober 2013

Putzklub, die dritte

Die Spüle ist sauber ... die 15 Minuten verwendete ich auf den Schuhschrank im Eingangsbereich. Ich räumte die Flip-Flops, Sandalen und selten getragene Schuhe raus und in die jeweiligen Kleiderschränke und stellte die verbliebenen Paare ordentlich hin. Aber eigentlich bietet ein Schuhschrank ja noch viel mehr Möglichkeiten, z.B. alle Schuhe putzen, Schuhe mit schiefgetretenen Absätzen und die Sandale mit dem gerissenen Riemchen zum Schuster bringen. Aber für die Flylady ist es ja wichtig, dass man nicht zu perfektionistisch ist. Gut so. Die Schuhe bleiben erstmal wie sie sind. Wusstet Ihr übrigens, dass sich eine Dame namens Ysobell die Mühe gemacht hat, Teile der Flylady-Website auf deutsch zu übersetzen? Hier klicken.
Für morgen (BabyStep Tag 4) ist Folgendes angesagt: - Die bisherigen Anweisungen (Spüle putzen, ankleiden, schminken, Schuhe anziehen, aufräumen, Emails lesen) auf Post-its schreiben und diese auf dem Badspiegel und über der Küchenspüle befestigen. Das ist die Basis des Control Journals
Was??? Gerade habe ich alles schön gemacht, jetzt soll ich meine Bude mit Post-its verunstalten??? Gewiss nicht. Mein Gatte würde sich auch zumindest wundern, wenn sich auf dem Badspiegel plötzlich Post-its befänden, die zum Ankleiden und Schuhe anziehen auffordern. Ich fürchte, sein erster Gedanke wäre: Alzheimer!!! Not good.
Also, das mit den Post-its werde ich auf jeden Fall bleiben lassen. Ich mache mit der Spüle und den 15 Minuten weiter, das läuft sehr gut.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Putzklub, die zweite

Tag 1 im Putzklub: Spüle war sauber. Die 15 Aufräumminuten verbrachte ich in unserem begehbaren Kleiderschrank. Dabei warf ich einen zwanzig Jahre alten Pullover weg - ja, das war eine Riesenleistung, Ihr dürft applaudieren. Ich höre es zwar nicht, aber ich spüre es. Und dann fand ich meinen zweitbesten BH wieder, den ich seit einiger Zeit vermisst hatte. Also alles in allem ein gelungener Auftakt bei der Flylady. Vor dem Einschlafen las ich noch ein paar Ermutigungsschreiben.
Tag 2 bei der Flylady war heute: Die Anweisung lautete: Spüle putzen, gleich nach dem Aufstehen komplett anziehen, einschließlich Schuhe, und schminken. Diese zweite Anweisung war für mich wertlos. Ich ziehe mich immer gleich nach dem Aufstehen an. Machen das nicht alle Leute? Laufen andere Frauen erstmal ein paar Stunden im Nachthemd durch die Bude? Kann ich mir gar nicht vorstellen.
Schuhe im Haus sind bei uns unerwünscht/verboten. Ich weiß aber, dass in den USA, wo die Flylady ja sitzt, viele Leute in der Wohnung Schuhe tragen, dieselben Schuhe, mit denen sie fünf Minuten vorher noch durch den Straßenkot gelaufen sind. Ich bin dagegen. Igitt. Natürlich sagen wir nicht jedem Besucher, er solle seine Schuhe ausziehen. Wenn man beispielsweise bei uns zum Abendessen eingeladen ist, darf man seine Schuhe natürlich anbehalten, haha, aber wir halten Pantoffel bereit und sehr häufige Besucher haben eigene Hausschuhe, die sie in unserem Schuhschrank aufbewahren.
Und gleich nach dem Aufstehen schminken ... weiß nicht. Ich sehe da nicht den Vorteil gegenüber dem Schminken bevor man das Haus verlässt. 
Die 15 Aufräumminuten verbrachte ich mit meinem Schminkzeug (leere Mascara weggeworfen (Ich weiß immer nicht, wann dieses Zeug leer ist. Bei mir ist das so: Die Wimperntusche tuscht nicht mehr gescheit, also kaufe ich eine neue. Die alte schmeiße ich aber nicht weg, weil ja noch was drin ist ... und schon habe ich den Salat. Die alte schmeiße ich erst dann weg, wenn die neue auch zur Neige geht. Ts.)). Dann räumte ich eine Schublade mit Unterwäsche schön ein. Das war's. Das mit den 15 Minuten ist gut, das funktioniert echt. 
Vorschau auf den 3. Tag: Wie Tag zwei, zusätzlich die Website Launch Pad studieren und die Emails lesen, mit denen mein Posteingang überflutet wird.

Samstag, 5. Oktober 2013

Putzklub

Hallo, liebe Leser! Bevor ich zum Thema des Tages komme (Putzklub!) will ich Euch erstmal zwei Fotos zeigen. Nummer 1 zeigt den Sonnenaufgang, den wir vor zwei, drei Tagen hatten. Wahnsinn, ne? Ich öffnete morgens den Rollladen und mir stockte fast der Atem. 
Die bombastische Einleitung zu einem trüben, regnerischen Tag.
Bild Nummer 2 wurde auf unserer italienischen Terrasse aufgenommen und zeigt die letzten drei Tomaten.
Aber was ich Euch heute eigentlich erzählen wollte: Ich habe ein gewisses Defizit beim Aufräumen. Diejenigen von Euch, die mich kennen, lachen jetzt sicher schon. Ist nichts Schlimmes, ich bin kein Messie und kein Dreckwüwwel, irgendetwas in mir hindert mich aber daran, perfekt aufzuräumen. Zum Beispiel sammeln sich auf der Kommode in unserem Hauseingang Prospekte an, die in den Briefkasten geworfen wurden. Ich schaue diese niemals an, ich fahre nie in einen bestimmten Supermarkt, weil es dort Sonderangebote gibt. Sie sammeln sich an bis der Stapel eine Höhe von 3 oder 4 Zentimetern erreicht hat, dann werden sie fortgeschmissen. Oder dann stand neulich irgendwo in der ziemlich völlig aufgeräumten Wohnung eine neue Dose Farbe, tagelang, und ich brachte es nicht über mich, diese wegzuräumen. Warum nicht??? Keine Ahnung. Mein Gatte trug sie dann in die Garage.
Nun hatte ich aber ein mehr oder weniger einschneidendes Erlebnis: Auf unserem Dachboden stand bis vor einiger Zeit ziemlich viel Zeug/Möbel, das wir aus New York bzw. London mitgebracht hatten. Als Erstes tauschten wir alte Sachen, die wir hier in Spanien hatten, gegen neuere aus, die mit dem Umzugsgut gekommen waren. Dann verschenkten wir an Freunde und Bekannte alles, was diese wollen konnten. Den Rest gaben wir wohltätigen Organisationen. So. Nun ging mein Gatte letztes oder vorletztes Wochenende wieder auf den Speicher/Dachboden, um dort aufzuräumen. Ich schaute hinterher nicht nach, was er gemacht hatte. Ein paar Tage später wollte ich dort oben jedoch etwas holen ... und ... alles war deutlich aufgeräumter, als ich es erwartet hatte. Ich bekam Herzrasen, ein Klingeln in den Ohren ... weil aufgeräumt war!!! Da wurde mir bewusst: normal ist das nicht. Die Symptome legten sich gleich wieder, aber mir war klar: normal ist das nicht.
Ich suchte im Internet nach Aufräumphobie und Ordnungsphobie, aber diese Begriffe werden anscheinend nur scherzhaft verwendet.
Man muss da eher Richtung Selbstsabotage und Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom suchen (von Hyperaktivität kann da ja wohl nicht die Rede sein, obwohl ich, ungelogen, schon gelesen habe, dass sich Hyperaktivität auch durch absolutes Nichtstun äußern kann). Ich würde auch gerne einem Psychologen 100 Euro dafür geben, dass er mich von dieser/diesem x befreit, nicht wahr, so, als würde man eine Warze entfernen lassen, aber ich glaube, so funktioniert das nicht.
Sehr lange Rede, sehr kurzer Sinne: Ich habe mich nach diesem Erlebnis (dem auf dem Dachboden) bei einem Putzklub angemeldet. Und zwar bei diesem hier: www.flylady.net, einer amerikanischen Erfindung. Zentraler Glaubensinhalt dieser Gemeinschaft ist: die Spüle muss sauber sein. Auch wenn um einen herum alles zusammenbricht, die Spüle muss sauber sein. Okay, gell?
Es gibt einen 31-tägigen Einführungskurs (31 Beginner BabySteps), zu dem ich mich anmeldete. Man bekommt täglich per Email Anweisungen, was man zu tun hat, und Motivationsschreiben sowie Werbung für Produkte, die sie verkaufen, und sonstiges Reklamezeug. Die Teilnahme ist kostenlos. Ich scheiterte bereits am 1. Tag. Arbeitsauftrag: Spüle saubermachen (war sauber) und 15 Minuten decluttering. Clutter ist das englische Wort für Grusch, also wertloses Zeug, das rumfliegt. Decluttering bedeutet also nicht aufräumen im Sinne von die Sofakissen schön hinlegen und den Couchtisch abstauben, sondern im Sinne von einen unordentlichen Schubkasten aufräumen. Daran scheiterte ich. Ich war also schon am Tag 1 out. Die vielen Motivationsschreiben waren mir auch zuviel. Der ganze Kram war mir zuviel, man hat ja auch noch anderes zu tun und ich schrecke doch davor zurück, eine saubere Spüle zu meinem zentralen Lebensinhalt zu machen.
Dann kam mir allerhand Zeug dazwischen, jetzt will ich es noch einmal probieren. Heute Tag 1: Spüle sauber machen (ist sauber), 15 Minuten Grusch wegräumen. Tief durchatmen.

Dienstag, 24. September 2013

Ist die Krise in Spanien vorbei?

Als Hausfrau ohne entsprechende Bildung und mit zwei Augen im Kopf habe ich zu diesem Thema zwei Meinungen. Als Erstes schildere ich Euch meine Zweitmeinung, weil die einfacher zusammenzufassen ist: Ja, wir befinden uns auf dem Weg aus der Krise. Gründe: a) Es wird in den Medien verkündet, also im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. b) Unseren Politikern und ihren Beratern von Goldman Sachs etc. wird schon irgendwas einfallen. c) Es wird langsam langweilig, immer und immer wieder nur dasselbe Thema. d) Es hat geheißen, Spanien bräuchte eine Abwertung um 30%, also eine innere Abwertung, da es die Pesete ja nicht mehr gibt, und ich glaube, bei 27% Arbeitslosigkeit, 60% Jugendarbeitslosigkeit, stark gefallenen Löhnen, um mehr als 30% gefallenen Immobilienpreisen etc., etc. ist das Land um 30% verarmt, die Abwertung wäre also vollzogen und beendet und der Würgegriff des internationalen Finanzwesens könnte wieder etwas gelockert werden. 
Meine eigentliche Meinung: Nein, die Krise bzw. der gesellschaftliche Umbau ist noch nicht beendet. Den Grund sehe ich im Ursprung der Krise (Zahlen ganz grob und aus meinem Gedächtnis): 1993-94 war die Arbeitslosigkeit in Spanien schon einmal sehr hoch. Sie lag bei 23-24% (das habe ich jetzt rasch nachgeschaut). Irgendwann unter Aznar wurden die Baugesetze gelockert und zwar in dem Sinne, dass man überall bauen durfte, wo es nicht verboten war. Dazu kam mit dem Euro das billige Geld. Die Spanier waren an Hypothekenzinsen zwischen 15 und 20% gewöhnt, plötzlich gab es Hypotheken mit deutschen Zinssätzen. Der Bauboom konnte beginnen. Die Spanier bauten wie die Bekloppten, das wisst Ihr ja. In den Jahren 2006-2007 sank die Arbeitslosigkeit bis auf 8 oder 9%. Millionen von Einwanderern aus Südamerika, Nordafrika und Osteuropa strömten ins Land, arbeiteten auf dem Bau und mussten wohnen ... die Spanier hatten da ein kleines Perpetuum mobile erfunden. So, und jetzt kommt's: Im Jahr wurden, sagen wir mal, 500.000 Wohnungen gebaut. Für jede Wohnung wurde eine Hypothek von 150.000 Euro aufgenommen. Das bedeutet, dass in jenen Megaboomjahren pro Jahr 75 Milliarden aus der Zukunft geholt wurden. Stimmt das? 500.000 x 150.000? Dieses Geld wurde den Banken geschuldet und sofort in den Wirtschaftskreislauf gepumpt. Damit wurden Architekten bezahlt, die sich ihrerseits Villen bauten, Bauarbeiter, die Autos und Kleider kauften, Boutiquenbesitzer, die in schicke Restaurants gingen, Kellner, die Kinderspielzeug kauften, Spielzeugverkäufer, die Wohnungen kauften, denn die Preise stiegen damals um teilweise 20% pro Jahr und wer eine Wohnung wollte, musste sich sputen, sonst konnte er sie sich nicht mehr leisten. Mit den Steuereinnahmen aus diesem Wirtschaftswunder baute der Staat Autobahnen und Prachtbauten und stellte sämtliche Verwandten von irgendwem ein. Das war der Boom, die aus der Zukunft geholten Milliarden. 
Und damit war praktisch von einem Tag auf den anderen Schluss. Es gab keinen Kredit mehr. Die Bautätigkeit kam zum Erliegen, die Bauarbeiter wurden arbeitslos, kauften keine Autos mehr, die Autohändler mussten schließen, die Gattinnen der Autohändler kauften keine Klamotten mehr, die Boutiquen mussten schließen, die Steuereinnahmen und die Beiträge zur Sozialversicherung gingen zurück, arme Schulkinder erhalten keine Buchbeihilfen mehr, Krankenhäuser werden privatisiert, Renten gekürzt, Steuern erhöht, Strom teurer, Grundsteuer höher, überall muss gesucht werden, wo man bei der Mittelklasse noch etwas abzwacken und bei den Armen noch etwas kürzen kann. Und was mich überrascht, denn ich bin so naiv, dass ich eine solche Frechheit wirklich nicht für möglich gehalten hätte: Die korrupte, herrschende Kaste bleibt verschont, darf gestohlene Gelder behalten und sich weiter auf Staatskosten im Reichtum suhlen. 
Und jetzt ist es ja nicht nur so, dass die Arbeitsplätze fehlen und die Einkommen geringer sind. Die aus der Zukunft geholten Milliarden müssen ja auch noch zurückgezahlt werden. Ganz, ganz schwierig. Wo sollen denn neue Arbeitsplätze herkommen??? Man kann ja nicht noch einmal anfangen zu bauen wie die Bekloppten, wenn Millionen von Wohnungen leerstehen, oder doch? Und das Geld, das von der Europäischen Zentralbank usw. in die Krisenländer gepumpt wird, schafft ja im Gegensatz zu dem Geld aus der Boomzeit überhaupt keine Arbeitsplätze, weil es einfach nur bei den Banken landet, wo es dann ruht.
Also, das ist meine wirkliche Meinung, bei der es mir angst und bange wird. Also, dann doch lieber die Zweitmeinung.
P.S.: Bei meinen Lesern, die etwas von Wirtschaft verstehen, entschuldige ich mich für das Niveau meines Eintrags, aber wie ich schon öfter angedeutet habe, schreibe ich das auch für mich, damit ich später schauen kann, wann was los war und wann man was wirklich dachte. Man neigt nämlich zu dem beliebten "ich habe damals schon gesagt ..." und im Nachhinein lässt sich nicht mehr feststellen, wer wann was gesagt oder gedacht hat.
P.P.S.: Zum Thema noch ein lustiger Wortwechsel (Erklärung voraus: In Spanien nennt man das Licht am Ende des Tunnels gern brotes verdes, was soviel wie grüne Triebe bedeutet. Brotes verdes sind das, was die Regierung im Moment überall sieht). Unter unserer Trompetenblume geht irgendwelches kleines Unkraut auf. Gestern rief mein Sohn: "Schau mal hier, brotes verdes!" Da haben wir lachen müssen.

Freitag, 20. September 2013

Perlensammler

Zwei, drei Minuten nachdem der 20-Uhr-Bus abgefahren war, kamen meine Freundin und ich an der Haltestelle an. Dort warteten bereits eine kräftige Frau in einem elektrischen Rollstuhl und ihr hagerer Begleiter auf den nächsten Bus 15 Minuten später. Plötzlich riss ihre Halskette oder ihr Armband und kleine grüne Kugeln flogen in alle Richtungen. Die, die direkt neben ihrem Rollstuhl gelandet waren, hob sie selbst auf, dann wies sie ihren Begleiter an, die restlichen einzusammeln. Der Begleiter konnte aber, im Gegensatz zu ihr, nicht gut sehen. Ich begann, auch Perlen aufzuheben. Meine Freundin ebenfalls. Zwei weitere Frauen trafen an der Haltestelle ein und machten auch noch mit. Für einen außenstehenden Betrachter muss das witzig ausgesehen haben, die ganzen Leute, die da durcheinander liefen und Perlen einsammelten. 
Dann kam der Bus. Er hatte keine ausfahrbaren Rampen. Die Frau im Rollstuhl behauptete, dies sei bereits der dritte oder vierte Bus ohne Rampen, der vorbeikäme. Die Fahrerin sowie die regelmäßigen Fahrgäste, die mit der Flotte vertraut sind, behaupteten, dies sei unmöglich, da praktisch alle Busse, außer eben diesem einen, über Rampen verfügten. Die Frau im Rollstuhl bestand darauf, dass sofort ein Bus mit Rampen kommen müsse. Die Busfahrerin riet ihr, sich ein Spezialtaxi zu rufen. Nein, sie habe ein Recht darauf, mit dem Bus zu fahren, entgegnete die Frau. Sie stellte sich mit ihrem Rollstuhl auf die Straße, vor den Bus. Sie wollte nicht wegfahren, bis ein Bus mit Rampen einträfe. Ihr Begleiter stand ratlos auf dem Bürgersteig. Die Busfahrerin telefonierte mit irgendwem. Die Fahrgäste in spe wurden ungeduldig. Jemand empfahl, die Polizei zu rufen und die Frau entfernen zu lassen - das Ganze spielte sich in der Innenstadt, wenige Meter vom Justizpalast entfernt, ab. Showdown zwischen der Busfahrerin und der Frau im Rollstuhl.
Wie es kam, dass sich die Frau dann doch zurückzog, weiß ich nicht, das habe ich nicht mitbekommen. Jedenfalls fuhr der Bus los und die Frau und ihr Begleiter schauten ihm vom Bürgersteig aus nach. 
Die Fahrgäste regten sich über das Anspruchsdenken und die frechen Forderungen der Behinderten auf und darüber, mit welcher Selbstverständlichkeit sie auf vermeintliche Rechte pochten. Sie drückten ihr Mitleid mit dem hageren Begleiter aus.
War ein komisches Erlebnis.

Montag, 16. September 2013

Paninis caseros (mucho mejores que los comprados, digo yo)

Heute mal was in spanischer Sprache, liebe Leser, da ich gestern um dieses Rezept bzw. diese Anleitung (denn die hausgemachten Paninis sind so einfach, dass man kaum von einem Rezept sprechen kann) gebeten wurde. Alllso: 
Para cuatro comensales necesitamos una barra de pan, que puede ser del día anterior, siempre que no esté dura. La partimos por la mitad y a lo largo. Cubrimos la bandeja del horno con papel de hornear o papel Albal y colocamos las cuatro rebanadas del pan encima. Untamos el pan con tomate concentrado, un poco de ketchup o tomate frito. Ponemos un poco de cebolla picada encima. Después lo cubrimos con rodajas de tomate. Ahora entramos ya en la fase creativa. Nos podemos inspirar en los folletos de las pizzerías o en las creaciones de Dr. Oetker. Anoche puse pimiento verde picado, salami cortado en tiras, mejillones en escabeche y hierbas italianas. Terminada la fase creativa, esparcimos mozarella o emmental rallado por encima. 200 g de queso llegan para 6 paninis. Horneamos los paninis a altura media 15 minutos a 200 grados (o hasta que el queso tenga un aspecto apetitoso, que puede ser antes o depués). Y eso es todo. 
Muy, muy rica es también la variante Panini Hawaiano: encima del tomate colocamos jamón york en tiras y trocitos de piña de lata. Cubrimos con mozarella o emmental rallado. Mñam, mñam, mñam.
O a la barbacoa: Mezclamos un poco de carne picada con salsa barbacoa, la repartimos sobre los tomates, añadimos bacon en trocitos y cubrimos con queso. Delicioso también. Y muy fácil.

Samstag, 14. September 2013

Erntedank

Gestern erhielten wir wieder reiche Gaben (diesmal von C.'s Eltern). Das Füllhorn ihres Gartens ergoss sich über unseren Tisch (oder so). Stellt Euch vor, die Kartoffeln waren gestern noch im Boden. Damit möchte ich Patatas panaderas bzw. Kartoffeln nach Art der Bäckerin machen. Gibt's heute mittag. Dazu gebackene Paprika (die langen, dünnen in der Mitte, nicht die Dicken im Vordergrund, die werde ich füllen) und Filetes de lomo (das sind Minutensteaks vom Schwein, ja, die hab' ich gekauft, was ich nicht gemacht hätte, wenn ich gewusst hätte, dass die nächsten Zucchini kommen). Zum Nachtisch gibt's die Melone hinten rechts vom Karton.

Gestern hatten wir 1 Kilo Cherrytomaten von meiner Nachbarin bekommen. Ich machte damit eine leckere Sauce (1 fein gehackte Zwiebel in 1 Esslöffel Olivenöl glasig braten, 2 zerquetschte Knoblauchzehen dazu,  kurz weiter schwitzen lassen, dann die Cherrytomaten dazu. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ein paar Minuten köcheln lassen, mit dem Pürierstab pürieren und noch ein paar Minuten köcheln lassen. Durch die würzigen Cherrytomaten braucht diese Sauce meiner Meinung nach keine weiteren Gewürze. Ich habe zum Abrunden ein kleines Stückchen Butter dazu gegeben). Auf die Sauce setzte ich ein paar frische Ravioli (gekauft). Die einen waren mit Pilzfüllung, die anderen mit Ziegenkäse-Honig-Füllung, diese Kombination war gar nicht mal so schlecht, also die mit dem Ziegenkäse und dem Honig. Die Pilzfüllung war leider zu fad.
Hier seht Ihr, was es vorgestern gab: Auberginen, die im Geschenkpaket von D. gewesen waren, gefüllt mit Hirschhackfleisch (von dem Geschenk von J.-L.) an Tomatensauce (Tomaten ebenfalls von D.). Kosten des Gerichts: 79 Cents für den Mozarella plus Strom und Gewürze, etc.
Neee, wir sind nicht superarm und auch nicht supergeizig. 

Dienstag, 10. September 2013

Sommergartenpasta - Spaghetti mit roher Tomatensauce

Ja, Leute, der Titel ist meine Übersetzung des Namens Summer Garden Pasta, den die amerikanische Fernsehköchin Barefoot Contessa ihrem Pastagericht für heiße Sommertage gegeben hat. 
Wir haben von einem Freund etliche Kilo Tomaten, Zucchini, Auberginen und Paprika aus seinem Garten bekommen. Gärtner und Jäger schenken uns gerne Früchte ihrer Bemühungen, weil sie wissen, dass bei uns alles in guten Händen ist. Wir lassen nix umkommen. Wir freuen uns über alles (wenn wir im ersten Moment manchmal auch etwas geschockt sind, z.B. als wir die 30 kg Hirschfleisch bekamen). 
Nun ist also D.s Tomaten- und Zucchinischwemme bis zu uns geschwappt. Toll!!! Riesenfreude!!! So viele frische, köstliche Tomaten!!! Und mit Geschmack!!! Das ist ja heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Sonnenwarme Tomaten, bergeweise (na, jetzt übertreibe ich doch ein bisschen, es werden so fünf Kilo gewesen sein). Gestern aßen wir Caprese, dicke Tomatenscheiben mit Büffelmozarella und Basilikum belegt, Salz, Pfeffer, Olivenöl ... löööcker. Und heute habe ich mich von diesem neuen Rezept inspirieren lassen, bei dem die Tomatensauce roh bleibt. Hier ist das Originalrezept: Originalrezept. Da werden 6 rohe Knoblauchzehen verlangt. Das kann ich meinen Lieben nicht zumuten. Ich bereitete das Gericht also wie folgt zu: Ich schnitt 1 kg Tomaten in grobe Stücke, hackte 2 Knoblauchzehen sehr fein (ich versuchte es erst mit einer, aber das war zu wenig) und gab sie dazu, dann schnitt ich 1/2 Bund Basilikumblättchen in Streifchen und gab sie mit einer Prise Chilli-Flocken und einem knappen Teelöffel Salz sowie frisch gemahlenem Pfeffer ebenfalls dazu, mischte alles, deckte es mit Frischhaltefolie ab und ließ es, wie im Originalrezept empfohlen, 4 Stunden bei Raumtemperatur ziehen. Dann kochte ich 500 g Spaghettini al dente, ließ sie gut abtropfen und fügte sie den Tomaten hinzu. Gewürzt wurde noch mit 50 g frisch geriebenen Parmesan, dann vermischte ich alles und dekorierte mit Basilikumblättchen. Da ich die Nudeln sofort unter die Sauce mischte, war die Kombination recht warm.
Verkostung: Dieses Gericht ist sehr lecker und sehr gesund. Meine Esser wollen es noch öfter auf dem Tisch sehen. 
Der Geschmack ist intensiv, auch säuerlich, deshalb dachte ich mir: Ein Salat passt nicht dazu. Die Beilage musste auf der faderen Seite sein. Nach kurzem Überlegen fielen mir die Calabacines rebozados (siehe unten) ein, die sehr gut dazu passten. 

Calabacín rebozado oder gebackene Zucchinischeiben auf spanische Art

Gebackene Zucchinischeiben sind in Spanien eine beliebte Beilage. Sie sind nicht sehr geschmacksintensiv. Ihr wisst ja, die Spanier sind keine großen Würzer. In vielen Haushalten sind außer Salz und Pfeffer nur Paprika und Safranersatz sowie Zimt für Süßspeisen vorhanden. Frische Kräuter werden auch kaum verwendet - außer natürlich Petersilie, glatte Petersilie, ohne seine Petersilie mag der Spanier nicht sein. In Obst- und Gemüsegeschäften bekommt man sie meist kostenlos zum Einkauf dazu. Knoblauch kommt natürlich auch reichlich zum Einsatz, ebenso wie Zitronensaft. Genügt eigentlich, so zum Würzen, oder? Also, hier ist das Rezept für die beliebten Zucchinischeiben, Calabacín rebozado.
Zucchini waschen und schälen oder nicht, je nachdem wie hart die Schale ist. In dünne Scheiben schneiden. Ein Ei gut mit Salz verkleppern. Zucchinischeiben erst in Mehl wenden, dann durch das Ei ziehen, dann in heißem Olivenöl backen. Benutzt Eure antihaftbeschichtete Pfanne, dann braucht Ihr nicht soviel Öl. Das Öl darf nicht zu heiß sein (sonst sind die Zucchini innen noch zu roh, wenn sie außen schon schön sind) und nicht zu kalt (weil die calabacines rebozados sonst zuviel Öl aufsaugen). Backen bis fertig, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen. Wenn Ihr große Mengen zubereiten wollt, heizt Euren Backofen auf 50-70º Grad und bewahrt die fertigen Scheiben darin auf. Wenn die spanische Hausfrau dem Ganzen etwas Pepp verleihen möchte, würde sie vielleicht einfach ein bisschen Zitronensaft darüber träufeln oder rohen Knoblauch mit Petersilie im Mörser zerstoßen und ein bisschen Olivenöl, Zitronensaft und Salz zugeben und dieses Sößchen über die Zucchinischeiben gießen. Dem Deutschen würde vielleicht Remoulade dazu schmecken. Da heute aber, wie gesagt, mein Hauptgericht sehr geschmacksintensiv war, wollte ich etwas Fades zum Ausgleich da und da war Calabacín rebozado ohne nix ideal und kam auch sehr gut an.

Donnerstag, 5. September 2013

Krise in Spanien - Neue Zahlen vom Arbeitsmarkt

Mein Gatte und ich hörten gestern morgen die spanischen Nachrichten im Radio. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen sei im Monat August um 31 gefallen, wurde triumphal verkündet. Wir lachten herzlich über diesen köstlichen Versprecher, denn es musste ja sicher 31.000 heißen. Im weiteren Verlauf der Sendung stellte sich dann aber heraus, dass die Zahl der registrierten Arbeitslosen in Spanien im Monat August tatsächlich um 31 gefallen war, wir hatten richtig gehört. Pro Tag ein Arbeitsloser weniger. Bei einer Gesamtzahl von 4.700.000 registrierten Arbeitslosen (alle genauen Zahlen in diesem Artikel hier) bedeutet dies, dass, ceteris paribus, in knapp 13.000 Jahren mit Vollbeschäftigung zu rechnen ist. 
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im selben Zeitraum um 99.000 gesunken, auf etwa 16.300.000. Bei gleichbleibender Fallgeschwindigkeit wird in knapp 14 Jahren der letzte sozialversicherungspflichtig Beschäftige verschwunden sein.
Am Nachmittag erzählte mein Gatte einen Witz, den ich zuerst nicht verstand und als ich ihn dann doch verstand, fand ich ihn nicht lustig. "Was bist du doch für ein seltsamer Mensch," sagte mein Gatte zu mir, "du lachst über die Statistiken der Regierung und nicht über meinen Spitzenwitz."

Dienstag, 27. August 2013

Eis & Sorbets - Neues Rezeptbuch für meine Sammlung

Nein, Leute, ich konnte nicht widerstehen. Ich habe ein neues Rezeptbuch/-büchlein mit Rezepten für die Eismaschine angeschafft. 14,99 Euro. Das ist ein Haufen Geld, werdet Ihr jetzt sagen, aber wenn man einmal zu dritt oder viert in die Eisdiele geht, ist genauso viel fort. Und dieses Buch ist toll!!! So schöne Bilder ...
 Alte und neue Rezepte, bunt gemischt. Unten seht Ihr das Bild der nostalgischen Fürst-Pückler-Terrine ...
 Und hier die Apfel-Lasagne mit Walnusseis als etwas für mich noch nie Dagewesenes...
Das Gurken-Joghurt-Eis mit Sesamsaat sieht auch suuuper lecker aus und wer hätte an einem richtig heißen Tag etwas gegen Tomaten-Granité mit Gin und Garnelen einzuwenden...
In diesem Buch ist auch ein Rezept für Cassata-Eis (das hat den Ausschlag für den Kauf gegeben). Nach diesem Rezept hatte ich nämlich im Internet vergeblich gesucht. Es erinnert mich an meine Kindheit, als meine Mutter Cassata-Eis aus einem Fertigprodukt machte (das es, glaube ich, nicht mehr gibt). Da wir damals keine Eismaschine hatten, war das etwas ganz Besonderes. 
So, und nun freue ich mich riesig über den neusten Zugang zu meiner Bibliothek und meine Herrschaften haben sich schon die eine oder andere Delikatesse daraus gewünscht.

Sonntag, 11. August 2013

Lustiger Wortwechsel - Spanischer Lebensstil

Wir wollen mit dem Auto von Spanien nach Deutschland fahren. Eine Übernachtung in einem Hotel in Frankreich ist schon gebucht. Wir sprechen über die Abfahrtszeit. Mein Gatte möchte unterwegs zweimal zum Rasten und Vespern anhalten und das Hotel vor Einbruch der Nacht erreichen.
"Ich würde sagen, wir fahren um halb neun los," sagt er.
"Das wäre also so um viertel vor neun," sagt mein Sohn.
"Wir holen D. dann gegen neun ab," sage ich. D.wohnt in etwa 700 Meter Entfernung und wird mit uns fahren.
"Halb neun, ich habe halb neun gesagt," wiederholt mein Gatte.
"Halb neun? Wenn du wirklich um halb neun losfahren willst, dann musst du sieben sagen, und sieben ist mir zu früh," antwortete mein Sohn.

Samstag, 10. August 2013

Die passende Küchenuhr

Modell A
Modell B













Leute, echt, was soll ich sagen ... ich wollte eine Küchenuhr, die so aussieht wie die obigen. Ich weiß, ich weiß, ich weiß. Modell A ist eine Uhr von Manufactum. Es handelt sich um ein Produkt der Firma Jäckle. Dieser Chronograph hat ein mechanisches Uhrwerk (muss also einmal die Woche aufgezogen werden) und ein Gewicht von 1,7 kg. Sein Durchmesser beträgt 31,5 cm. Er kostet 450 Euro. Modell B ist eine Uhr von IKEA. Sie heißt Pugg. Sie ist Made in China. Sie muss nicht aufgezogen werden. Sie hat ein Gewicht von 800 g. Ihr Durchmesser beträgt 32 cm. Sie kostet 19,99 Euro. Ja, Leute, ja, ich weiß.
In einem alten Katalog zitierte Manufactum den englischen Schriftsteller John Ruskin (hab's im Internet gesucht, der Satz war mir so ungefähr in Erinnerung geblieben): "Es gibt nichts Gutes, das nicht irgend jemand ein bisschen schlechter und ein bisschen billiger machen könnte." Und es stimmt, wir besitzen heutzutage kaum noch Dinge, die später gute, alte Stücke sein werden. Dieser Gedanke stammt auch aus dem Manufactum-Katalog. Ich bin kein Freund von chinesischem Schrott und versuche normalerweise vor Ort hergestellte Qualitätsware zu kaufen. Ich habe schon öfter Dinge bei Manufactum gekauft, z.B. meinen allseits bekannten Mülleimer, meine Kupferwärmflasche und Leinengeschirrtücher als Geschenk für eine Bekannte, die so etwas sehr würdigt. Mein Gatte hat Schreibgerät gekauft ... naja, wie gesagt, wir sind diesem Laden grundsätzlich zugeneigt. 
Nun spazierten wir aber vorgestern durch IKEA und in einem der Modellräume hing die oben gezeigte Uhr und ich dachte mir: "Diese Uhr ist schön." Wir gingen weiter und da hing sie wieder und gefiel mir wieder. "Diese Uhr ist schön," sagte ich zu meinem Gatten. "Ja, das stimmt," antwortete er. Und dann sahen wir sie nochmal und wieder gefiel sie uns. Das mit dem Aufziehen ist so eine Sache, da wir uns oft länger nicht in unserem Haus in Spanien aufhalten und dann müssen die, die dort sind, nicht nur mit dem Induktionsherd kämpfen (so Gott will, irgendwann mal mehr zu diesem Thema) und Blumen gießen und, und, und, sondern auch noch die Uhr aufziehen, und zwar vorsichtig.
Das IKEA-Ding kostet 20 Euro, das kann man mal bedenkenlos wegschmeißen, wenn's kaputt ist und muss keinen Uhrmacher suchen, der es repariert.
Andererseits: Man guckt dauernd auf die Uhr. Dies wurde uns insbesondere in den vergangenen Wochen bewusst, als unsere alte Uhr im rustikalen Stil, die nicht mehr zur neuen Küche passte, weg war und keine neue da. Wie oft wir auf diese Stelle glotzten und da war nix, hahaha. Man schaut doch lieber auf 450 Euro als auf 19,99 Euro, oder? Und ich muss sagen, am meinem 146 Euro Mülleimer erfreue ich mich jedes Mal, wenn ich etwas wegschmeiße.
Leute, Ihr ahnt es, wie der innere Kampf ausging: Das Billigere, Schlechtere siegte. Die Differenz war einfach zu groß, das IKEA-Ding hat uns gefallen, das mit dem Aufziehen ist bei unserem Lifestyle suboptimal. Also, seit gestern hängt Pugg in unserer Küche.

Mittwoch, 7. August 2013

Caesar Salad - aber schnell


Sieht der Salat auf diesem Foto gut aus? Ich hoff's mal, gell? Er schmeckte nämlich sehr gut. Also, ich erzähle: E. hat mir neulich erzählt, ihre Tochter hätte irgendwo Caesar Salad (englische Aussprache: "Siesahr Sälätt") gegessen und er hätte ihr so gut geschmeckt und sie hätte sich gewünscht, ihre Mutter solle auch mal einen Caesar Salad machen. Darauf ging E. auf der Suche nach einem Rezept ins Internet. Sie schreckte zurück, als sie die Anleitung für die Salatsoße las (Ei und Öl zu einer Emulsion aufschlagen etc.). Ihre Tochter bekam den Salat also nicht. 
Ich sagte ihr: "Kauf' die Caesar-Soße doch fertig, die gibt's in jedem Laden." Also echt, es gibt nur wenige schnellere Rezepte: Ich benötige eine Tüte fertig gewaschenen Salat nach Geschmack, Parmesan-Käse am Stück (oder irgendeinen anderen festen Käse, den ich gerade im Kühlschrank habe), Knoblauch-Croutons, die ich fertig gekauft habe, eine halbe Hühnerbrust in dünnen, waagrecht aufgeschnittenen Scheiben (oder einfach irgendwelche Hähnchenreste), fertige Caesar-Soße. So, das war's schon. Der Salat sollte in fünf Minuten (wenn ich Hähnchenreste habe) bzw. zehn Minuten (wenn das Fleisch roh ist) auf dem Tisch sein.
Falls ich meine freilaufende Hühnerbrust erst braten muss, beginne ich damit, dass ich eine Pfanne mit etwas Olivenöl auf den Herd stelle. Sobald das Öl heiß ist, lege ich die mit Salz und Pfeffer gewürzte Brust in die Pfanne und brate sie. Wenn die Fleischscheiben dünn sind, geht das sehr schnell, wenn sie dicker sind, dauert es etwas länger. Bitte bedenkt, dass Hähnchen immer durchgebraten werden muss. Inzwischen verteile ich meinen Salat auf dem Teller und schütte ein bisschen von meiner Fertigsoße darüber. Mit einem Kartoffelschäler schneide ich Parmesan in sehr feine Scheiben und verteile sie ebenfalls auf dem Teller. So, jetzt werden die Croutons über den Teller gestreut. Die fertig gebratene Hühnerbrust bzw. der Hähnchenrest wird in Streifen geschnitten und ebenfalls über dem Salat verteilt. Leute, das war's schon. 
Ich bin der Meinung, es ist besser, sich mit ein paar Fertigprodukten zu helfen und den Salat tatsächlich zu machen als aufgrund höherer Ideale darauf zu verzichten.
Dies erinnert mich an ein Erlebnis: Ich unterhielt mich einmal mit einer Dame über Nachspeisen und sie erzählte mir, dass sie ein großer Fan von Tiramisu sei und dies immer bestellte, wenn es auf der Karte stand. "Man kann es auch ganz leicht selber machen," sagte ich und bot ihr an, ihr mein Rezept, nämlich dieses hier, zu mailen. "Oh, ich habe ein ganz wunderbares Rezept," antwortete sie mir. "Es stammt von der Großmutter einer sizilianischen Adelsfamilie und es ist sehr aufwändig." Da war ich natürlich beeindruckt, boah, alte Adelsfamilie, sizilianisches Rezept, das will ich. "Wie schmeckt es denn? Wie geht es denn?" fragte ich neugierig. "Ich hab's noch nie gemacht. Es ist mir zu viel Arbeit," antwortete sie mir. Na, toll. Dann eben nicht, gell?

Dienstag, 6. August 2013

Blicke auf unsere spanische Terrasse

Die spanische Terrasse unterscheidet sich von der gewöhnlichen Terrasse durch die Geranien an der Wand, die an andalusische Patios erinnern soll. Gebt mal bei Google Bilder "patios Cordoba" ein, dann wisst Ihr, was ich meine. Ich habe versucht, hier einen Link zu den Bildern einzustellen, aber es hat nicht geklappt, sorry. Patios sind die Innenhöfe der andalusischen Häuser. Besonders berühmt sind die in Córdoba. Im Mai gibt es ein Wochenende, an dem viele Besitzer ihre Patios öffnen und Besuchern zeigen. So, hier habt Ihr einen Link zum so genannten "Festival de los Patios": Hier klicken (in english) Aber ich will ja von meiner Terrasse erzählen, nicht wahr. Es handelt sich um eine Nordwest-Terrasse vor der Küche. Das ist im Sommer, wenn es so richtig heiß ist, sehr praktisch, denn es ist quasi der kühlste Ort unseres Anwesens. Fühlen sich die Geranien an der Nordwand wohl? Aber hallo, auf jeden Fall besser als bei fast vierzig Grad in der Sonne. 
Oben ein Blick von der Terrasse Richtung Vorgarten, unten Richtung Küchenfenster, aus dem wir die Speisen herausreichen können. Die Sitzgarnitur haben wir uns in diesem Jahr neu gekauft, ebenso wie die passende Tischdecke aus einem Spezialmaterial für draußen. 
Büschen Deko: Eine Kalla in einer ganz tollen Farbe, nämlich einem sehr dunklen Lila, die zu der Wagenladung Pflanzen gehörte, die wir letztes Jahr geschenkt bekamen. Dazu zwei große Glösää von IKEA mit Dekosand und lila Kerzen. 

Dienstag, 30. Juli 2013

Labskaus nach dem Rezept meiner Mutter


Als wir noch klein waren, war Labskaus eine der Leibspeisen meines Bruders. Heute habe ich dieses leckere Gericht mal wieder zubereitet und zwar nach dem Rezept meiner Mutter, seligen Angedenkens. Es ist sehr einfach, geht schnell und ist überraschend gut. Für vier Personen koche ich 1 kg Kartoffeln in der Schale weich. Dann würfle ich eine große Gemüsezwiebel und brate sie im selben Topf, der nun wieder frei ist, in Margarine braun. Wir haben zum Braten und Backen früher immer Margarine verwendet, wer keine hat, nimmt halt, was er sonst auch zum Braten nimmt. Okay, also, die Kartoffeln sind nun weichgekocht und geschält. Ich werfe sie zu meinen leicht gebräunten Zwiebelwürfelchen, zerstapfe sie grob und gebe vier oder fünf gewürfelte Essiggurken, zwei oder drei  in Streifchen geschnittene Bismarckheringe (4 oder 6 Hälften (oder 5, je nach Geschmack, Ihr wisst ja, im Haushalt nimmt man es mit den Mengenangaben nicht so genau und denkt sich: ach, davon könnte ich ein bisschen mehr dazu geben, oder: nee, das ist zuviel, ich nehme weniger)) und eine Dose zerkrümeltes Corned Beef (früher Kornet Bief gesprochen) sowie ein bisschen Gurkenbrühe hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Nach Geschmack salzen und pfeffern, bedenkt dabei aber, dass die Gurkenbrühe schon gewürzt ist und die Heringe ein bisschen salzig sind. Unter gelegentlichem Umrühren brate ich nun das Ganze, bis alles heiß ist. Rote Rüben, Gurken und ein Spiegelei dazu servieren. Die roten Rüben hatte wir damals selbst im Garten. 
Also, zusammengefasst: Im Haus haben muss man Kartoffeln, 1 Zwiebel, Margarine oder Sonnenblumenöl, ein Glas Gurken, Bismarckheringe, 1 Dose Corned Beef, rote Rüben bzw. Beete und Eier. Löööcker!
Leute, ich habe mir da gerade mal ein paar Bilder von Labskaus im Internet angeschaut. Da sieht man einen derartigen Brambes, das ist praktisch schon Püree. Ich muss Euch sagen, bei uns war Labskaus nicht so. Es war wie oben auf meinem Bild, also grobe Stücke, die mehr oder weniger zu erkennen waren. So mag ich es lieber. Obwohl alles gemischt ist, damit sich die Geschmäcker schön ergänzen, kann man z.B. Kartoffel und ein Heringsstückchen auf die Gabel nehmen oder mehr Fleisch und ein bisschen Gurke. Naja, hier wie überall: Geschmackssache.

Sonntag, 28. Juli 2013

Berühmte Kirchen - nachgebaut

N. ist ein Tüftler mit viel Freizeit. In jahrelanger, liebevoller Kleinarbeit hat er Gotteshäuser aus Sojasoßenfläschchen nachgebaut. Wisst Ihr, welche Kirche welche ist? Bitte beteiligt Euch per Kommentarfunktion am Quiz!
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5

Samstag, 27. Juli 2013

Bananeneis


Dieses Rezept steht so ähnlich im Rezeptbüchlein meiner alten Philips-Eismaschine. Ich habe es schon oft gemacht, denn es ist ideal, wenn man ein paar reife Bananen rumliegen hat, die keiner essen möchte. Die Bananen dürfen aber natürlich nicht matschig und braun sein. 
Man benötigt 300 g Bananen (ich nehme 4 Stück), 100 g Zucker, 2 Esslöffel Zitronensaft, 75 ml süße Sahne, 250 ml Milch (ich nehme 1,5 % Milch, weil das die ist, die ich im Haus habe). Es geht ganz einfach: Ich püriere die Bananen mit dem Zucker und dem Zitronensaft und gebe dann die Sahne und die Milch hinzu. Dann kommt die Mischung wie gewohnt in die Eismaschine. Die Menge ergibt etwa 6 mittelgroße Portionen. 

Donnerstag, 25. Juli 2013

Meine tausendjährige Eiche (3/997) oder/or My thousand year old oak tree (3/997)

Besucher fragen immer nach meiner tausendjährigen Eiche. Hier ist sie, for the whole world to see (huch, vielleicht sollte ich auch was auf Englisch dazu schreiben, von wegen whole world und so). Visitors to my house always ask to see my thousand year old oak tree.
Foto meiner bald tausendjährigen Eiche
Picture of my soon to be one thousand year old oak tree
Naja gut, noch ist sie nicht tausendjährig (ich glaube, sie ist drei), aber in erdgeschichtlichen Zeiträumen sind 997 Jahre ja nicht sooo viel. Okay, it is not really a thousand years old yet (I think it's three), but viewed on a geologic time scale 997 years is not all that much. Befindet sich unter meinen Lesern vielleicht eine Waldfachmännin oder ein Waldfachmann? Oder eine Biologin oder ein Biologe? Is there perhaps a female or male forest expert or a female or male biologist among my readers? Oder irgendjemand, der weiß, wie man das Alter einer Eiche bestimmen kann, ohne sie auseinander zu schneiden und ihre Jahresringe zu zählen? Or anybody who knows how to determine the age of an oak tree without cutting it in half and counting the growth rings?
Ich habe den Baum letztes Jahr im Spessart gefunden. Er hatte kein Halsband und auch keinen implantierten Chip. Da habe ich ihn mit nach Hause genommen.
I found the tree last year in the Spessart forest in Germany. It did not have a collar nor an implanted microchip. So I took it with me to give it shelter in my house. Er war etwa 17 cm hoch und hatte drei Blätter. Dieses Jahr hat er sechs Blätter und ist etwa 20 cm hoch. In Bodenhöhe hat er einen Umfang von etwa 1 cm. It was about 7 inches tall and had three leaves. This year, it has six leaves and is about 8 inches tall. Its circumference at ground is approximately half of an inch. Ich schätzte einfach mal, dass er zwei war, als ich ihn aufnahm, aber so langsam wie der im letzten Jahr gewachsen ist, könnte er auch ein, zwei Jahre älter sein. I just guessed it was two years old when I adopted it, but seeing how slowly it has grown from last year to this, well, maybe it's a little older. Wann ist dieser Baum aus seiner Eichel geschlüpft? When did this tree hatch from its acorn? Über eine fachmännische Antwort würde ich mich sehr freuen. I'd be really happy to get a knowledgeable answer.